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Pegida-Fan? Comedian Markus Krebs wehrt sich gegen Vorwürfe

Der Duisburger Comedian Markus Krebs zeigt nach einem Video, das ihn als Pegida-Sympathisanten zeigen soll, klare Kante gegen Rechts.

Der Duisburger Comedian Markus Krebs zeigt nach einem Video, das ihn als Pegida-Sympathisanten zeigen soll, klare Kante gegen Rechts.

Foto: Erwin Pottgiesser

Duisburg.   Ein Video, das in sozialen Medien kursiert, unterstellt dem Comedian Markus Krebs Sympathie für Pegida. Wie der Duisburger klar Stellung bezieht.

Keine Politik, keine Religion – das ist die Devise des Duisburger Comedians Markus Krebs. „Wer zu meinen Auftritten kommt, soll einfach nur Spaß haben“, so der 48-Jährige. Doch zu einem Video, das offenbar schon länger und auch jetzt wieder in den sozialen Medien kursiert, möchte der Neudorfer auf Nachfrage der Redaktion gerne klar Stellung beziehen. Weil ihm darin eine Nähe zu Pegida unterstellt wird.

Die nur knapp 30 Sekunden dauernde Sequenz zeigt zunächst Demonstranten der rechten Bewegung, die in Duisburg über die Mercatorstraße laufen. Beleidigungen gegenüber der Antifa sind zu hören. Zu sehen ist nach einem Schwenk eine Gruppe johlender und klatschender Menschen am Straßenrand vor der Florida-Table-Dance-Bar – darunter der Comedian. Ein Kommentar dazu auf Twitter: „Markus Krebs jubelt mit seinen Klatschpappen in Duisburg zu Pegida NRW: „Antifa, Hurensöhne“.

„Das ist völliger Quatsch!“

Krebs kennt das Video und sagt: „Das ist völliger Quatsch!“ Er erinnere sich noch gut an jenen Montag. „Ich hatte 2016 in der Bar eine Benefizveranstaltung für einen Gnadenhof, eine Kita und das Tierheim und mich noch aufgeregt, dass ich wegen der Idioten, die da marschiert sind, keinen Parkplatz gefunden habe.“ Vor seinem Auftritt seien vor dem Nachtclub Fotos mit den Tänzerinnen gemacht worden. „Und als dann die Demo vorbeizog, rief uns ein Polizist zu, dass er jetzt lieber bei uns sein würde. Deshalb das Klatschen und Gejohle“, erklärt Krebs.

Es sei das erste Mal, dass ihm eine rechte Gesinnung unterstellt werde. Das könne mit seiner Zeit als MSV-Hooligan zu tun haben, die er nie verschwiegen habe. „Aber das war eine völlig unpolitische Zeit und ist auch noch über 20 Jahre her.“ Er stellt klar: „Ich bin eher links zu verorten, Tote-Hosen- und Ärzte-Fan.“ Und noch deutlicher: „Wer rechts ist, hat die deutsche Geschichte vergessen.“

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