Führerschein

So arbeitet Duisburger Führerscheinstelle am neuen Standort

Die Führerscheinstelle hat ihren Dienst in Duisburg am neuen Standort aufgenommen.

Die Führerscheinstelle hat ihren Dienst in Duisburg am neuen Standort aufgenommen.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die Fahrerlaubnisbehörde in Duisburg hat ihre Arbeit am neuen Standort aufgenommen. Was dort anders läuft – und warum es besser läuft.

Die Duisburger Fahrerlaubnisbehörde ist in ihrem neuen Standort an der Daimlerstraße 3 in Neumühl angekommen – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Am Freitag läuft das Tagesgeschäft so ruhig vor sich hin, dass wohl kaum jemand auf die Idee kommen könnte, dass die Führerscheinstelle erst seit einer knappen Woche in ihren neuen Räumlichkeiten arbeitet.

Als Reaktion auf die wachsenden Aufgaben und die Überlastung des Straßenverkehrsamts in Duissern hat die Stadt mehr Mitarbeiter eingestellt, den zusätzlich benötigten Platz findet das Personal im unscheinbaren Bürogebäude im Industriegebiet. Warum der Betrieb dort so gut funktioniert und was sich in Zukunft noch ändert, erklären der Leiter der Fahrerlaubnisbehörde und Paul Bischof, der zuständige Beigeordnete der Stadt.

Duisburger Führerscheinstelle: „Bilanz der Startwoche ist sehr gut“

„Wir sind alle sehr zufrieden mit dem temporären Standort“, freut sich Paul Bischof, auf lange Sicht sollen Führerscheinstelle und Zulassungsstelle nämlich wieder gemeinsam im neuen Straßenverkehrsamt sitzen, das in Zukunft neu gebaut wird. „Die Mitarbeiter sind zufrieden, und die Rückmeldung der Besucher ist auch sehr gut“, pflichtet ihm der Leiter der Behörde bei, „außerdem führen wir gerade auch eine Kundenbefragung durch“.

Auf zwei Etagen werden die Besucher „bedient“, im Erdgeschoss meist bei angenehmeren Angelegenheiten als in der ersten Etage. Dort sitzt die „Fahreignung und Entziehung“ – wer seinen Führerschein dort abgeben muss, sieht ihn nicht wieder, der „Lappen“ landet direkt im Schredder.

Besser gesteuerte Kundenströme und genau geplante „Timeslots“

Wer Angelegenheiten in der Führerscheinstelle zu regeln hat, bucht online einen Termin – das ist die einzige Art und Weise, sich anzumelden. Mit dem per E-Mail zugesandten QR-Code, oder mit seinem Geburtsdatum, trägt sich der Besucher am Terminal im Foyer als anwesend ein und wird per Wartemarke aufgerufen. „Dabei arbeitet das System sozusagen vor“, erklärt der Leiter der Fahrerlaubnisbehörde, „es überprüft, welche Angelegenheiten wie lange dauern und verteilt sie dann möglichst zeiteffektiv bei der Terminvergabe“.

Wenn ein Termin abgesagt wird, können die Duisburger möglicherweise noch am Morgen einen Termin für denselben Tag ergattern – auch deswegen bittet der Leiter darum, Termine über den Link in der E-Mail immer zu stornieren.

Dieses neue System entlaste die Mitarbeiter und gehe einige Probleme an, die den Tagesbetrieb an alter Wirkungsstätte zur Tortur werden ließen – für Mitarbeiter und für Besucher. „Die neue Fahreignungsbewertung („Punkte in Flensburg“) und das neue System der Fahrzeugklassen hat den Arbeitsaufwand für uns enorm gesteigert“, sagt der Behördenleiter. „Dazu kommt, dass die individuelle Mobilität weiterhin einen hohen Stellenwert hat, auch wenn die Menschen im Schnitt etwas älter sind, wenn sie ihren Führerschein machen.“ Das beschert der Behörde jährlich ungefähr 21.000 Anträge pro Jahr – früher waren es mal 12.000

300 Personen pro Woche in der Fahrerlaubnisbehörde

Trotzdem läuft das Tagesgeschäft in Neumühl. Parkplätze gibt es vor der Tür genügend, die so genannten „Spuckschutztüren“ helfen zu Corona-Zeiten Mitarbeitern und Besuchern gleichermaßen. „Es kommen dann ungefähr 300 Personen pro Woche, das ist mit Corona die normale Kapazität“, erklärt der Behördenleiter. Wenn die Pandemie dann einmal vorüber sein sollte, werden auch wieder mehr Termine freigeschaltet. Im Angesicht der Pandemie bittet der Leiter auch darum, nicht mehr als 10 Minuten vor dem eigenen Termin zu erscheinen, um die Abstände im Warteraum zu wahren.

Ein Duisburger steht am Freitag vor der neuen Führerscheinstelle und raucht. „Das ging alles sehr flott“, freut er sich. „Ich habe keine fünf Minuten gewartet, bezahlt und war schon wieder raus.“ Bezahlen, das funktioniert übrigens nur noch mit EC-Karte. In der Behörde soll nicht mit Bargeld hantiert werden – auch deswegen werden bald ausländische Karten akzeptiert, zum Beispiel für Brummifahrer aus dem Ausland.

>> Link zur Terminvergabe und Öffnungszeiten

• Unter duisburg.de/terminvereinbarung-fahrerlaubnis können Duisburger einen Termin in der Fahrerlaubnisbehörde buchen.

• Die Behörde hat montags, mittwochs und freitags von 8 bis 13 Uhr und donnerstags von 8 bis 13 Uhr und 14 bis 15.30 Uhr geöffnet.

• Etwaige Fragen beantwortet die Fahrerlaubnisbehörde unter 0203 283 8440.

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