A59

Schaden an Brücke: A 59 in Duisburg bis Montag voll gesperrt

Lesedauer: 4 Minuten
Dieser Spalt an der Grunewaldbrücke sorgt für eine Sperrung der A 59 in Duisburg.

Dieser Spalt an der Grunewaldbrücke sorgt für eine Sperrung der A 59 in Duisburg.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die A 59 bleibt in Duisburg bis mindestens Montag gesperrt. Grund dafür ist ein erheblicher Schaden an der Grunewaldbrücke. Prüfungen laufen.

DieA 59 ist in Duisburg am Donnerstag überraschend gesperrt worden. Grund dafür ist ein erheblicher Schaden an einem Fahrbahnübergang der Grunewaldbrücke.

Die Autobahn GmbH Rheinland musste am Morgen schnell handeln: Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Duisburg hatten einen etwa 15 Zentimeter breiten Spalt in der Fahrbahn entdeckt. Die Folge: Eine Sperrung zwischen den Anschlussstellen Duisburg-Hochfeld und Duisburg-Wanheimerort in beide Richtungen wurde eingerichtet.

A 59 in Duisburg: 10 bis 15 Zentimeter langer Spalt in der Fahrbahndecke entdeckt

Der Schaden vor Ort stellte sich bei einer ersten Prüfung als durchaus gravierend heraus: Genau im Scheitelpunkt der Brücke ist an dem Übergang, der in die Asphaltdecke eingelassen ist, ein zehn bis 15 breiter Zentimeter Spalt entstanden. Er zieht sich quer über beide Fahrtrichtungen. Die Lücke erlaubt zum Teil einen tiefen Blick in die Fahrbahndecke. Wie es zu der Verschiebung kam, ist noch unklar.

Die Autobahn GmbH Rheinland hatte zunächst noch auf eine kurzfristige Behebung des Problems am selben Tag gehofft. Schnell wurde den Experten, die mit der Polizei vor Ort waren, aber klar, dass es sich nicht um einen vergleichsweise harmlosen Frostaufbruch nach den kalten Tagen handelt, sondern um einen größeren Schaden im Unterbau der Brücke. „Genaueres können wir noch nicht sagen“, sagte Tobias Zoporowski, Sprecher der Autobahn GmbH Rheinland.

Vollsperrung auf der Autobahn wurde ausgeweitet

Die Sperrung wurde im Laufe des Vormittags ausgeweitet. Zwischen den beiden Autobahnkreuzen Duisburg und Duisburg-Süd ging in beiden Richtungen nichts mehr. Polizisten positionierten sich an den Auffahren und machten die Anschlussstellen dicht. Innerhalb der Kreuze soll der Verkehr in alle Fahrtrichtungen um- beziehungsweise abgeleitet werden. „Bis heute Abend wollen wir dafür alles eingerichtet haben“, sagte Zoporowski am Donnerstagmittag. „Wir wollen so auch den Innenstadtverkehr in Duisburg entlasten.“

Mindestens bis Anfang kommender Woche müsse die Vollsperrung auf der bedeutenden Pendlerstrecke aufrecht erhalten werden. „Wir werden nun eine Fachfirma hinzuziehen und hoffen, dass wir die Brücke bis Montag mit einer Behelfskonstruktion wieder eingeschränkt – mit Temporeduzierung – freigeben können“, so Zoporowski. „Das wird man sehen.“

Klar ist, dass die eigentlichen Reparaturarbeiten deutlich länger dauern werden. „Da reden wir nicht von Tagen und auch nicht von Wochen“, so der Sprecher von Autobahn Rheinland. Stück für Stück soll der Fahrbahnübergang erneuert werden, damit Teilsperrungen möglich sind.

Autofahrer sollen über die A 3 ausweichen

Die Autofahrer brauchten am Donnerstag auf der Nord-Süd-Achse am Donnerstag vor allem eines – Geduld: Zunächst wurden sie vor der Abfahrt Hochfeld (aus Norden) und Wanheimerort (aus Süden) von der Autobahn geleitet. Vor den Sperrungen entstanden Kilometer lange Staus – und das trotz Homeoffice und Ferienzeit. Die Experten empfehlen auch in den kommenden Tagen, über die parallel laufende A 3 auszuweichen.

Auswirkungen auf den innerstädtischen Verkehr zeigten sich am Donnerstag schnell: An einigen Ampeln erhöhten sich die Wartezeiten rasch, zum Beispiel an der Kreuzung Kremerstraße/Düsseldorfer Straße.

Belastung für Verkehr in der Duisburger Innenstadt

Vor rund zwei Jahren war schon mal ein Schaden an einer Fahrbahn-Übergangskonstruktion auf der Grunewaldbrücke festgestellt worden. Die damals noch zuständige Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ruhr musste vor der Brücke ebenfalls zwischen den Anschlussstellen Hochfeld und Wanheimerort einen Fahrstreifen auf der A 59 in Richtung Düsseldorf sperren.

>>A 59: GRUNEWALDBRÜCKE WURDE 1975 ERÖFFNET

  • Die Grunewaldbrücke ist 1016 Meter lang und wurde am 29. Oktober 1975 im Rahmen der Erweiterung der A 59 bis zur Wacholderstraße in Wanheimerort eröffnet.
  • Diese Fortführung der Nord-Süd-Achse stellte seinerzeit eine Herausforderung dar, da bereits zu dieser Zeit die Kreuzung am Grunewald bereits in zwei Ebenen von Bahnstrecken überquert wurde.
Leserkommentare (11) Kommentar schreiben