Prozess

Strafbefehl nach Polizeigewalt: Duisburger Beamter legt Einspruch ein

Auf der Reinerstraße in Bruckhausen eskalierte im Juni ein Polizeieinsatz wegen eines falsch geparkten Autos. Der vom Dienst suspendierte Polizist hat nun Einspruch gegen seinen Strafbefehl eingelegt.

Foto: Annette Kalscheur

Auf der Reinerstraße in Bruckhausen eskalierte im Juni ein Polizeieinsatz wegen eines falsch geparkten Autos. Der vom Dienst suspendierte Polizist hat nun Einspruch gegen seinen Strafbefehl eingelegt. Foto: Annette Kalscheur

Duisburg.  Der Fall der mutmaßlichen Polizeigewalt in Duisburg-Bruckhausen landet vor Gericht: Der suspendierte Beamte hat Einspruch gegen seinen Strafbefehl eingelegt.

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Der Fall des Polizisten, der im vergangenen Jahr bei einem Einsatz im Duisburger Stadtteil Bruckhausen einen Autofahrer getreten und verletzt haben soll, kommt vor Gericht. Der Beamte habe gegen einen Strafbefehl Einspruch eingelegt, sagte eine Gerichtssprecherin am Donnerstag. Damit komme es zu einer Hauptverhandlung. Ein Termin steht noch nicht fest. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen den Beamten wegen Körperverletzung im Amt eine zur Bewährung ausgesetzte Gefängnisstrafe beantragt. Der Duisburger Polizist ist nach wie vor von seinen Dienstpflichten entbunden.

Bei dem Einsatz am 25. Juni 2017 war eine Kontrolle falsch geparkter Autos eskaliert. Der betroffener Autofahrer Mehmet K. hatte die Maßnahmen kritisiert. Als er sich nicht ausweisen wollte, wurde er in einem Hausflur von Polizisten überwältigt und zu Boden gebracht. Dabei soll der Beamte dreimal zugetreten und Mehmet K. damit verletzt haben. Währenddessen hatten sich auf der Straße laut Polizei bis zu 250 Menschen versammelt, die den Einsatz störten oder sogar verhindern wollten. Gegen den mutmaßlichen Falschparker Mehmet K. war wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt worden. Gegen einen Strafbefehl über eine Geldstrafe hatte er ebenfalls Einspruch eingelegt. (dpa/mit maik)

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