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Ärger um neuen Schimanski-Film

Foto: fotoagentur-ruhr

Rheinhauser befürchten Imageschaden des Stadtteils durch die Handlung der neuesten Krimi-Folge. Der WDR beschwichtigt.

Der neue „Schimanski”-Krimi mit Hauptdarsteller Götz George spielt in Rheinhausen. Seit dieser Woche wird in Köln gedreht, im März werden die Kameras in Duisburg zweitgrößtem Stadtteil aufgebaut. Doch kein Jubel, vielmehr ein eher Aufschrei ging durch Rheinhausen, als der WDR die Handlung des Fernsehfilms bekannt gegeben hatte. Stein des Anstoßes sind die Formulierungen „eine ehemalige Bergmanns-Siedlung unweit ... Duisburg” und Rheinhausen als ein „vom Niedergang bedrohter Ort”.

Solche Aussagen würden dem Image des Stadtteils schaden und vor allem im Gegensatz zu den Fakten stehen, wettern Bezirkspolitiker und schreiben Protestbriefe an den Westdeutschen Rundfunk in Köln. Dort hieß es gestern, es handele sich um ein „Missverständnis”. Der fiktive Film spiele im modernen Duisburg, Thema sei der Strukturwandel. Nur in kurzen Rückblicken werde mit Archivmaterial auf den Arbeiterkampf gegen die Krupp-Schließung und dem Wegfall tausender Jobs Bezug genommen. „Wir wollen keineswegs alte Wunden aufreißen”, sagte WDR-Sprecherin Barbara Feiereis gestern und entschuldigte sich für „unglückliche” Formulierungen.

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