Freizeit im Westen

Begeistert von Boule

Christoph und Ludger beim Boule-Turnier des Homberger TV Foto:

Christoph und Ludger beim Boule-Turnier des Homberger TV Foto:

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FFS

Homberg.  Der Homberger TV pflegt seit zwei Jahrzehnten das Spiel mit der Kugel. Wer mag, kann den Freizeitspaß mit Urlaubsflair ausprobieren

Viele werden den südeuropäischen Sport aus dem Urlaub kennen. Boule-Spieler stehen mit den Füßen im Sand, blicken konzentriert aufs Spielfeld und werfen Kugeln gewieft in die Höhe. Es herrschte schon ein bisschen Urlaubsfeeling, als der Homberger Turnverein (Homberger TV) am Samstag zum offenen Bouleturnier einlud.

Seit mehr als 20 Jahren wird beim HTV geboult. „Die Kugeln sind aus Metall und wiegen rund 700 Gramm“, sagte Elke Schottek, zuständig für die Boule-Abteilung. Sie selber spielt seit 25 Jahren Boule: „Mein Mann entdeckte das Spiel damals mit Freunden. Sie trafen sich im Homberger Park, um zu boulen.“ Da die Schotteks im Homberger TV aktiv waren, entstand die Idee, den Boule-Sport für alle erfahrbar zu machen. In wenigen Wochen war die Boule-Bahn fertiggestellt.

Seitdem rollen die Kugeln. Jetzt konnte die Boule-Abteilung zum 14. Mal ihr Turnier ausrichten. Am Wochenende war auf der Sportanlage am Friesenplatz in Alt-Homberg viel los. Freizeitspieler und Vereinsspieler kamen zusammen, um ihren Sport hochleben zu lassen. Viele befreundete Vereine aus Duisburg sowie Aachen, Wuppertal und den Niederlanden waren dabei. Einige Mannschaften waren aus der Boule-Liga und von landesweiten Meisterschaften bekannt.

Das Schweinchen wird gejagt

Gespielt wurde ein Doublett-Turnier, bei dem zwei Teams gegeneinander spielen. Die ersten drei Runden spielten die Boule-Sportler nach dem Schweizer System: Gewinner gegen Gewinner und Verlierer gegen Verlierer. Danach ging es im K.O.-System weiter. Aber alles begann ganz simpel: Ein Spieler nahm die kleine Zielkugel in die Hand. Sie ist in etwa so groß wie ein Tischtennisball. „Diese Kugel wird Schweinchen oder Sau genannt“, erklärte Schottek. Das „Schweinchen“ wurde sechs bis zehn Meter ins Spielfeld geworfen. Der Gegner stellte sich in den Boule-Kreis und warf die Metallkugel nah an die Zielkugel.

Unterschiedliche Wurfarten

Dabei gibt es verschiedene Wurfarten. Einmal legend, indem man die Kugel nahezu rollt und einmal schießend, indem die Wurfkugel die liegende Kugel wegschiebt. Eindrucksvoll zeigten die Spieler den Demi-Portée. Das ist ein Wurf, bei dem man die Kugel mit halbhohem Abwurfbogen aus der Hocke oder aus dem Stand wirft und sie ohne Rollen aufkommen lässt. Beim Halb-Portée kam die Kugel nach einem Dreiviertel der Flugstrecke auf und rollte dann auf die anderen Kugeln zu. Yvonne Verbeek vom Jeu de Boules Club aus dem niederländischen Dongen kam mit vier weiteren Spielern nach Homberg.„Boule wird in den Niederlanden eher als Altensport gesehen. Dabei ist Boule ein toller Outdoor-Sport, bei dem man nachdenken muss, im Team spielt und an der frischen Luft ist.“

>>> BOULE FÜR ALLE

„Wer selbst mitmachen will ist beim Homberger TV herzlich willkommen“, sagt Elke Schottek.

Folgende Trainingszeiten gibt es im Boulodrom, Friesenplatz 1, direkt neben der Wilhelm-Otto-Halle: Dienstag ab 16:30 Uhr - freies Spielen, Dienstag ab 18:30 Uhr - Training, Donnerstag ab 16:30 Uhr - freies Spielen. Sonntag ab 10:30 Uhr - freies Spielen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben