Abwasseraufbereitung

Ruhrverband modernisiert Duisburger Kläranlage

2,3 Millionen Euro investiert der Ruhrverband in die Kläranlage in Kaßlerfeld.

2,3 Millionen Euro investiert der Ruhrverband in die Kläranlage in Kaßlerfeld.

Foto: Udo Gottschalk

Duisburg  Der Ruhrverband modernisiert seine Kläranlage in Duisburg-Kaßlerfeld. Investiert werden bis 2020 rund 2,3 Millionen Euro.

. Unweit der Ruhrmündung werden die Abwässer von rund 250.000 Duisburgern, Mülheimern und Oberhausenern sowie diverser Unternehmen aufbereitet. Damit das weiterhin und sogar noch besser als bisher funktioniert, werden in das Klärwerk Kaßlerfeld bis 2020 rund 2,3 Millionen Euro investiert.

Der Ruhrverband als Betreiber der Anlage hat damit begonnen, die „Nachklärung“ auf einer seiner größten Kläranlagen zu modernisieren. Nacheinander werden in Kaßlerfeld die fünf Nachklärbecken, von denen jedes mehr als 20 Meter breit und über 100 Meter lang ist, außer Betrieb genommen und umgebaut.

Schlammabzug wird automatisiert

Um die Betriebssicherheit der Nachklärung jederzeit zu gewährleisten, wird immer nur ein Becken außer Betrieb genommen. Der Umbau wird daher voraussichtlich bis Anfang 2020 dauern.

Unter anderem werden die Antriebe der Schildräumer zur Verringerung der Störanfälligkeit umgerüstet. Jedes Becken verfügt über zwei Räumer, die den am Beckenboden abgesetzten Belebtschlamm in Sammeltrichter schieben und ihn vom gereinigten Abwasser trennen. Auch der Schlammabzug wird automatisiert und die Einlaufverteilung in die Becken optimiert. „Das reduziert Turbulenzen im Wasser und verbessert so das Absetzverhalten des Belebtschlamms“, heißt es beim Ruhrverband.

Die schätzungsweise rund 2,3 Millionen Euro teure Maßnahme ist Voraussetzung für die geplante Optimierung der biologischen Verfahrensstufe, die im Jahr 2021 beginnen soll. Die Kläranlage Kaßlerfeld ist im Jahr 1993 in Betrieb gegangen.

Blockheizkraftwerke für Energieversorgung

Bereits in den letzten Jahren hatte der Abwasser- und Wasserverband eine siebenstellige Summe in die Kaßlerfelder Anlage investiert und unter anderem Blockheizkraftwerke gebaut. Die nutzen das beim Klärprozess anfallende Biogas und machen das Klärwerk weitgehend zum Energie-Selbstversorger.

Insgesamt betreibt der Ruhrverband 66 Kläranlagen zwischen Sauerland und Rhein. In der Kaßlerfelder Anlage werden Abwässer behandelt aus Kaßlerfeld, Neuenkamp, der Stadtmitte zwischen Hauptbahnhof und Ruhr, dem Oberhausener Süden, Teilen von Essen und aus Mülheim. Angeschlossen sind rund 250.000 Menschen sowie etliche Industriebetriebe, deren Abwassermenge der von 200.000 weiteren Menschen entspricht.

Sieben Kläranlagen gibt’s in Duisburg, die Anlagen der Industrie nicht mitgerechnet. Der Ruhrverband reinigt Abwässer in Kaßlerfeld, die städtischen Wirtschaftsbetriebe in Hochfeld, Huckingen und Vierlinden und die Lineg (Linksniederrheinische Entwässerungs-Genossenschaft) in Rheinhausen und an der Grenze zu Moers.

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