Gastronomie

Petra Schönfeldt eröffnet das Café am Waldfriedhof wieder

Petra Schönfeldt serviert ihren Gästen einen Sekt. Sie freut sich, dass sie nun ihr eigenes Café eröffnet.

Petra Schönfeldt serviert ihren Gästen einen Sekt. Sie freut sich, dass sie nun ihr eigenes Café eröffnet.

Foto: FotO: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Wanheimerort.  Eigentlich hatte Petra Schönfeldt nach dem Debakel mit den Rheinlustterrassen bereits mit der Gastronomie abgeschlossen. Nun geht’s doch weiter.

Petra Schönfeldt hat viel zu tun. Gegen Mittag hat sich eine Gesellschaft angesagt, da gibt es noch einiges vorzubereiten. Dass die in Duisburg bekannte Gastronomin und Hobby-Karnevalistin überhaupt nochmal einen Gastbetrieb führt, war so nicht geplant. Aber als sie im Frühjahr davon erfuhr, dass das Wanheimerorter „Café am Waldfriedhof“ leer steht und ein neuer Pächter gesucht wird, animierte ihr Ehemann sie, auf dem Feld doch wieder aktiv zu werden.

Die Entscheidung wurde ihr mit Sicherheit dadurch erleichtert, dass die 61-Jährige den Betrieb bestens kannte. Bereits von Ende 2011 bis Mitte 2015 bediente sie hier ihre Gäste, bevor sie in den Wanheimer Rheinlustterrassen ihr gastronomisches Glück suchte. Da lief es allerdings nicht gut für Schönfeldt, die ihr Handwerk im renommierten Hotel „Parkhaus Hügel“ in Essen am Baldeneysee erlernte. Die Zeit in Wanheim wurde für die gebürtige Essenerin zum Debakel, wegen fehlender baurechtlicher Genehmigungen bei dem von ihr gepachteten Objekt waren ihr dort eineinhalb Jahre die Hände gebunden. Bis zur Umsetzung der erforderlichen Brandschutzmaßnahmen musste sie sich sogar arbeitslos melden. Erst im September 2016 konnte sie die Gaststätte offiziell eröffnen. Aber auch danach lief es nicht gut, der Gaststättenbesuch war eher mäßig und der Umsatz ließ zu wünschen übrig. Im Mai 2018 warf die Pächterin dann das Handtuch.

Nicht nur unter dem Kapitel Rheinlustterrassen zog sie einen Schlussstrich, auch das Thema Gastronomie schien für sie erledigt: „Ich bin mit meinem pflegebedürftigen Mann nach Spanien ausgewandert, wollte mich dort um ihn kümmern.“ Aber auch die Zeit im andalusischen Roquetas de Mar lief anders als geplant. Ihr Ehemann hatte nach kurzer Zeit einen schweren Unfall und brach sich die Hüfte. „Die ärztliche Versorgung dort war top, aber insgesamt wurde dadurch die Situation für uns sehr schwierig“, so die neue Pächterin des Waldfriedhof-Cafés. Nach der Rückkehr bot sich nun die Chance, das Café an der Düsseldorfer Straße zu übernehmen.

Oktoberfest am Samstag

Ideen hat Schönfeldt genug, um das freundlich wirkende Café wieder in Schwung zu bringen. Kerngeschäft bleibt natürlich die durch die Friedhofsnähe gegebene Ausrichtung von Beerdigungsfeiern: „Wir haben für 100 Gäste Platz, gebucht werden kann auch an den Ruhetagen am Montag und Dienstag, das geht natürlich immer.“ Aber auch für Familienfeiern und sonstige Veranstaltungen stehen die Räumlichkeiten zur Verfügung. Es gibt jeden Morgen ein Frühstück nach Karte, am Wochenende zudem ein Buffet-Angebot. Außerdem soll es Veranstaltungen geben: Am 26. Oktober wird bei Petra Schönfeldt zünftig Oktoberfest gefeiert, am 13. Dezember lädt die rege Gastronomin zum Wintergrillen ein. Zu Steaks und Würstchen wird es dann auch den Auftritt von Elvis-Imitator Teddy King geben. Und wer die karnevalsjecke Wirtin kennt, kann sich gut vorstellen, dass es auch zur fünften Jahreszeit im Friedhofscafé die eine oder andere Veranstaltung geben wird. Abgeneigt scheint Petra Schönfeld nicht, auf ihre Stammgäste kann sie sich dabei verlassen: „Wir sind eine große Familie, kennen uns alle von meinen Auftritten im Karneval.“ Dann könnte auch ihre in Duisburg bestens bekannte Show „Parodie der Stars“ wieder zum Leben erweckt werden. Ihre Stammgäste würden sich freuen.

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