Lebensgemeinschaften

Bewohner des Mehrgenerationenhauses feierten in Rumeln

Sommerfest im Regen: Die Bewohner und Gäste des Mehrgenerationenhauses an der Kirchfeldstraße in Rumeln-Kaldenhausen erwiesen sich als wetterfest.  Foto:

Sommerfest im Regen: Die Bewohner und Gäste des Mehrgenerationenhauses an der Kirchfeldstraße in Rumeln-Kaldenhausen erwiesen sich als wetterfest. Foto:

Foto: Ulla Michels / FUNKE Foto Services

Duisburg-Rumeln/Kaldenhausen.  2017 wurde das Haus des Bauvereins bezogen. Heute leben dort rund 100 Menschen, allein 15 Familien mit Kindern. Jetzt wurde gemeinsam gefeiert.

Bei der Planung fürs Fest waren die Organisatoren 40 Grad Hitze über die Woche ausgesetzt. Jetzt prasselt ein gewaltiger Landregen auf die aufgestellten Pavillons - und alle 70 Besucher suchen erst einmal Schutz darunter. Es ist das zweite Sommerfest des Mehrgenerationenhauses an der Rumelner Kirchfeldstraße, das aber deswegen noch lange nicht „ins Wasser fällt“.

Der Verein „W.I.R. - Wohnen in Rumeln“ organisierte das Fest im großen Innenhof

Der Mehrgenerationenkomplex des Bauvereins Friemersheim wurde 2017 zum ersten Mal bezogen, darin befinden sich 50 Wohneinheiten zwischen 50 und 120 Quadratmetern, neun Häuser und drei Eigentumswohnungen, die alle vergeben sind. Etwa 100 Bewohner leben dort, darunter auch 15 Familien mit knapp 30 Kindern. Das Besondere: Der Verein „W.I.R. - Wohnen in Rumeln“ e.V. organisiert die Freizeitaktivitäten für die Mieter, hat auch dieses Sommerfest inmitten des großen Innenhofes auf den Weg gebracht. Und die Mieter haben Spaß bei Würstchen, selbst gemachten Salaten, Popcorn und kalten Getränken.

Thorsten Schäfer, 1. Vorsitzender des Vereins, sagt: „Wir haben einen funktionierenden Nachbarschaftstreff im Haus, bei dem wir alle gemeinsamen Aktivitäten koordinieren.“ In den Focus rücken jetzt vorwiegend die Angebote für Kinder. „Im Keller entsteht demnächst ein Freizeitraum für Kids, den sie selbst mitgestalten können“, sagt der 49-jährige Familienvater. Mehrere Spielgeräte und eine Tischtennisplatte sollen dafür angeschafft werden. „Und einmal im Monat wollen wir demnächst ein Kinderkino hier veranstalten.“

Zentrale Anlaufstelle ist der Gruppenraum, in dem es immer mittwochs zwischen 15 und 17 Uhr, auch Kaffee und Kuchen gibt. „Nachbarn kommen öfter zu uns zu einem Pläuschchen vorbei, so findet ein reger Austausch statt“, sagt Ralf Mlynarczyk, ebenfalls aus dem Vorstand von „W.I.R“. Schon einen „Kultstatus“ habe der Spieleabend im Gruppenraum, jeden Dienstagabend ab 18 Uhr. „Bei uns wird sogar noch richtig zünftig Skat gekloppt“, sagt Thorsten Schäfer. Aber natürlich auch Uno oder Rummy-Cub gespielt.

Alle 14 Tage eröffnet die Konzeptkneipe „An der Ecke“

„An der Ecke“ heißt die Konzeptkneipe, die alle 14 Tage freitags bei schönem Wetter auch draußen stattfindet. „Beim letzten Mal kamen 30 Leute auf ein Bierchen zusammen und es wurde geklönt.“ Jeden 1. Samstag im Monat gibt es ein gemeinsames Frühstück im Gruppenraum. „Jeder der Teilnehmer trägt dann etwas dazu bei“, so Schäfer.

Am ersten Sonntag im Monat kochen drei Hobby-Köche für die Gemeinschaft. „Man muss sich dann vorher aber anmelden.“ Ein großes Fest hatten die Bewohner des Mehrgenerationenkomplexes schon zum Tag des Nachbarn am 25. Juni organisiert. „Da hatten wir auch etwa 70 Gäste“, sagt Thorsten Schäfer.

Ben, 16 Jahre, gefällt die freundschaftliche Atmosphäre zwischen den Bewohnern

Weitere Aktionen für Nikolaus und Weihnachten sind geplant. Und wie findet die junge Generation diese Form der Nachbarschaft? Ben Schäfer, 16 Jahre, sagt: „Es herrscht eine sehr freundschaftliche Atmosphäre hier zwischen den Leuten, und man hilft sich noch gegenseitig. Außerdem sind die vielen Aktivitäten des Vereins klasse.“

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