Vereinssport

So können Duisburger Sportvereine an Fördermillionen kommen

Der Meidericher Tennisverein möchte auch etwas vom Geldsegen abhaben – für neue Plätze.

Der Meidericher Tennisverein möchte auch etwas vom Geldsegen abhaben – für neue Plätze.

Foto: Fabian Strauch / Fabian Strauch / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die Landesregierung investiert 6,7 Millionen in Duisburger Sportstätten. Um Geld zu bekommen, müssen Vereine einige Voraussetzungen erfüllen.

Die NRW-Landesregierung investiert in Sportstätten. 6,7 Millionen des 300-Millionen-Euro-Programms „Moderne Sportstätte 2022“ gehen dabei nach Duisburg. Alle Vereine mit eigenen Sportstätten oder langfristig gepachteten Sportanlagen können davon profitieren. Wie die Clubs ein Teil des Geldes abbekommen können, hat der Stadtsportbund jetzt vorgestellt. Zahlreiche Vereine waren bei der Infoveranstaltung.

„So etwas gab es noch nie“, freut sich Uwe Busch, Geschäftsführer des Stadtsportbundes. „Eine solche Investition seitens des Landes in die Sportstätten ist eine tolle Sache“, sagt er. Dem Stadtsportbund wird dabei die Aufgabe zuteil zu entscheiden, welche Vereine wieviel Geld bekommen. „Die Vereine können ab sofort online ein Formular ausfüllen in dem sie erklären, welche Umbaumaßnahmen sie planen“, sagt Busch.

Bei Bewilligung bekommen Vereine maximal 90 Prozent der Umbaumaßnahmen finanziert

„Am besten legen die Vereine direkt einen Kostenvoranschlag bei“, erklärt Busch weiter. Bei Bewilligung finanziert der Stadtsportbund mit dem Geld des Landes maximal 90 Prozent der Gesamtinvestition bis 100.000 Euro. Bei Investitionen bis zu einer Million liegt die Förderhöhe bei 85 Prozent. Maximal 80 Prozent gibt es bei Umbaumaßnahmen, die über eine Million Euro kosten.

Die Vereine müssen allerdings einige Bedingungen erfüllen, um an das Geld zu kommen: So wird der jeweilige Verein etwa vertraglich dazu verpflichtet, die erforderlichen Dach- und Fachreparaturen am Nutzungsobjekt auszuführen. „Hierunter fallen alle Substanz erhaltenen Bauleistungen wie beispielsweise Fenstererneuerungen oder Fassadenarbeiten“, erläutert Busch. Außerdem müsse der Miet- oder Pachtvertrag noch mindestens zehn Jahre Bestand haben.

Viele Vereine haben schon konkrete Pläne und wollen ihre Chance nutzen

Rund 90 Vereinsmitglieder hatten sich für den Infoabend in den Räumen der Sparkasse Duisburg angemeldet, letztlich kamen dann sogar noch einige mehr. Das Interesse ist also riesig, die Pläne groß. Die allermeisten haben schon konkrete Vorstellungen, wofür sie Geld benötigen. „Wir sehen das als große Chance für uns, aber auch für andere Vereine“, sagt Thomas Gerlach, zweiter Vorsitzender des Wassersportvereins Niederrhein Duisburg. „Unser Vereinshaus an der Masurenallee ist 50 Jahre alt und entsprechend nicht mehr auf dem technisch neuesten Stand. Da würden wir gerne etwas machen“, sagt er. Das Vereinshaus und auch die Anlage sollen behindertengerecht gemacht werden. Der Verein rechnet mit Kosten in Höhe von etwa 100.000 Euro.

Auch die Tennisspieler des Meidericher Clubs haben sich schon Angebote für Neuerungen auf ihrer Anlage an der Borkhofer Straße eingeholt. „Wir planen, unser Vereinsheim energetisch auf den neusten Stand zu bringen. Wir haben dort noch eine Ölheizung. Eine Umrüstung würde etwa 12.000 Euro kosten“, sagt Vereinsmitglied Lars Manthei. Außerdem geplant: Neue Belage für die Plätze der rund 200 Mitglieder. „Da würden wir dann bei rund 25.000 Euro pro Platz liegen“, gibt Kollege Peter Bruckmann an. „Viel Geld für uns. Daher ist eine Förderung eine tolle Möglichkeit“, sagen beide.

Kontaktaufnahme mit dem Sportbund und die nötigen Formulare gibt es im Netz

Eine genaue Auflistung der Voraussetzungen sowie eine Möglichkeit der Kontaktaufnahme gibt es auf der Internetseite des Stadtsportbundes. Das auszufüllende Formular findet sich auf dem Förderportal des Landessportbund NRW.

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