Valentinstag

Wenn sich aus dem Verliebtsein eine tiefe Liebe entwickelt

Aus dem anfänglichen Gefühl des Verliebtseins kann sich im Laufe der Zeit Liebe entwickeln.

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Aus dem anfänglichen Gefühl des Verliebtseins kann sich im Laufe der Zeit Liebe entwickeln. Foto: imago

Duisburg.   Peer Abilgaard, Chefarzt der Sana-Kliniken, beschäftigt sich mit den Schmetterlingen im Bauch – und wie daraus eine innige Beziehung werden kann.

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Es ist wieder soweit: Der Valentinstag steht an. Während der Absatz für Pralinen und Blumen vielerorts in die Höhe steigt, stellt sich Peer Abilgaard folgende Frage: „Gibt es einen Unterschied zwischen Verliebtsein und Liebe? „Ja“, behauptet der Chefarzt der Psychiatrie der Sana-Kliniken in Duisburg. „Denn Verliebtsein meint eher die erste Phase einer Beziehung, aus der überhaupt erst eine Liebesbeziehung werden könnte.“

Attraktivität ist der erste Schlüssel

Das hat den Grund, dass jemand den neuen Partner noch gar nicht so genau kennt. Allerdings „findet er ihn attraktiv genug, um ihn zum Ziel seines Werbens zu machen“, so Abilgaard. Die Attraktivität ist zu diesem Zeitpunkt der Schlüsselbegriff.

Die gegenseitige Anziehung ist der erste Schritt zum Verliebtsein. Aber Vorsicht: Jetzt wird es etwas unromantisch. Denn jemand, der verliebt ist, projiziert Wünsche und Hoffnungen hinsichtlich der Attraktivität auf seinen Gegenüber. Damit meint der Chefarzt: „Unter Umständen ist die Illusion, seinen Gegenüber fest bei sich zu haben, Teil einer rauschhaft erlebten Phase.“

Aus „Berauschtheit“ kann sich Liebe entwickeln

Aus dieser „Berauschtheit“ kann sich schließlich Liebe entwickeln. Es ist ein Gefühl, „dem wir uns völlig hingeben können und das für uns alles Glück der Erde bedeutet.“ Der Übergang vom „Verliebtsein“ hin zu „Liebe“ ist für den Arzt ein ständiger Prozess, der Paaren viel abverlangt – auch, weil es heutzutage keine klassischen Rollenverteilungen mehr gibt.

Der Wunsch, den Partner besitzen zu wollen, hat eine erhebliche Sprengkraft. „Er löst vielleicht Flucht aus und genauso wie das Liebesobjekt unrealistisch erobert worden ist, ist es nun Träger aller schlechten Eigenschaften, die ein Menschen haben kann“, warnt der ehemalige Leiter der Helios Kliniken.

Eine Erfolgsformel für die ewige Liebe gibt es nicht: „Da kann man keine generellen Empfehlungen geben, denn jeder ist schließlich anders“, so die etwas ernüchternde Aussage des Experten. Aber einen Tipp, damit es klappen kann, hat er dennoch parat: „Ich wünsche allen Verliebten, dass sie gut die Kurve kriegen in Richtung Liebe. Und das gelingt natürlich um so leichter, je ungetrübter der Blick auf den anderen war, und je geringer der Druck ist, wer und was denn als attraktiv zu gelten habe.“

Umfrage in der Innenstadt: Wollen Sie fasten? Und falls ja, wie? 

Die Karnevalszeit ist vorbei. Der Alkohol fließt nicht mehr in Strömen und Berliner Ballen gibt’s nicht mehr günstig im Angebot. Mit dem heutigen Aschermittwoch beginnt die christliche Fastenzeit. Sie endet traditionell nach 40 Tagen, das fällt in diesem Jahr auf den 29. März.

Das katholische Hilfswerk „Misereor“ teilt mit, dass bei einer Meinungsumfrage 48 Prozent der Befragten auf Alkohol und 47 Prozent auf Süßes verzichten wollen. Duisburger Bürger schließen sich diesem Meinungsbild bei einer Umfrage in der City an. 40 Tage am Stück gefastet haben sie aber noch nicht. Und haben es auch nicht vor.

Religiöser Aspekt spielt keine Rolle

Beim Fasten geht es für Kirsten Heinrich (53) um zwei prinzipielle Dinge: bewusst von morgens bis abends überhaupt nichts zu essen oder den Körper durch den Verzicht auf Süßigkeiten oder Alkohol zu entgiften. „Jedoch habe ich es selbst noch nicht ausprobiert“, gibt sie zu. Der religiöse Aspekt – 40 Tage am Stück zu Fasten – spiele für sie gar keine Rolle.

Die evangelische Kirche wirbt in diesem Jahr mit dem Aufruf „Fasten für die Umwelt“ – konkret bedeutet das: Das Auto soll in der nächsten Zeit in der Garage stehen bleiben. Ziel für die evangelische Kirche sei es, jeden einzelnen Fastenden zum Nachdenken zu bringen und so auch dem Planeten zu helfen. Für manchen Befragten war dies ein sinnvoller Vorschlag – so etwa auch für Maria Wieczorek und Horst Vogel. „Als Rentner benötigen wir unser Auto sowieso nicht. Das Autofahren ist uns nicht mehr so wichtig wie es früher einmal war. Viele Strecken können wir zu Fuß bewältigen.“

Freiwillige Entscheidung

Kirsten Heinrich sieht in diesem Vorschlag ähnlich viel Positives. Wichtig für sie ist, dass das Fasten „für jeden eine freiwillige Entscheidung ist“.

Die Befragten könnten sich also vorstellen, auf Alkohol, Süßigkeiten oder ihr Auto zu verzichten. Allerdings ohne ein zeitliches Limit.

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