Kinderkultur

„Spielkorb“ erreicht über eine Million Duisburger Kinder

Schön schräg und sehr humorvoll sind die Stücke des Theaters Toboso, das mit „We have to laugh before midnight“ bei „Spielarten“ gastiert.

Schön schräg und sehr humorvoll sind die Stücke des Theaters Toboso, das mit „We have to laugh before midnight“ bei „Spielarten“ gastiert.

Foto: Andre Symann / Spielkorb

Duisburg.  Seit 1976 hat das städtische Kindertheaterprogramm fast 30.000 Veranstaltungen auf die Beine gestellt. Jetzt gehört auch Bergbau zur Bildung.

Es ist eine beeindruckende Zahl: Seit 1976 hat das städtische Kindertheaterprogramm „Spielkorb“ eine Million Besucher gezählt. Fast 30.000 Veranstaltungen brachten unterschiedliche Ensembles aus Duisburg und von auswärts als Gastspiele in Kindertagesstätten, Schulen und Kultur-, Jugend- Bildungs- und seit drei Jahren auch in Senioreneinrichtungen.

30 Jahren lang hat Elke Brockmann den „Spielkorb“ mit Inhalt gefüllt und frisch gehalten. Jetzt hat sie ihre letztes Programm auf die Beine gestellt und geht in den Ruhestand. „Mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, wie sie sagt. „Es hat unheimlichen Spaß gemacht.“ Kulturdezernent Thomas Krützberg weiß „als Vater und ehemaliger Jugendamtsleiter“, wie gut das Angebot mit kultureller Nahversorgung in allen Stadtteilen angenommen wird.

Die Festivals „Spielarten“ und „Kaas & Kappes“ sind Säulen

Zwei Festivals gehören zu den Höhepunkten im Spielkorb-Programm. Das Festival „Spielarten“, das in diesem Jahr vom 6. bis 14. November im Komma-Theater läuft, und das deutsch-niederländische Treffen „Kaas & Kappes“ (13. bis 16. Februar 2020). Das NRW-Festival „Spielarten“ bietet Stücke für die kleinen Zuschauer ab drei Jahren wie „Meins wird deins“, mit dem das Theater Monteure zeigt mit Musik, dass man nicht nur Dinge, sondern auch Erfahrungen teilen kann.

Fürs jugendliche Publikum ab zwölf Jahren kommt zum Beispiel das Theater Toboso, das sich mit dem Stück „We have to laugh before midnight“ bunt, lust- und humorvoll mit dem Werden und Vergehen beschäftigt. Das Festival beginnt im 50. Jahr der Mondlandung mit dem Stück „Mission Laika“; die Hündin umkreiste als erstes Lebewesen im Orbit die Erde, und das Theater Marabu begibt sich auf die Suche nach Laika.

Bildungstage „Bergbau im Ruhrgebiet“

Einen Vorgeschmack auf die mobilen Bildungstage zum Thema „Bergbau im Ruhrgebiet“, zu der sich im Revier eine Städte übergreifende Kulturpartnerschaft gegründet hat und die im März 2020 im Komma-Theater stattfinden, ist bei den „Spielarten“ das Stück „Glück Auf!! – Von obendrüber und untendrunter“ zu sehen. Darin begeben sich die Bochumer Theatergruppen „Wilde Hummel“ und „HalloDu Theater“ gemeinsam auf eine Zeitreise in die Welt der Steinkohle und des Bergbaus. Schließlich haben auch viele Ruhrgebietskinder nur noch von ihren Großvätern gehört, was Knifften und Kanarienvögel mit ihrer Arbeit zu tun hatten. Im März werden dann Schulen Mini-Workshops zum Thema angeboten – mit Theater und anschließender Gruppenarbeit.

Über 50 Produktionen im Programm – auch für Senioren

Eine Säule des Spielkorb-Programms bilden die Produktionen der Duisburger Ensembles vom Komma-Theater, „Kreuz & Quer“ sowie Tom Teuer. Das Komma-Theater gastiert mit dem Stück „Herr Bork sucht ein Wort“ auch im Seniorenzentrum Im Schlenk, und „Kreuz & Quer“ geht mit „Dornröschen lass dein Haar herab“ auf Tour. Insgesamt über 50 Produktionen sind in dieser Spielzeit im Programm. Ein Höhepunkt soll „Die Geschichte vom Rotkäppchen“ vom Figurentheater „petit bec“ werden, das sein 25-jähriges Bestehen feiert – ebenso wie Los Mozos „Kleine Bühne“.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben