Rhein-Ruhr-Marathon

Ärger und Warterei beim Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg

| Lesedauer: 2 Minuten
Die Handbiker-Trophy, die um 8 Uhr als erste auf die Strecke beim Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg gehen sollten, üben sich in Geduld. Falsch geparkte Autos sind der Grund für eine Verspätung von über einer Stunde.

Die Handbiker-Trophy, die um 8 Uhr als erste auf die Strecke beim Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg gehen sollten, üben sich in Geduld. Falsch geparkte Autos sind der Grund für eine Verspätung von über einer Stunde.

Foto: Martin Möller / FFS / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Der Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg startet mit großen Verspätungen. Das ist der Grund, warum über 4000 Starter warten müssen.

Die Nerven der Läufer beim diesjährigen Rhein-Ruhr-Marathon wurden am Sonntag strapaziert, denn: Alle Starts verschoben sich um mindestens eine Stunde.

Die Handbike-Trophy, die um 8 Uhr an den Start gehen sollte, konnte erst um 9.11 Uhr losfahren. Oberbürgermeister Sören Link zählte von 10 runter und dann setzte sich das Feld in Bewegung.

Ursächlich für die Verzögerung waren Autos, die trotz Verbots und entsprechender Beschilderung entlang der Strecke geparkt hatten und erst abgeschleppt werden mussten.

Polizei: Stadt schleppt seit 4 Uhr morgens ab

Der Moderator beim Marathon mutmaßte, dass der ein oder andere Besucher des Schützenfests der Bruderschaft Buchholz „die Lampen anhatte und das Auto stehen gelassen hat“. Das stimmt aber nicht, sagt Stadtsprecher Peter Hilbrands. Das Bürger- und Ordnungsamt sei mit einem ersten Team bereits seit 2 Uhr nachts unterwegs gewesen. „Insgesamt vier Teams mussten leider an der Strecke insgesamt 59 Fahrzeuge abschleppen lassen“, erklärt er. Das seien deutlich mehr als beim Marathon vor Corona.

Schwerpunkte waren demnach Hochfeld, Rheinhausen und Großenbaum, allerdings nicht Buchholz. Wer sein Auto vermisst, möge sich an die Polizei wenden.

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Läufer reagieren gelassen bis verärgert auf die Verspätung

Ein „alter Hase“ unter den Läufern sagt gelassen, dass diese Verspätungen „fast immer“ passieren. Ein anderer indes, Klaus aus Wesel (65), hat schon rund 30 Inline-Marathons absolviert und „eine so große Verspätung noch nie erlebt“.

Pfarrer Jürgen Muthmann, der den Läufern einige Worte aus dem Buch Mose mit auf die Strecke geben wollte, kürzt sein Vorhaben ab und gibt nur einen „Speed-Segen“ für Kraft, Ausdauer und Schutz.

Mit rund 4000 Startern sind deutlich weniger zum Rhein-Ruhr-Marathon gekommen als 2019, damals zählte der Stadtsportbund 5638 Teilnehmer. Die meisten wollen an diesem Sonntag einen Halb-Marathon bewältigen. Knapp 800 Marathonis wagen sich auf die 42,195 Kilometer lange Herausforderung.

Das sind die weiteren Startzeiten:

  • 9.15 Uhr Inliner
  • 9.24 Uhr Ekiden-Lauf
  • 9.26 Uhr Marathon
  • 9.45 Uhr Staffel-Lauf
  • 10.20 Uhr Halb-Marathon

Auf diesem Plan kann man sehen, welche Straßen gesperrt sind.

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