Polen-Tag eröffnete neue Kultur- und Sprachreihe

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Mit einem gut besuchten "Tag der polnischen Sprache und Kultur" eröffnete das Internationale Zentrum am Flachsmarkt am Samstag eine neue Veranstaltungsreihe.

Deutsche Zeugnisse lösen in Familien polnischer Einwanderer zunächst meist Krisen aus. In Polen ist die „1” nämlich die schlechteste Note. Polnischer Kaffee sollte nie gleich nach dem Einschenken getrunken werden. Er wird nicht gefiltert. Und Polen sind kontaktfreudiger als Deutsche. „Ein Pole wird in einem Zug nie ein leeres Abteil suchen. Er sucht immer eines, in dem schon jemand sitzt.” Mathias Kneip nahm bei seinem Vortrag mit einem Augenzwinkern Alltagsunterschiede auf's Korn. Ein amüsanter Beitrag des gelungenen Polnischen Sprachen- und Kulturtages, der am Samstag hunderte Besucher ins Internationale Zentrum am Flachsmarkt lockte. Das Tanzensemble „Perelka” aus Marxloh zeigte Folkloristisches ebenso gekonnt wie modernen Showtanz. Schülertheatergruppen führten Inszenierungen in Deutsch und Polnisch vor. Eine Ausstellung bot einen Querschnitt durch Literatur, Musik, bildende Kunst, Film und Theater des 20. Jahrhunderts. Mit der Dokumentation einer Schülerfahrt nach Auschwitz erinnerte die Gesamtschule Neumühl an ein dunkles Kapitel in der Deutsch-Polnischen Geschichte. Wolfgang Esch vom Internationalen Zentrum, das beim ersten Sprachen- und Kulturtag vom Polnischen Institut in Düsseldorf, von der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zunwandererfamilien, vom städtischen Integretationsreferat und von der Schulaufsicht unterstützt wurde, zeigte sich vom Besucherzustrom und dem Interesse der Gäste recht angetan. „Wir neigen dazu, über der großen Gruppe der Türken zu vergessen, dass auch viele andere Sprachen in Duisburg zuhause sind”, so Esch. Mit Polnisch – in Duisburg leben rund 3500 polnische Staatsbürger und geschätzte 20 000 Sprecher der polnischen Sprache – hat das Internationale Zentrum eine Reihe eröffnet, mit der weitere Sprachgemeinschaften vorgestellt werden sollen. Noch in diesem Jahr werden Spanisch und Russisch folgen.

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