Gericht

Rekord: Duisburger Räuber muss zwölf Jahre hinter Gitter

Das Urteil gegen den 32-Jährigen wurde in Saal 101 des Landgerichts Duisburg gesprochen.

Das Urteil gegen den 32-Jährigen wurde in Saal 101 des Landgerichts Duisburg gesprochen.

Foto: Foto: Jörg Schimmel

Duisburg.  Jahresrekord: Für zwölf Jahre muss ein 32-jähriger Duisburger wegen drei Raubdelikten ins Gefängnis. Überfälle sollten Drogensucht finanzieren.

Zwölf Jahre muss ein 32-jähriger Duisburger hinter Gitter. Zwischen März und Mai 2017 hatte er drei bewaffnete Raubüberfälle begangen. Das Urteil der 2. Großen Strafkammer ist die längste zeitige Freiheitsstrafe, die das Landgericht in diesem Jahr bislang verhängte.

Zu Beginn des Prozesses hatte der 32-Jährige ein rückhaltloses Geständnis abgelegt. Am Morgen des 15. März 2017 hatte er in einem Supermarkt an der Kaiserstraße in Rheinhausen eine Kassiererin mit einem Messer bedroht und so 380 Euro erbeutet.

Prozess in Duisburg Überfälle auf Passanten eingeräumt

Auch zwei Überfälle auf abendliche Passanten, räumte der Angeklagte ein. An der Schwanenstraße hatte er im Mai 2017 einen Mann bedroht und ihn schließlich dazu gezwungen, an einem Geldautomaten 110 Euro abzuheben und ihm auszuhändigen.

Eine dritte Tat, bei der er etwa vier Wochen zuvor einer Rentnerin in der Innenstadt die Handtasche entreißen wollte, war im Versuch gescheitert: Die Geschädigte und ihr Ehemann hatten sich erfolgreich gegen den Räuber zur Wehr gesetzt. Bei Stürzen im Gerangel wurden sie leicht verletzt. Mit den Überfällen habe er seine Drogensucht finanzieren wollen, erklärte der 32-Jährige.

Ungewöhnlich hohe Strafe

Da die Mindeststrafe pro Tat drei Jahre beträgt, kam im Urteil eine hohe Strafe heraus. Das ungewöhnlich hohe Strafmaß verdankte der Angeklagte allerdings der Tatsache, dass zwei mehrjährige Vorverurteilungen wegen einschlägiger Delikte mit in das Urteil einbezogen werden mussten.

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