Großeinsatz

Razzia in Duisburger Bordellviertel: Insgesamt 20 Festnahmen

Am Montagmorgen hat die Polizei Häuser im Rotlichtviertel an der Vulkanstraße in Duisburg durchsucht.

Am Montagmorgen hat die Polizei Häuser im Rotlichtviertel an der Vulkanstraße in Duisburg durchsucht.

Foto: Stephan Eickershoff / Funke Foto Services

Duisburg.  Es geht um Menschenhandel und Zwangsprostitution: Die Polizei hat am Morgen Häuser in Duisburgs Bordellviertel und in anderen Städten durchsucht.

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Mit einem Großaufgebot hat die Polizei am Montagmorgen eine Durchsuchung im Duisburger Rotlichtviertel durchgeführt. Im Fokus dieses Einsatzes stand die Festnahme von drei Personen. Gegen die zwei Frauen (19 und 32) und den Mann (26) ermitteln die Behörden wegen Menschenhandels und Zwangsprostitution. Sie sitzen nun in Untersuchungshaft.

Gemeinsam mit Kräften der Einsatzhundertschaft wurden in den Räumlichkeiten an der Vulkanstraße und der Julius-Weber-Straße auch noch 17 Frauen im Alter zwischen 17 und 41 Jahren angetroffen, die größtenteils aus Nigeria stammen. Laut Polizeisprecherin Daniela Krasch wurden auch sie wegen des Verdachts auf illegalen Aufenthalt vorläufig festgenommen.

Festgenommene sollen in Nigeria Frauen angeworben haben

Die Ausländerbehörde der Stadt Duisburg wurde ebenso eingeschaltet wie das Jugendamt sowie die Opferschutzbeauftragten der Duisburger Polizei. „Die Vernehmungen dieser Frauen laufen noch“, sagte Krasch am späten Montagnachmittag. „Wir haben auch Dolmetscher im Einsatz.“

Der Tatvorwurf gegen die drei festgenommenen Drahtzieher hat es in sich: Sie sollen Frauen in Nigeria angeworben, illegal nach Deutschland geschleust und anschließend im hiesigen Rotlichtviertel zur Prostitution gezwungen haben. „Wir haben bei der Durchsuchung weitere Beweismittel gesichert“, so Krasch.

Durchsuchungen in Duisburg, Essen, Oberhausen, Gelsenkirchen, und Düsseldorf

Gegen 8 Uhr hatte der Großeinsatz in elf verschiedenen Objekten begonnen – davon allein sieben in Duisburg. Neben Räumlichkeiten im Rotlicht-Etablissement wurden auch noch vier Wohnungen in Meiderich, Rheinhausen, Neudorf und in der Stadtmitte durchsucht. Hinzu kamen laut Polizei noch Räume in Essen, Oberhausen, Gelsenkirchen und Düsseldorf. Das Ermittlungsverfahren gegen die drei Inhaftierten laufe seit längerem, verriet Krasch. Die Ermittlungen dauern an.

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