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Stadt Duisburg gibt Bahnhofsplatte für die Bürger frei

Die Stadt Duisburg hat am Donnerstagmorgen die Zäune um die Bahnhofsplatte abgebaut und die Platte für die Bürger freigegeben. Zwei schlugen gar Purzelbäume oder machten einen Handstand auf dem Beton-Decke der A 59. Vielleicht vor lauter Freude, dass die Platte endlich nutzbar ist.

Die Stadt Duisburg hat am Donnerstagmorgen die Zäune um die Bahnhofsplatte abgebaut und die Platte für die Bürger freigegeben. Zwei schlugen gar Purzelbäume oder machten einen Handstand auf dem Beton-Decke der A 59. Vielleicht vor lauter Freude, dass die Platte endlich nutzbar ist.

Foto: WNM

Duisburg.  Die Betonwüste lebt - zumindest ein wenig. Donnerstag hat die Stadt den Zaun um die Bahnhofsvorplatz entfernen lassen und die Platte für die Bürger freigegeben. Künftig soll die Fläche auch für Aktionen genutzt werden. Über die zwischenzeitliche Gestaltung ist noch keine Entscheidung gefallen.

Wenigstens 640 Tage hatten wir sie so vor Augen: Die Bahnhofsplatte, rundherum mit einem Bauzaun. Dass der noch einmal abgebaut würde, wir haben - ehrlich gesagt - nicht mit gerechnet.

Als das Internet-Portal „Der Postillon“ augenzwinkernd darüber berichtete, dass Sprachwissenschaftler eine neue Zeitform - Futur III - für den Sprachgebrauch mit dem Berliner Flughafen eingeführt haben, dachten wir uns: Das passt doch auch zu unserer Bahnhofsplatte, auf die wir täglich blicken und von der wir bis heute mehr als 120 Fotos gesammelt haben, um den Stillstand an dieser zentralen Stelle in dieser Stadt zu dokumentieren. "Die Platte werde im Sommer 2014 fertig bebaut wäre gewesen", würde das in Futur III dann heißen.

Wenn auch mit einigen wenigen Tagen Verzögerung hat die Stadt Duisburg den Bahnhofsvorplatz nun für die Bürger freigegeben. Donnerstagmorgen schraubten Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe den Zaun auseinander und stapelten die einzelnen Elemente ordentlich an den Seiten.

Nur die Zaunreihe an der Mercatorstraße bleibt noch einige Tage stehen, da an dieser Stelle die Arbeiten noch nicht ganz beendet sind, erklärt Stadtsprecherin Susanne Stölting. „Diese werden in den nächsten Tagen durchgeführt, so dass der Zaun an dieser Stelle spätestens Anfang der Woche entfernt werden kann.“

Bürger können noch Vorschläge für Gestaltung abgeben

Die Duisburger, die entweder zum Hauptbahnhof oder in die Innenstadt unterwegs sind, nutzen die neue Abkürzung sofort. Ungewohnt war die für den ein oder anderen schon: „Ob der Deckel hält“, fragt sich ein Bürger, der sich erst einmal nur langsam mit dem Fuß auf den Betondeckel tastet, wohl weißlich, dass darunter die A59 fließt. Dabei hat er prompt eine Idee für die mögliche Gestaltung der Fläche. „Wie wäre es mit einem Bild des A59-Verkehrs, als ‘gläserner Deckel’?“

Das wäre auch eine Variante. Denn die Entscheidung für die Interims-Gestaltung ist noch nicht gefallen - die Stadt nimmt hier noch gern weitere Vorschläge von Bürgern entgegen. Die Fläche mit dem Werk einer Straßenbildmalerin zu verschönern, kann man sich im Rathaus bereits gut vorstellen.

Städtische Aktionen auf der Platte durchaus denkbar

Auch was Aktionen und Veranstaltungen angeht, die hier künftig stattfinden sollen. Durchaus vorstellen kann sich die Stadtverwaltung auf dem Bahnhofsplatz übrigens auch eigene Aktionen, so Susanne Stölting. In einem der nächsten Schritte sollen im Herbst, frühestens ab Anfang Oktober, die 21 Magnolien zum Gedenken an die 21 Toten der Loveparade auf dem Platz aufgestellt werden.

Die weitere Entwicklung des Bahnhofsvorplatzes werden wir auch künftig mit einem täglichen Foto auf unserem Twitter-Konto @DerWestenDU dokumentieren. Zu unserer Plattensammlung.

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