Natur

Bienenmuseum in Rumeln-Kaldenhausen bekommt einen Lehrpfad

Wolfgang Neiß zeigt das Insektenhotel am Bienenmuseum, das auch nach der Umgestaltung dort bleiben wird.

Foto: elwi

Wolfgang Neiß zeigt das Insektenhotel am Bienenmuseum, das auch nach der Umgestaltung dort bleiben wird. Foto: elwi

Einen Bienenweide-Lehrpfad soll es künftig auf dem Außengelände des Bienenmuseums in Rumeln-Kaldenhausen geben. Erste Arbeiten dazu stehen an

Ein blumiges Banner prangt an der Außenwand des Bienenmuseums in Rumeln-Kaldenhausen. „Hier entsteht ein Wildbienengarten und ein Lehrpfad für bienenfreundliche Pflanzen“ ist darauf zu lesen. Darunter sieht der Boden allerdings aktuell noch ziemlich kahl aus. „Wir haben leider festgestellt, dass der ganze Garten hier so tief verwurzelt ist, dass wir sie mit eigenen Mitteln nicht beseitigen können“, erklärt Wolfgang Neiß. Der zweite Vorsitzende des Kreisimkerverbandes Duisburg e.V., dem betreibenden Verband des Museums, musste eigens eine Firma beauftragen, um die Wurzeln entfernen zu lassen. „Die kommt jetzt nächste Woche und gräbt dann alles um.“

Mit Pflanzen für alle Jahreszeiten

Im Anschluss daran soll es weitergehen mit den Arbeiten auf dem Außengelände, das in den kommenden Monaten und bis zum Frühjahr 2019 komplett neu gestaltet werden soll. „Wir wollen hier einen Bienenweide-Lehrpfad errichten“, sagt Wolfgang Neiß. „Viele Besucher fragen uns immer wieder, was sie für die Bienen – und gemeint sind natürlich nicht nur die Honigbienen, sondern auch die rund 560 verschiedenen Wildbienenarten in Deutschland – tun können, also welche Pflanzen sie in ihren eigenen Garten setzen können, damit die Bienen genügend Nahrung finden.“ Die Mitglieder des Kreisimkerverbandes Duisburg wollen daher nun das Außengelände des Bienenmuseums so gestalten, dass die Besucher viele der für Bienen nützlichen Pflanzen dort sehen können. „Denn es reicht nicht aus, nur ein bis zwei Pflanzen für Bienen in den heimischen Garten zu stellen und dann darauf zu hoffen, dass es den Bienen etwas nützt“, erklärt der Imker. Das Konzept für den Bienenweide-Lehrpfad sehe daher vor, unterschiedliche Pflanzen vor Ort zu präsentieren, die den Bienen von März bis Oktober Nahrung böten. „Es wird einen Bereich mit Schatten- und Sonnenpflanzen geben, einen mit Pflanzen, die trockenen und sandigen Boden benötigen und einen anderen mit Pflanzen, die auf feuchten Böden wachsen und rechts neben dem Eingang zum Garten soll es einen Blühbereich mit Stauden geben. Auch ein Totholz- und ein Steinhaufen sind geplant. Und wir wollen hier Pflanzen für jede Jahreszeit zeigen und den Pfad dann entsprechend beschildern“, erklärt Wolfgang Neiß.

Multimedialer Umbau auch im Innenbereich in Planung

Die Umgestaltung des Außenbereiches sei nun aber nur der erste Schritt. „Denn wir wollen das Bienenmuseum auch Inneren erneuern und besucherfreundlicher und auch multimedial gestalten“, so der zweite Vorsitzende des Kreisimkerverbandes. Vorschläge für Konzepte zur neuen Museums-Gestaltung seien von Studierenden der Hochschule Rhein-Waal eingereicht worden. „Da waren tolle Sachen dabei“, sagt Wolfgang Neiß, „beispielsweise Präsentationen mit Video-Einspielungen, Infos zu Ausstellungsstücken mit QR-Code oder ein Schubladensystem, bei dem die Besucher selbst auswählen können, was sie sich hier im Museum genauer anschauen wollen.“ Eines der bereits prämierten, von den Studierenden entworfenen Konzepte werde wohl eine Umsetzung im Bienenmuseum finden, glaubt der Imker. „Aber dazu müssen natürlich noch Förderanträge für Gelder gestellt und Sponsoren gesucht werden, um den ganzen Umbau zu finanzieren.“

Öffnungszeiten, Eintritt und weitere Informationen

Das Bienenmuseum des Kreisimkerverbandes Duisburg e. V., Schulallee 11 (Pavillon am Albert Einstein Gymnasiums), in Rumeln-Kaldenhausen ist jeweils mittwochs und samstags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Besuche von Gruppen sind jederzeit nach vorheriger Absprache mit Wolfgang Neiß (per E-Mail an: wolfgang.neiss@bimu-du.de) möglich. Der Eintritt kostet für Erwachsene 2,50 Euro, Kinder zahlen 1 Euro. Weitere Infos im Netz unter: www.bienenmuseumduisburg.de

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