Schulprojekt

Schüler in Rheinhausen üben Demokratie und pflanzen Bäume

Lehrerin Georgia Vassiliadou (Zweite von rechts) und ihre Schüler an der Lise-Meitner-Gesamtschule in Rheinhausen haben sich intensiv mit den Themen Demokratie und Nachhaltigkeit auseinandergesetzt.

Lehrerin Georgia Vassiliadou (Zweite von rechts) und ihre Schüler an der Lise-Meitner-Gesamtschule in Rheinhausen haben sich intensiv mit den Themen Demokratie und Nachhaltigkeit auseinandergesetzt.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Duisburg-Rheinhausen.  Schüler der Lise-Meitner-Gesamtschule haben sich mit Demokratie und Nachhaltigkeit beschäftigt. Die nächste Baumpflanzaktion ist schon geplant.

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Demokratie kennt jeder, zumindest hat jeder eine vage Vorstellung, was darunter zu verstehen ist. Doch wie genau funktioniert das im Kleinen? In mehreren Projekten, unter anderem zur Nachhaltigkeit, sind die Schüler der Lise-Meitner-Gesamtschule dieser Frage nachgegangen.

„Wir hätten zu Anfang nie gedacht, dass wir so eine Wahnsinnsunterstützung bei diesem Modellprojekt bekommen würden“, erzählt Georgia Vassiliadou begeistert und weiß gar nicht so recht, welche der vielen Aktionen sie zuerst lobend erwähnen möchte. Vor zweieinhalb Jahren hat die Lise-Meitner-Schule in Kooperation mit dem Bildungszentrum „Haus am Maiberg“ und der Zentrale für Politische Bildung eine besondere Art der politischen Bildung ins Leben gerufen. „Wir haben in Seminaren, Aktionsgruppen, aber auch im regulären Unterricht die Schüler dabei unterstützt, sich in Eigenregie politisch motivierte Projekte auszudenken und diese umzusetzen“, so Vassiliadou.

Der erste Schritt zur Demokratie

Sich auf einen Schwerpunkt zu einigen, der dann mit allen Facetten gemeinsam realisiert wird, ist ja schon einmal der erste Schritt beim Demokratie-Üben. Daraus entstanden dann in den unterschiedlichen Jahrgängen vielfältige Aktionsideen. „Die Sechser und Siebener haben sich zum Beispiel das politische Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit herausgesucht. Es gab mehrere Bildungsfahrten, bei denen wir ganz gezielt daran gearbeitet haben, wie man dieses Thema sinnvoll umsetzen kann“, erzählt die 34-Jährige, die das Projekt federführend begleitet. Herausgekommen ist eine Baumpflanzaktion, die von den Stadtwerken aktiv unterstützt wurde und auch weiterhin wird.

Denn auch wenn das offizielle Modellprojekt demnächst ausläuft und damit die finanzielle Unterstützung vor allem durch die Zentrale für Politische Bildung wegfällt, haben die Demokratiekinder längst ihre neue Kompetenz gewinnbringend genutzt und neue Sponsoren ins Boot geholt. „Wir haben damals über 100 Bäume gemeinsam gepflanzt und die Stadtwerke haben dabei den Großteil der Logistik übernommen. Alle waren so begeistert, dass wir für März direkt eine neue Aktion geplant haben, mit noch mehr Bäumen und noch mehr Schülern, die pflanzen“, so Vassiliadou.

Sauberes Rheinhausen

Die zweite sozial-ökologisch motivierte Arbeitsgruppe hat in einer gemeinsam geplanten Aktion mit 30 Leuten einen Tag lang Rheinhausen sauber gemacht. Auch hier soll es eine Neuauflage geben. Bei den Projekten geht es weniger darum, den Stadtteil schöner zu machen, die Grundidee ist vielmehr, die Kinder dazu anzuleiten, komplexere Vorgänge gemeinsam zu beschließen, zu planen und auch letztendlich dann durchzuführen.

„Es geht auch darum, mit Frusterlebnissen klarzukommen, wenn eine Idee mal nicht umsetzbar ist. Demokratie heißt auch, mit Kompromissen leben zu lernen“, erzählt die Spanisch und Sowi-Lehrerin. Durch all diese Höhen und Tiefen sind die Kinder auf ihrem Demokratieweg erfolgreich gegangen und haben gelernt, dass man gemeinsam auch auf kleinster lokaler Ebene sehr viel erreichen kann.

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