Geschäftswelt

Noch gibt es den Werbering Buchholz: Entscheidung fällt bald

Aktivitäten wie der Mädelsabend haben die verkaufsoffenen Sonntage auf der Münchener Straße ersetzt. Diese Veranstaltungen werden nicht mehr von der Buchholzer Werbegemeinschaft organisiert.

Foto: Martin Kerstan

Aktivitäten wie der Mädelsabend haben die verkaufsoffenen Sonntage auf der Münchener Straße ersetzt. Diese Veranstaltungen werden nicht mehr von der Buchholzer Werbegemeinschaft organisiert. Foto: Martin Kerstan

Dusiburg-Buchholz.   Gerüchte um Auflösung dementiert. Doch die jüngeren Geschäftsleute schließen sich der Werbegemeinschaft nicht mehr an. Sie gehen neue Wege

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Die Münchener Straße ist die wichtigste Einkaufsstraße im Duisburger Süden. Dort läuft es gut. Weniger gut ist es dagegen um den Werbering Buchholz bestellt. Doch entgegen anders lautender Gerüchte: Den Werbering Buchholz gibt es noch. „Nein, wir sind noch nicht aufgelöst“, sagt Buchhändlerin Gabriele Scheibe vom Vorstand auf Nachfrage. Eine Entscheidung, wie’s weiter geht, soll in den nächsten Wochen fallen.

Fakt bleibt, dass es immer weniger Kaufleute gibt, die sich im Werbering organisieren wollen. Der Zusammenschluss Buchholzer Geschäftsleute zählt nur noch 18 Mitglieder, es waren mal deutlich mehr. „Es hat ein Generationswechsel in den Läden auf der Münchener Straße stattgefunden. Von den Jüngeren möchte sich niemand mehr im Werbering organisieren“, sagt die Chefin von „Was ihr wollt“. Da geht es dem Werbering ähnlich wie vielen Vereinen.

„Wir sind nicht zerstritten“

Außerdem ist dieser Trend stadtweit zu verzeichnen. Der Werbering Wanheimerort ist neben dem Buchholzer der einzig verbliebene südlich der Duisburger Innenstadt.

Dabei sei das Verhältnis der Buchholzer Kaufleute untereinander gut. „Wir sind nicht zerstritten. Wir reden miteinander“, versichert Scheibe. Die Ladenbesitzer haben es in letzter Zeit durchaus geschafft, attraktive Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Aktionen wie der Mädelsabend oder verkaufsoffenen Freitage wie „Buchholz leuchtet“ werden von den Kunden gut angenommen. „Da engagieren sich auch die jüngeren Ladenbesitzer“, so Scheibe. Offenbar arbeiten die Jüngeren lieber Projektbezogen, wollen sich aber nicht dauerhaft einbinden lassen.

„Gegenüber der Stadt muss man manchmal geschlossen auftreten“

Ist die Zeit der Werbegemeinschaften vorbei? „Vielleicht ist das so“, meint Gabriele Scheibe. Sie hält einen solchen Zusammenschluss dennoch für sinnvoll. „Gegenüber der Stadt muss man manchmal geschlossen auftreten, zum Beispiel wenn es um verkaufsoffene Sonntage geht. Insofern ist es besser, wenn man sichtbar organisiert ist“.

Verkaufsoffene Sonntage wird es allerdings in nächster Zeit kaum geben. „Im Moment macht das keinen Sinn. Die Gefahr, dass Verdi einen verkaufsoffenen Sonntag kurzfristig kippt, ist viel zu groß“, sagt denn auch Gabriele Scheibe. Das Risiko, Monatelang Arbeit in die Organisation eines „überregional interessanten“ Ereignisses zu stecken, das dann doch nicht stattfindet, will in Buchholz vorläufig niemand eingehen.

Mit der Entwicklung der Münchener Straße zufrieden

Insgesamt ist die Werbegemeinschaft mit der Entwicklung der Buchholzer Geschäftswelt zufrieden: „Die Leerstände haben sich gefüllt. Auch der Markt läuft gut und bringt Kunden in den Stadtteil.

Wenn der Werbering tatsächlich weiter macht, muss zunächst ein neuer Vorstand gefunden werden. Der aktuelle Vorsitzende Besat Kaya betreibt seine Eisdiele auf der Münchener Straße gar nicht mehr.

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Werbegemeinschaft: freiwilliger Zusammenschluss freiwilliger Zusammenschlussfreiwilliger Zusammenschluss freiwilliger Zusammenschluss

Eine Werbegemeinschaft ist ein freiwilliger Zusammenschluss von lokalen Geschäftsleuten. Sie ist eine Zweckgemeinschaft.

Ziel einer Werbegemeinschaft ist es, durch gemeinsame Veranstaltungen die Einkaufstraße zu beleben, gerne auch außerhalb der üblichen Geschäftszeiten.

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