Kirche

Gemeinde Rheinhausen verabschiedet Pfarrer Sieghard Klimkait

Pfarrer Sieghard Klimkait verabschiedet sich von seiner Gemeinde in Rheinhausen.

Pfarrer Sieghard Klimkait verabschiedet sich von seiner Gemeinde in Rheinhausen.

Foto: Egbert Schäffer

Duisburg-Rheinhausen.  Sieghard Klimkait hat in seinen 32 Jahren als Pfarrer einiges miterlebt. Jetzt geht er in Rente – doch sein Nachfolger ist ihm eng verbunden.

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„Manche werden mich vermissen, manche wollten eigentlich von mir noch beerdigt werden. Für viele wird es eine Umstellung. Für mich natürlich auch. Ich war ja lange hier.“ Genaugenommen 32 Jahre. Mit seiner Frau und seinen beiden Kindern kam Pfarrer Sieghard Klimkait mitten in der großen Krupp-Krise nach Rheinhausen und das habe seine Arbeit durchaus geprägt, sagt er: „Als Pfarrer ist man für die Menschen da, so wie sie sind und da, wo sie leben.“

Sieghard Klimkait, 1955 im norddeutschen Itzehoe geboren, wuchs in Köln auf. Über seine Eltern ist ihm der christliche Glaube wichtig geworden, über sie kam er zur örtlichen Kirchengemeinde, blieb nach seinem Konfirmandenunterricht der Kirche treu und arbeitete ehrenamtlich in der Jugendarbeit. Es folgte Mitte der 70er-Jahre ein Theologiestudium in Wuppertal, Heidelberg und Bonn. Dort blieb er nach Abschluss des Studiums als wissenschaftlicher Mitarbeiter, ehe er nach dem Vikariat nach Rheinhausen kam.

Pfarrer hat viele Veränderungen in Rheinhausen miterlebt

„Ich wollte den Glauben weitergeben, durch das Studium ist meine sozialpolitische Prägung dazu gekommen.“ Durchaus passend für einen Pfarrer, der genau in dieser Zeit nach Rheinhausen kam. Doch seit damals hat sich viel verändert – in Rheinhausen, aber auch in der Gemeinde. Den Bezirk Asterlagen etwa, für den er sich damals beworben hatte, gibt es nicht mehr. Demnächst steht die Fusion aller fünf Gemeinden des Verbandes an.

„Ich habe bewegende Erfahrungen mit der Gemeinde gemacht, die alle Umstrukturierungen mitgetragen hat, so schmerzhaft sie auch waren. Als wir die Wahl hatten, die Asterlager Kirche oder den Kindergarten und die Jugendarbeit zu finanzieren, haben die Asterlager trotz aller Wehmut für den Kindergarten und unsere Jugendarbeit gestimmt.“

Für die Gemeinde wird der Abschied schwer

Auch seine eigenen Schwerpunkte haben sich in den Jahren verändert – von der Jugend- und Familienarbeit zur Seniorenarbeit hin. Übergemeindlich leitete Sieghard Klimkait im Kreissynodalvorstand die Geschicke des Kirchenkreises Moers mit. Auf der Ebene der Landeskirche wirkte er lange Jahre im Theologieausschuss mit.

Geblieben ist in all den Jahren aber die Grundarbeit als Pfarrer: „Es ist ein Privileg, dass ich Zeit hatte für die Menschen und ihre Situationen. Und es ist ein Privileg, dass ich so vielseitig tätig sein konnte. Es war die richtige Entscheidung, Pfarrer zu werden“, sagt er heute. Für die Gemeinde wird der Abschied schwer. Aber mit Andreas Prumbaum-Bidovsky, der ab Anfang kommenden Jahres neben Pfarrerin Anne Wellmann in der Christuskirche tätig sein wird, bekommen die Gemeindeglieder einen Nachfolger, der ganz eng mit Sieghard Klimkait verbunden ist: „Er war der erste Vikar, den ich ausgebildet habe.“

Am 1. Dezember um 15 Uhr wird Pfarrer Sieghard Klimkait in der Rheinhauser Christuskirche, Friedensstraße 3, in einem großen Gottesdienst offiziell verabschiedet und von Superintendent Wolfram Syben entpflichtet, wie es in der Kirche heißt.

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