Ermittlungen

Nach Bluttat in Marxloh: 27-Jähriger festgenommen

Abtransport des schwer verletzten 14-jährigen Jungen in der Tatnacht.

Foto: Stephan Eickershoff

Abtransport des schwer verletzten 14-jährigen Jungen in der Tatnacht. Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.  Erste Festnahme nach dem Tod eines 14-Jährigen durch eine Stichverletzung in Duisburg-Marxloh: Ein 27-Jähriger stellt sich der Polizei.

Am Dienstagnachmittag (18. April) hat die Polizei einen 27-jährigen Duisburger festgenommen, der an der Auseinandersetzung in Marxloh beteiligt war, in deren Verlauf ein 14-Jähriger durch einen Stich in den Rücken so schwer verletzt worden war, dass er später im Krankenhaus starb.

Der Mann hatte sich laut einer gemeinsamen Erklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft in Begleitung einer Rechtsanwältin bei der Polizei gestellt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat das zuständige Amtsgericht Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung erlassen. Der 27-Jährige sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen der zehnköpfigen Mordkommission nach dem Tötungsdelikt von Sonntagabend (16. April) an der Marxloher Henriettenstraße laufen weiter auf Hochtouren. Derzeit werden die Aufnahmen der an mehreren Gebäuden angebrachten privaten Überwachungskameras ausgewertet, teilte die Polizei mit. Und es werden Zeugen vernommen, die Angaben über das Geschehen vor dem Wohnhaus des getöteten Jungen machen können.

Privater Streit war offenbar der Auslöser

Nach ersten Hinweisen sollen private Streitigkeiten zwischen Nachbarn im Haus und dem 27-Jährigen der Grund für den Streit gewesen sein. Der jetzt Festgenommene wohnt nicht in dem Haus an der Henriettenstraße, aber auch in Marxloh. Er ist Bulgare.

Auch bei dem 14-jährigen Opfer des Tötungsdeliktes handelt es sich um einen bulgarischen Staatsangehörigen. Leicht verletzt wurden bei der abendlichen Auseinandersetzung auch der 40-jährige Vater des Opfers und ein 39-jähriger Mann, auch sie sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft Bulgaren.

Der getötete 14-jährige Junge und sein Vater waren bei der Auseinandersetzung zu Hilfe geeilt. Wer genau den Jungen tödlich verletzt hat, ist weiter Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Die Obduktion am Dienstag hatte ergeben, dass der Junge an den Folgen eines Stichs in den Rücken gestorben war. (mo)

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