Tarifverhandlungen

Warum einige Müllcontainer in Duisburg im März voll bleiben

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Solche Müllcontainer der Innotec Abfallmanagement GmbH drohen in Duisburg im März überzulaufen. Grund dafür ist ein Tarifstreit.

Solche Müllcontainer der Innotec Abfallmanagement GmbH drohen in Duisburg im März überzulaufen. Grund dafür ist ein Tarifstreit.

Foto: Ralph Heeger / WAZ FotoPool

Duisburg.  Die Gewerkschaft Verdi kündigt Streiks bei einem Duisburger Abfallunternehmen an. Zu den Kunden der Firma zählen Wohnungsgesellschaften.

Die Tarifgespräche bei der Innotec Abfallmanagement GmbH sind vorerst gescheitert. Das teilt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) am Mittwoch nach zähen Verhandlungen mit. Seit August 2020 habe es Gespräche mit der Geschäftsführung über die Einführung eines Tarifvertrages für die rund 30 Beschäftigten am Standort Duisburg gegeben.

Die Gewerkschaft droht nun mit Streiks, die Anfang März beginnen sollen. Die Innotec Abfallmanagement GmbH ist ein Unternehmen der Remondis-Gruppe mit Sitz in Kiel und 450 Beschäftigten bundesweit. Ihr Hauptgeschäftsfeld ist das Abfallmanagement, ihre Kunden sind Wohnungsgesellschaften.

Innotec Abfallmanagement: Probleme bei Leerung der Abfallbehälter erwartet

Während der Arbeitsniederlegung rechnet Verdi mit erheblichen Einschränkungen bei der Bereitstellung und der Leerung der Abfallbehälter. „Ziel unserer Verhandlungen ist ein Tarifvertrag über einheitliche Arbeits- und Einkommensbedingungen für die Beschäftigten der Innotec Abfallmanagement GmbH“, erklärt Gerd Walter, Verhandlungsführer Verdi NRW. Es sollte das Prinzip gleiches Geld für gleiche Arbeit gelten, so die Forderung.

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Bislang habe es drei erfolglose Verhandlungsrunden gegeben. Zuletzt hatte die Arbeitgeberseite am 4. Februar einen Tarifvertrag kategorisch abgelehnt. Als Konsequenz erklärt die Verdi-Tarifkommission die Verhandlungen nun als gescheitert.

Gewerkschaft fordert für Mitarbeiter einen Stundenlohn von 11,88 Euro

Der Verdi-Bundesvorstand wurde um Zustimmung für Arbeitskampfmaßnahmen gebeten. „Im Zweifel auch unbefristet“, so Walter. Aktuell liegen die Entgelte der Liegenschaftsbetreuer knapp über dem Branchenmindestlohn der Abfallwirtschaft in Höhe von 10,25 Euro.

Die Forderung der Gewerkschaft liegt bei 11,88 Euro im Einstieg und 12,54 Euro für Beschäftigte mit Branchenerfahrung. „Eine Forderung, die nicht realitätsfern ist“, so der Gewerkschafter, zumal die Wettbewerber Beschäftigte monatlich mit rund 300 Euro mehr vergüten würden.

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