Verkehrslage

Staus nach A59-Sperrung in Duisburg: Lage entspannt sich

Mitarbeiter des Landesbetriebs Straßenbau kontrollieren den Zustand der Berliner Brücke, die nach dem Lkw-Brand beschädigt ist.

Foto: Christoph Reichwein

Mitarbeiter des Landesbetriebs Straßenbau kontrollieren den Zustand der Berliner Brücke, die nach dem Lkw-Brand beschädigt ist. Foto: Christoph Reichwein

Duisburg.   Bis mindestens Donnerstag ist die A59 gesperrt. Auf den umliegenden Autobahnen bildeten sich im dienstäglichen Berufsverkehr lange Staus, mittlerweile sind die Verkehrsteilnehmer aber aus dem Gröbsten raus.

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Autofahrer müssen sich nach dem Lkw-Brand wegen der Sperrung der A59 Richtung Dinslaken mindestens bis Donnerstag auf Staus auf Autobahnen und auf den Duisburger Straßen einstellen.

Aktuell (Stand: 18.15 Uhr) staut sich der Verkehr auf der A40 in Richtung Essen laut dem WDR an zwei Stellen: Zwischen Duisburg-Häfen und dem Kreuz Duisburg auf einer Länge drei Kilometern, zwischen Mülheim-Heißen und dem Dreieck Essen-Ost stockt der Verkehr auf einer Strecke von zwei Kilometern.

Weitere Beeinträchtigungen gibt es derzeit auf der A3 in Richtung Oberhausen: Zwischen Mettmann und dem Kreuz Oberhausen-West geht es auf einer Länge von zwanzig Kilometern nur stockend voran, hier ist mit einem Zeitverlust von etwa 30 Minuten zu rechnen.

Autounfall am Dienstagvormittag sorgt für zusätzlichen Stau auf A40

Vor dem Kreuz Duisburg staut sich der Verkehr auf der in Richtung Dinslaken gesperrten A59 auf zwei Kilometern Länge, beginnend auf Höhe Duisburg-Zentrum. Wegen Bergungsarbeiten nach einem Unfall geht es auf der A57 zwischen dem Kreuz Kaarst und Moers-Hülsdonk derzeit nur schleppend voran: Der Verkehr stockt auf zwanzig Kilometern Länge.

Am Dienstagvormittag hatte sich auf der A40 zwischen Moers-Zentrum und Neukirchen-Vluyn ein Unfall ereignet, an dem ein Motorradfahrer und zwei Lkw beteiligt waren. Verletzt wurde niemand, während der einige Stunden dauernden Bergungsarbeiten bildete sich zwischenzeitlich ein bis zu acht Kilometer langer Stau, der sich auch auf die A57 Richtung Krefeld auswirkte.

Ergebnisse der Untersuchungen sollen Donnerstag vorliegen

Am Dienstagmorgen hatte der WDR auf der A3 Richtung Köln zwischen Kreuz Oberhausen und Kreuz Kaiserberg zehn Kilometer stockenden Verkehr gemeldet. Der Zeitverlust betrug zwischenzeitlich mehr als 20 Minuten. Auch auf der A40 staute sich schon in den Morgenstunden der Verkehr zwischen dem Kreuz Moers und Duisburg-Homberg in Richtung Duisburg auf sechs Kilometern.

Der Landesbetrieb Straßen.NRW kann noch nicht sagen, wie schwer die Brandschäden an der Brücke der Autobahn 59 in Duisburg sind. Laut Polizei liegt der Sachschaden in Millionenhöhe. Dazu müssten die Ergebnisse der Untersuchungen durch Experten vorliegen, sagte ein Sprecher. Am Donnerstag werde man voraussichtlich wissen, wie die Brücke repariert werden und ob der Verkehr in diesem Bereich zumindest eingeschränkt wieder fließen könne. Anderslautende Meldungen, die von einer Sperrung bis Sonntag berichten, dementierte eine Sprecherin von Straßen NRW am Dienstagmittag.

Brückenschaden in Millionenhöhe – Materialproben werden untersucht

Der Straßenbetrieb lässt Materialproben vom Stahl und Beton des beschädigten Brückenzuges untersuchen sowie weitere statische Berechnungen anstellen, ob auch die Brückenkonstruktion selbst in Mitleidenschaft gezogen wurde. Zugleich wird vorbereitet, wie die beschädigten Drahtseile, die so genannte Brückenvorspannung, wieder erneuert werden können. „Das sind zwei paar Schuhe“, betont der Sprecher.

Aus den Sanierungsarbeiten an der Berliner Brücke vor einigen Jahren ist die „große Umfahrung“ vielen Autofahrern nicht neu. Der NRW-Straßenbetrieb hatte am Montag die roten Umleitungspunkte aufgestellt, die den Fernverkehr wieder über die A40, A 3 und A42 umleiten. Wer die A59 von Düsseldorf aus befährt und Richtung Norden will, der wird im Kreuz Duisburg auf die A40 abgeleitet und zur A3 geführt. Dann geht es auf die A42 und wieder zur A59.

Ampelschaltung an Hauptausfallstraßen verändert

Die Sperrung der Autobahn führt auch zu erheblichen Belastungen der innerstädtischen Straßen, befürchtet die Stadt. Deshalb hat sie als Sofortmaßnahme die Ampelprogramme auf den Hauptausfallstraßen, die als Ausweichstrecken für die gesperrte A59 genutzt werden, optimiert.

Duisburger Verkehrsgesellschaft leitet Busse um

So sind auf der Mülheimer Straße Richtung A40, auf der Wintgensstraße/Meidericher Straße/Emmericher Straße bis zur A42 und der Ruhrorter Straße/Hafenstraße die Ampelphasen für den stadtauswärtsfahrenden Verkehr den höheren Verkehrsmengen angepasst worden. Solange die A59 in Fahrtrichtung Norden gesperrt bleibt, laufen diese optimierten Ampelprogramme mit längeren Grünphasen. Also mindestens bis Donnerstag.

Das soll helfen, „allerdings muss der komplette Verkehr auf den Ausweichstrecken mit Staus rechnen“, so ein Stadtsprecher. Die DVG lässt ihre Autobahn-Linie SB 40 über die B 8 fahren, wodurch es zu Verspätungen kommen wird. Betroffen ist außerdem die Linie 907, die Haltestellen „Unter den Ulmen“, „Lohengrinstraße“, „Meiderich Post“ und „Auf dem Damm“ entfallen für die Dauer der Umleitungsmaßnahme. (mit maik)

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