Personalnot

Zu wenig Kita-Personal: Harsche Kritik am Jugendamtsleiter

In städtischen Kitas in Duisburg ist der Personal knapp. Die Gewerkschaft Verdi fordert mehr Betreuer und kritisiert den Leiter des Jugendamtes

In städtischen Kitas in Duisburg ist der Personal knapp. Die Gewerkschaft Verdi fordert mehr Betreuer und kritisiert den Leiter des Jugendamtes

Foto: Kerstin Kokoska

Duisburg.   In Duisburg müssen Kindergartenkinder zuhause bleiben, weil in den Kitas Personal fehlt. Jetzt fordert die Gewerkschaft Verdi mehr Personal.

Die Personalnot in städtischen Kitas in Duisburg zieht weitere Kreise. In Bergheim etwa sind Eltern empört, weil ihre Kinder zuhause bleiben sollten. Mit harscher Kritik und klaren Forderungen hat sich jetzt Markus Renner, Gewerkschaftssekretär der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, zu Wort gemeldet.

Empört ist der Gewerkschafter über die Aussagen von Hinrich Köpcke, dem Leiter des Duisburger Jugendamts, der die Personalausstattung in den städtischen Kitas als gut bezeichnet hatte und Probleme als Einzelfälle dargestellt hatte. „Wenn Herr Köpcke sagt, dass die Personalausstattung in den Duisburger Kitas gut sei, dann ist diese Aussage nicht nachvollziehbar“, erklärt Markus Renner. In fast jeder Duisburger Kita fehlten Fachkräfte, zig Stellen seien ausgeschrieben. Renner: „Gut, bzw. sogar herausragend ist nur das Engagement der Erzieherinnen und Erzieher, die arbeiten am Limit.“

Verdi fordert Erlass der Kosten

Die Probleme nehmen aber immer mehr zu, so Verdi. „Da hilft auch der Verweis auf den Springerpool niemandem, denn dieser ist de facto nicht mehr existent. Die Kolleginnen und Kollegen aus diesem Pool stehen nicht zur Verfügung, weil sie sich zum größten Teil in Langzeitvertretungen befinden oder bereits auf lange Zeit hin verplant sind. Kurzfristig einspringen kann derzeit niemand mehr“, so Renner.

Die Gewerkschaft Verdi fordert die ausreichende Einstellung von Fachpersonal. Des Weiteren sollte die Stadt den betroffenen Eltern zumindest die Kosten für die nicht betreuten Tage erlassen. Renner: „Es kann nicht angehen, dass die Eltern für eine Nichtleistung auch noch zahlen sollen.“ iFrame Cleverpush Duisburg WAZ

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