Politik

Debatte über die gesperrte Hubbrücke in Duisburg-Homberg

Die gesperrte Hubbrücke über den Homberger Rheinpreußenhafen war Thema bei der Diskussionsrunde des Werberings.

Die gesperrte Hubbrücke über den Homberger Rheinpreußenhafen war Thema bei der Diskussionsrunde des Werberings.

Foto: Ulla Michels / FUNKE Foto Services

Duisburg-Homberg.  Der Homberger Werbering spricht über Problemthemen im Stadtteil wie die gesperrte Hubbrücke am Rheinpreußenhafen und Lärm an der Moerser Straße.

Zum zweiten Mal hatte der Homberger Werbering am Mittwochabend die Ortspolitik zu einem Gespräch über die Aufreger-Themen im Stadtteil eingeladen. Die erste Runde gab es im Februar kurz vor der Corona-Krise. Diesmal waren CDU, FDP und Grüne gekommen. Die SPD ließ sich wegen einer Terminkollision entschuldigen, sagte aber ihr Kommen zu einem neuen Termin zu.

Thema war diesmal zum Beispiel die Hubbrücke am Rheinpreußenhafen, die immer noch gesperrt ist. Der stellvertretende Bezirksbürgermeister Klaus Radny (CDU) erläuterte die noch immer bestehende Problematik: „Die Brücke befindet sich in Privatbesitz.“ Eine Hälfte gehört der Ruhrkohle, die andere dem Unternehmen Ineos Solvents, welches das Chemiewerk in Moers betreibt und in dem Hafen Schiffe verlädt. Während Ineos schon seine Bereitschaft bekundet habe, Geld für die Sanierung der Brücke zu zahlen, habe das die Ruhrkohle noch nicht getan. „Die brauchen diese Brücke nicht. Daher ist das Interesse auch nicht sonderlich groß. Es ist aber ein starkes Stück von der Ruhrkohle, denn wer hat sie jahrelang bezahlt: der Steuerzahler.“

Nun, so Radny, würde die Ruhrkohle sich für diese Steuerzahler, die auch in Homberg leben und über die Hubbrücke wollen, nicht mehr interessieren. Er hofft, dass auf Bundesebene Druck auf die Ruhrkohle-Stiftung ausgeübt werde. „Wir auf lokaler Ebene können diesen Druck nicht entwickeln, die lachen über uns“, bedauert Radny.

Lärm an der Moerser Straße

Ein anderes großes Thema, welches Werberingchef Mario Mikesic und seine Mitarbeiter beschäftigt, sind die Moerser und die Duisburger Straße auf Alt-Homberger Gebiet. „Es gibt ein Projektgebiet in Hochheide, rund um die Königstraße gibt es das Trajektprojekt, Alt-Homberg dazwischen bleibt da auf der Strecke“, sagt Mikesic.

Insbesondere auf der Moerser Straße zwischen Duisburger und Paßstraße, also dort, wo sich früher die Polizeiwache befand, sei die Lärmbelastung durch den Verkehr teilweise so groß wie an einer Autobahn, sagt Oliver Bay vom Werbering und legt dazu eine Lärmgrafik des Geoportals NRW vor. Das will der Werbering ändern. Am liebsten, indem der gesamte Bereich Moerser Straße ab der Rheinpreußenstraße zu einer verkehrsberuhigten Zone gemacht wird, zumindest aber zu einer Fahrradstraße, auf welcher die Drahtesel Vorrang haben. „Der Verkehr könnte über die ausgewiesenen Umgehungsstraßen, wie die Lauerstraße, abfließen. Das funktioniert jetzt während der Bauarbeiten auf der Moerser Straße ja offensichtlich auch.“ Hier gibt es mehr Artikel aus dem Duisburger Westen

So könnte es auch attraktiver werden, leerstehende Ladenlokale in Wohnraum umzuwandeln. Denn wer wolle schon an einer Hauptverkehrsstraße wohnen.

Ein Konzept für Alt-Homberg

„Eine Fahrradstraße ist eine tolle Sache“, sagte Grünen-Ratsherr Matthias Schneider. Allerdings halte er es für sinnvoll, wenn dies in einem Gesamtkonzept geschehe.

Das sahen auch die anderen Parteien und der Werbering so. Gemeinsam soll nun ein Zukunftskonzept für Alt-Homberg entwickelt werden. Im November soll es den nächsten Gesprächstermin geben.

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