Musikerziehung

Bei Rosenberger-Pügner in Rumeln lernen Schüler fürs Leben

Jetzt aber ran: Musikschulkinder beim Glockenspiel.

Foto: Ulla Michels

Jetzt aber ran: Musikschulkinder beim Glockenspiel. Foto: Ulla Michels

Duisburg-rumeln/Kaldenhausen.   Rund 900 Schüler betreut die Musikschule - vom Kleinkind- bis ins Seniorenalter. Beim Sommerfest führten sie vor, was sie schon können.

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Ein Tag gespickt mit Musik und Kunst: Das Sommerfest der Musikschule Rosenberger-Pügner zeigt jedes Jahr, wie kreativ und lebendig es in einer Musikschule zugehen kann. So war es auch am Sonntag: Klänge erfüllten den Innenhof an der Dorfstraße in Rumeln-Kaldenhausen, Kinder präsentierten stolz ihr Können und die Besucher sahen sich an den liebevoll dekorierten Ständen um.

Bei bestem Sommerwetter war auf drei Bühnen rund um das Kulturspielhaus und an der Gemeinschaftsgrundschule Marienfeldschule viel los: Hunderte Besucher kamen über den Tag verteilt, nahmen unter freiem Himmel Platz und lauschten den zahlreichen Aufführungen der Musikschüler.

„Aktuell betreuen wir 900 Schüler an unseren beiden Standorten Rumeln-Kaldenhausen und Rheinberg“, sagte Lisa Pügner. Das Altersspektrum der Schüler reiche vom Kleinkind bis ins hohe Seniorenalter. „Durch das Sommerfest lernen uns neue Leute kennen. Auch erfahrenen Schülern können wir zeigen, welche anderen Kurse wir noch anbieten“, so Pügner.

Der Familie liegt die Musik im Blut

Die Musik liegt der Familie Rosenberger-Pügner im Blut: Lisa und ihr Bruder Tim Pügner sind ebenso musikbegeistert wie ihre Eltern. Delia Rosenberger-Pügner und Ingo Pügner gründeten die Musikschule 1981 in Rumeln-Kaldenhausen. Seither deckt die Musikschule alle Genres ab: Rockige Töne auf dem Schlagzeug werden ebenso gespielt wie die barocke Geige, die Ukulele oder das Jazzsaxophon. Aus allen Sparten kommen auch die Lehrer: Sie spielen in der Duisburger Philharmonie oder in eigenen Bands. 30 arbeiten aktuell in der Musikschule.

Am Sonntag gab’s Gelegenheit, sie persönlich kennenzulernen. Unter fachlicher Anleitung fiel das Ausprobieren von Instrumenten nicht schwer. Benjamin war eines der neugierigen Kids: Der Vierjährige kam mit Mutter Sabrina Wesnesky zum Fest. Er nahm am Schlagzeug Platz, schnappte sich just die Drumsticks. Mutter Sabrina machte gleich ein paar Fotos fürs Familienalbum. „Wir haben uns gerade draußen die Vorführungen der Musikschüler angesehen“, erklärte sie. „Da hat er gesagt: Mama, das möchte ich auch machen!“

Musik ist auch im Theater wichtig

Nach voller Konzentration am Instrument tobte Benjamin im Hof auf der Hüpfburg. Kreativ ging’s an den Ständen zu: Das Institut für Theaterpädagogik „Theatervolk“ informierte über sein Programm. In Aufführungen zeigten die jungen Schauspieler, dass Musik eine tragende Rolle im Theater spielt.

Einen besonderen Stand betreute Dozentin Angelika Fohl. Hier bastelten große und kleine Besucher mit Bechern, Erbsen und Salz eigene Rasseln. „Wir möchten Kinder spielerisch an die Musik heranführen“, sagte Fohl. Seit 2001 ist sie Musikschullehrerin am Standort Rheinberg. „Menschen jeden Alters, mit und ohne Behinderung, lernen durch Musik Eigenständigkeit, ein Stück weit Hartnäckigkeit und Ehrgeiz fürs Leben“, erklärte Fohl. Jeder lasse sich fördern, es brauche aber auch Training.

Wiegenlieder mit Rasseln

Und das Training lohnt sich: So präsentierten die „Cup Cakes“, angeleitet von Klarinettist und Saxophonist Eddy Mioska, ausgewählte Filmmusik aus „Star Wars“ und „Fluch der Karibik“. Wer’s klassisch mochte, wurde bei Uta Kraus fündig: Angrenzend an die Musikschule im Kulturspielhaus, präsentierten ihre Schüler Musikstücke auf dem Piano und der Geige. Neugierig machte der „Baby-Musikgarten“. Kinder ab sechs Monaten zeigten mit ihren Eltern, dass sie zu Wiegenliedern mit Rasseln und Trommeln den Rhythmus fühlen.

Viele Eltern machten nach den Schnupperkursen einen Abstecher zur Marienfeldschule. Auf einem Kindertrödelmarkt bot der schuleigene Förderverein Gelegenheit zum entspannten Shopping. Was die Musikschule künftig plant? Weitere engagierte Arbeit, sagte Pügner: „Wir wollen die Kooperation mit Schulen und Kindergärten ausbauen. Jeder soll unabhängig seiner Herkunft erleben können, wie schön Musik ist und dass sie Menschen zusammenführt.“

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