Kunst im öffentlichen Raum

Der Rheinhauser Skulpturenpark ist immer einen Ausflug wert

Ein Blickfang sind die Tänzer, die der Kölner Künstler Odo Rumpf geschaffen hat. Der Skulpturengarten im Businesspark Asterlagen hat aber noch viel mehr zu bieten.

Ein Blickfang sind die Tänzer, die der Kölner Künstler Odo Rumpf geschaffen hat. Der Skulpturengarten im Businesspark Asterlagen hat aber noch viel mehr zu bieten.

Foto: Sivani Boxall / FUNKE Foto Services

Duisburg-Rheinhausen.  Das Gelände im Businesspark ist eine Welt für sich. Hier zwischen Wasserspielen, Natur und Kunst fühlen sich nicht nur Pokemon-Spieler wohl.

Schon manch’ passionierter Geo-Cacher hat im Skulpturenpark Asterlagen ein Versteck gefunden – und nicht nur die Pokemon-Go-Gruppe betrachtet den Park als Hotspot und Treffpunkt für ihre Spiele-Events. Inzwischen ist das Kleinod an der Essenberger Straße nahe der Homberger Auffahrt zur A40 zu einem beliebten Ausflugsziel auch für Spaziergänger und Familien geworden. Das liegt an der außergewöhnlichen Mischung zwischen Wasserspielen, Feuchtbiotop, Wald-Elementen und Kunstgarten, die auf einer Fläche von etwa neun Hektar zu entdecken ist.

Der Skulpturenpark ist mit Entwicklung des anrainenden Business-Parks Asterlagen 1997 ins Leben gerufen worden. Die Pflege der Rasen-, und Waldfläche obliegt der Landschaftsgartenbaufirma Eimers. Und niemand kennt den Ort besser als Inhaber Sebastian Eimers, der die Firma 2012 von seinem Kompagnon Kevin Carmody übernommen hatte.

Direkt am Eingang stechen sechs begrünte Pyramiden ins Auge. „Ursprünglich rankten Steingewächse entlang des Gitters der Pyramiden empor, wir haben sie kürzlich durch Bodendecker wie Efeu ersetzt“, erklärt der 35-jährige Firmeninhaber. So, dass sie auch nach dem heißen Sommer noch ein kräftiges Grün abwerfen. Davor erstreckt sich ein 400 Quadratmeter großes Teichbecken, mit einer Wasserpumpe, die eine fünf Meter hohe Fontäne in die Luft schießt. Auf Bänken kann man dem Spektakel entspannt zuschauen. „Die Pumpe fördert etwa 60.000 Liter pro Stunde“, weiß Landschaftsgärtner Eimers, der auch ein Studium der internationalen Betriebswirtschaftslehre aufzuweisen hat.

Im Teich tauchen bis zu zwei Meter hohe Fischskelette ab

Im Teich sind zwei bis zu vier Meter hohe Fischskelette des Kölner Metallbildhauers Odo Rumpf zu sehen, die von den Wasserstrahlen benetzt werden. Es sieht so aus, als ob diese Fische mit dem Kopf auf den Grund tauchen. „Die Eisenkonstruktion rostet leider sehr stark, aber es gehört wohl zu dem künstlerischen Zersetzungsprozess“, mutmaßt Eimers. In Richtung der Gewerbeansiedlung gelangen die Besucher zu Figurengruppen, die aufgrund von Form und Farbe eher an Keith Haring erinnern – sie stammen aber ebenso von Odo Rumpf und seiner Kunstbaustelle. „Dancing People“ heißen die Konstrukte, die von Blau bis Orange durch ihre verspielten, tanzenden Personenumrisse die Augen der Besucher in ihren Bann ziehen.

Ein schöner Platz für die Mittagspause

Für die Kids ist da eher der rostige „Tyrannosaurus Rex“ an der Dr. Alfred-Herrhausen-Allee interessant. Auf zwei Beinen stakst der Urwelt-Jäger entlang des Trottoirs, wie auf der Suche nach Beute. Viel beruhigender ist der schattige, nördlich im Park gelegene Hain aus Stieleichen. „Quercus Robur“ kennt Landschaftsgärtner Eimers den lateinischen Fachausdruck der Bäume. „Hier verbringen viele Arbeitnehmer ihre Mittagspause.“

Dieses aus etwa 30 Eichen bestehende Wäldchen führt unmittelbar zu einem Feuchtbiotop mit einem vom Grundwasser gespeisten Weiher, in dem sogar Koi-Karpfen und andere Fische schwimmen. Mit seinem Schilfbewuchs und den hängenden Trauerweiden wirkt es sehr heimelig.

Auf der darin befindlichen Vogelinsel erkennt man ein weiteres Kunstwerk: ein abgestürztes Flugzeug aus Aluminium und Eisen, das wie ein Kriegsflugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg ausschaut. „Das ist auch ein beliebtes Versteck für Geo-Cacher“, weiß Eimers. Zurück zur Essenberger Straße führt Eine Holzbrücke mit Stahlgeländer. „Wie an der Karls-Brücke in Prag haben hier Liebespärchen ein Schloss ans Geländer als Symbol für ewige Verbundenheit gehängt“, so Eimers.

Das beliebte Schwanenpaar wurde Anfang des Jahres überfahren

Bis Anfang des Jahres war auch ein Schwanenpaar der Anlass für einen Besuch des Skulpturenparks. „Leider ist das Paar auf der viel befahrenen Hauptverkehrsstraße zu Tode gekommen“, weiß Sebastian Eimers. Am Eingang des Parks steht ein von der Pokemon-Go-Gruppe aufgestelltes Holzkreuz mit einem Foto des Schwanenpaars. „Die Gruppe hatte die Schwäne besonders ins Herz geschlossen.“

>>>> Der Eintritt zur Kunst im Businesspark ist frei <<<<

Der Businesspark Asterlagenliegt an der Essenberger Straße 120. Die Skulpturen stehen auf dem Gelände. Hier finden sich Werke verschiedener Künstler, unter anderem von Johannes Terbach, Odo Rumpf und Volker Kiehn. Bei manchen Arbeiten kann die Herkunft nicht mehr ermittelt werden

Der Park ist rund um die Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben