Politik Rheinhausen

Astrid Hanske ist neue Bezirksbürgermeisterin

Astrid Hanske und Jörg Schormann: Sie ist neuen Rheinhauser Bezirksbürgermeisterin, er neues Gremiums-Mitglied. Beide folgen auf Winfried Boeckhorst, er in der Bezirksvertretung, sie im Amt des Bezirksbürgermeisters.

Astrid Hanske und Jörg Schormann: Sie ist neuen Rheinhauser Bezirksbürgermeisterin, er neues Gremiums-Mitglied. Beide folgen auf Winfried Boeckhorst, er in der Bezirksvertretung, sie im Amt des Bezirksbürgermeisters.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Duisburg-rheinhausen.   62-jährige SPD-Frau ist neue Bezirksbürgermeisterin in Rheinhausen, löst Winfried Boeckhorst ab. Jörg Schormann rückt in Bezirksvertretung nach.

In der Rheinhauser Bezirksvertretung ist eines üblich: Kommen externe Experten ins Haus, kommen die entsprechenden Tagesordnungspunkte zuerst dran. Will heißen, die Wahl der neuen Bezirksbürgermeisterin verzögerte sich um zwei Stunden. Die wurden benötigt, um zum Dauerthema Sanierung der Brücke An der Cölve vom hiesigen Beigeordneten Carsten Tum und vom Moerser Bürgermeister Christoph Fleischhauer (CDU) einen aktuellen Sachstand zu erfahren. Dazu später mehr.

Um kurz nach 18 Uhr war sie gewählt, die Nachfolgerin von Bezirksbürgermeister Winfried Boeckhorst (SPD). Die erwartungsgemäß von der SPD ins Rennen geschickte Astrid Hanske (62) bekam neun der angegeben 15 Stimmen, zwei stimmten gegen die Kandidatin, vier Bezirksvertreter enthielten sich der Stimme.

„Ich freue mich“, sagte die sichtlich errötete neue Bezirksbürgermeisterin, als sie in einer kurzen Rede das Amt annahm. Es sei wichtig, für alle Menschen im Bezirk da zu sein und im Gremium eben nicht nur für ihre SPD-Fraktion. „Winfried Boeckhorst hat zum Start einer jeden Sitzung immer ein Zitat berühmter Literaten gesagt. Das werde ich jedoch nicht tun“, so die Lehrerin, die in Rumeln-Kaldenhausen der Awo vorsteht. Sie wolle niemanden kopieren, sagte sie als Begründung.

Lange Debatte um die Sanierung der Cölve-Brücke

In der Debatte um die Sanierung der maroden Brücke An der Cölve wurde eines erneut klar: Es wird lange dauern, bis ein Neubau steht, selbst der Bau einer Behelfsbrücke benötige einen immensen Vorlauf. Laut Moerser Bürgermeister brauche die Deutsche Bahn drei Jahre, um für die Zeit des Umbaus und der damit verbundenen Sperrung der Strecke, Ersatzrouten für die Züge zu organisieren. „Insgesamt ist von einer Zeit von fünf Jahren plus X auszugehen, bis eine neue Querung steht“, sagte er.

Die beiden Städte wollen eng zusammenarbeiten, sagte auch Carsten Tum. Es gelte jetzt, die für Ende März vom Moerser Stadtwerk Enni angekündigte Machbarkeitsstudie abzuwarten. Das Gremium beschloss zudem eine Begleitkommission mit Teilnehmern aus Moers und Duisburg, die stets schnell über Neuigkeiten informiert und Transparenz in das Projekt bringen würde.

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