Verkehr

Bahnhof Rheinhausen wird zügig umgebaut

Der Bahnsteig und die Rampe zu den Gleisen 3 und 4 am Bahnhof Rheinhausen sind fast fertig. Jetzt laufen die Bauarbeiten zum Bahnsteig und zur Rampe für das Gleis 1 und 2 in Friemersheim auf Hochtouren.

Der Bahnsteig und die Rampe zu den Gleisen 3 und 4 am Bahnhof Rheinhausen sind fast fertig. Jetzt laufen die Bauarbeiten zum Bahnsteig und zur Rampe für das Gleis 1 und 2 in Friemersheim auf Hochtouren.

Foto: FUNKE Foto Services

Duisburg.  Bauarbeiten auf dem Gelände der Deutschen Bahn in Friemersheim sind voll im Plan. 3,3 Millionen Euro Baukosten sollen nicht überschritten werden.

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Es geht auch ganz ohne Planwirtschaft. Denn der frei ausgeschriebene Umbau des Bahnhofs Rheinhausen ist voll im Plan: Seit dem Start Ende April sind schon mehr als die Hälfte der Bauarbeiten (wir berichteten) auf dem Bahnareal an der Windmühlenstraße in Friemersheim erledigt. Wie die Dinge stehen, wird das Planziel erreicht werden, der Abschluss des Umbaus im zweiten Quartal 2015. Das bestätigte auch ein Bahnsprecher.

Halbzeit am Bahnhof Rheinhausen, ein Zwischenbericht: Gleis 3 und 4 sind schon fast fertig. Die Bahnsteige wurden von 38 auf 76 Zentimeter erhöht, um sowohl behinderten wie nicht behinderten Fahrgästen ein bequemeres Ein-und Aussteigen zu ermöglichen. Sie wurden auch auf 185 Metern Gesamtlänge neu plattiert. Die Gefahrenzonen an den Bahnsteigkanten, jeweils 90 Zentimeter breit, wurden nicht nur wie bisher mit einer weißen Trennlinie markiert, sondern zusätzlich deutlich schraffiert. Die klare Botschaft: Abstand halten!

Decke der Unterführung betoniert

Die alte überdachte Wartezone wurde abgerissen und durch eine moderne Unterstellmöglichkeit aus Stahl ersetzt. Auch die Sitzbänke sind jetzt aus unkaputtbarem Stahl. Die Bänke umgeben jetzt Sitznischen aus weiß schraffiertem Plexiglas. Auffallend: Insgesamt sind die neuen Wartezonen ein paar Meter kürzer geraten als ihre Vorgänger.

Ein zentrales Ziel war und ist es, den Bahnhof Rheinhausen barrierefrei für Rollstuhl- oder Rollatorfahrer zu gestalten. Dazu werden zwei Rampen Richtung Krefeld, also Westen errichtet, jeweils 80 Meter lang, damit der Weg zu und von den Gleisen nicht zu steil ausfällt. An den hohen Betonwänden links und rechts davon werden jeweils zwei durchgehende Handläufe angebracht, der eine, etwas tiefere, für Kinder, der andere, etwas höhere, für Erwachsene. Die Rampe an Gleis 3 und 4 ist schon fix und fertig, wird auch schon benutzt. Die andere Rampe an Gleis 1 und 2 ist etwa zu einem Drittel fertiggestellt, hier rollen noch die Bagger, schachten aus. Und hinter den eingerammten Spundwänden müssen noch die Wände betoniert werden.

Auf den Bahnsteigen 1 und 2 wartet freilich das Gros der verbliebenen Arbeiten für die zehn bis 20 Bauarbeiter der ausführenden Unternehmens Albert Fischer GmbH aus Elze bei Hildesheim in Niedersachsen. Hier ist erst ein kleiner Teil des Bahnsteigs in Angriff genommen worden. Der größte Teil dieser Bahnsteige muss ebenfalls erhöht, plattiert und schraffiert werden, bevor auch hier ein neues stählernes Wartehäuschen mit Sitzbänken installiert wird. Auch im Untergrund, hat sich inzwischen etwas getan: Zwar sieht die Unterführung unter den Bahngleisen und -steigen, für die die Stadt Duisburg zuständig ist, immer noch so schummerig-schmuddelig aus wie die Kulisse zu einem New Yorker U-Bahn-Thriller.

Video-Überwachung kommt zuletzt

Aber immerhin wurden hier Teile der Decke neu betoniert und damit befestigt, im Bereich der Bahnsteige. Unschön sind die Kabel und Rohre in den Decken dazwischen. Auch eine neue, starke und effektive Beleuchtung würde dazu beitragen, sich in der unterirdischen Passage wohler zu fühlen. Auf Gleis 3 und 4 ist man schon ein Stück weiter, hier ist bereits die neue Beleuchtung installiert. Auch die neuen Stellwände für die Fahrpläne sowie moderne Abfallbehälter sind hier aufgestellt. Im Frühjahr, kurz vor Ende der Bauarbeiten, soll dann auf beiden Bahnsteigen erstmals die neue und von vielen Bürgern geforderte Videoüberwachung installiert werden.


Die Kosten:
Die Bauarbeiten sollen
pünktlich im zweiten Quartal 2015 beendet sein. Anders als bei Großprojekten wie in Berlin, Hamburg oder Stuttgart sind auch die Kosten für den Umbau des Bahnhofs Rheinhausen im Soll. Bei den geplanten 3,3 Millionen Euro Kosten soll Endstation sein. „Es bleibt dabei“, so ein Bahnsprecher. Bund und Bahn tragen 2,4 Millionen Euro, den Rest das Land NRW.

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