Tag der Architektur

Tag der Architektur in Duisburg: Drei Objekte machen mit

Ein Wohnkomplex an der Friedrich-Alfred-Straße 31 in Duisburg kann am Tag der Architektur besichtigt werden.

Ein Wohnkomplex an der Friedrich-Alfred-Straße 31 in Duisburg kann am Tag der Architektur besichtigt werden.

Foto: Annika Feuss Fotografie

Duisburg.  Am letzten Juni-Wochenende können am Tag der Architektur Gärten und Häuser in Duisburg besichtigt werden. In NRW öffnen 170 Objekte die Pforten.

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„Hereinspaziert“ heißt es am Tag der Architektur in Duisburg. In ganz NRW sind am 29. und 30. Juni einige besondere Wohnhäuser, Bauwerke aller Art, Gärten und Parks für Besucher geöffnet. Architekten und Stadtplaner sind vor Ort, um Interessierte ihre Bauprojekte vorzustellen und um zwanglos über Architektur zu diskutieren.

„Räume prägen“ lautet das Motto des diesjährigen Tages der Architektur. „Räume umgeben uns überall, prägen unsere Wahrnehmung und unser Befinden“, erklärt Ernst Uhing, Präsident der Architektenkammer NRW. In Duisburg sind für Architekturfreunde drei Bauprojekte zugänglich.

Barrierefreie Wohnungen

Das Büro „Druschke und Grosser“ öffnet die Türen an der Friedrich-Alfred-Straße 31. Dort entstanden für die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gebag auf rund 1.000 Quadratmetern 14 öffentlich geförderte und barrierefreie Wohnungen. Die Gebag investierte rund 2,7 Millionen Euro, die Bauzeit betrug gut eineinhalb Jahre. „Vor vielen Jahren haben wir das alte Postschulgelände entwickelt. Nun ging es darum, eine Lücke zu schließen und ein Bindeglied zum bestehenden Ärztehaus zu schaffen. Aber wir wollten keine Wiederholung“, betont Bibiana Grosser.

Dabei folgt das Architekturbüro nicht unbedingt jedem Trend. „Wir stellen den Menschen den Mittelpunkt und beziehen die Umgebung mit an.“ Wichtig sei, trotz engem Kostenrahmen, zwei, drei architektonische Höhepunkte zu setzen. Im Fall an der Friedrich-Alfred-Straße sei das ein „schöner, offener, großzügiger Eingang.“

Im Gartenwohnzimmer

Landschaftsarchitekt Christian Pacyna hat in einem Meidericher Hinterhof ein so genanntes Gartenwohnzimmer geschaffen. 130 Quadratmeter ist die Fläche groß, „eher ein kleines Objekt. Wir mussten einen Geräteschuppen integrieren und eine Abstellfläche für die Mülltonnen finden. Also haben wir eine Intimität des Raumes geschaffen, damit man nicht auf dem Präsentierteller sitzt“, erklärt der Duisserner Landschaftsarchitekt, der zum Beispiel auch Mustergärten in der Gruga gestaltete. „Viele Leute kommen über Mund-zu-Mund-Propaganda.“ Pacyna setzte einen Baum, „um das Grün in die dritte Dimension zu bringen.“

Bungalow umgebaut

In Rahm wurde an der Ährenstraße 43 ein Bungalow aus den 1970er Jahren komplett umgestaltet. Die Küchenräume und der Flur wurden geöffnet, zusätzlich wurden Oberlichter zur zusätzlichen Tageslichtversorgung installiert. „Die Raumaufteilung aus den 1970er Jahren war nicht mehr modern. Gemeinsam mit der Bauherrin haben wir überlegt, wie etwas neues, schickes entstehen kann - dabei musste auch die Statik beachtet werden“, erklärt Innenarchitekt Bernd Schüller vom gleichnamigen Büro aus Düsseldorf. So wurde zum Beispiel darüber nachgedacht, Wände zu entfernen. Die Wohnfläche im Erdgeschoss misst rund 95 Quadratmeter. Auch bei der Beratung von Farben und Materialien hat Schüller den Besitzern zur Seite gestanden.

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