NRZ-Aktion

Die NRZ-Heimatläufer lassen sich nicht unterkriegen

Mit Begleitung macht das Laufen noch mehr Spaß: Marcus Zurhorst läuft mit seinem siebenjährigen Sohn Philipp.

Mit Begleitung macht das Laufen noch mehr Spaß: Marcus Zurhorst läuft mit seinem siebenjährigen Sohn Philipp.

Foto: Ulla Michels / FUNKE Foto Services

Duisburg-Baerl.  Die ersten beiden Läufe mussten leider abgesagt werden. Der Baerler Marcus Zurhorst trainiert trotzdem. Sein Sohn begleitet ihn.

Marcus Zurhorst aus Baerl hatte sich gefreut – auf den Start der „NRZ-Heimatläufer“ am Sonntag in Dinslaken. Aber in diesen Tagen trifft Corona so vieles – auch dieses sportliche Event für sogenannte Wald- und Wiesenläufer, die nicht einem Verein angehören oder als Profis unterwegs sind. Zwei Läufe sind bereits abgesagt worden. Ungewiss ist zurzeit, ob die restlichen sieben von den insgesamt neun Terminen eingehalten werden können.

Fünf Jahre lang gar kein Sport

Eigentlich wollte Marcus Zurhorst an möglichst vielen Läufen teilnehmen. Denn im letzten Jahr hatte ihn das Projekt „NRZ-Heimatläufer“ ans Laufen gebracht. Er war total begeistert und hatte sich deshalb auch dieses Jahr wieder angemeldet. „Mich hat das Motto „Jeder, der von der Couch aufsteht, ist ein Gewinner“ angesprochen“, erzählt der 41-jährige verheiratete Vater von einem Jungen und einem Mädchen. Also begann er mit dem Lauftraining, nachdem er fünf Jahre lang überhaupt keinen Sport betrieben hatte. „Außerdem ist es schön, dass es beim Heimatlauf nicht um Pokale geht“, ergänzt Marcus Zurhorst.

Wenngleich die Termine am 22. März und am 25. April abgesagt sind und noch offen ist, ob die weiteren Läufe angeboten werden können, setzt der Baerler sein Training fort und kann den Einschränkungen durch das Corona-Virus sogar ein paar positive Seiten abgewinnen.Hier gibt es mehr Artikel aus dem Duisburger Westen

Der 41-Jährige arbeitet als Ingenieur bei einem großen Unternehmen, macht zurzeit fast ausschließlich Home Office. „Ich konnte bereits in der Mittagspause im Hellen laufen, statt abends nach 20 Uhr mit der Stirnlampe“, erzählt Marcus Zurhorst, der nicht erst in dieser kritischen Zeit sondern schon immer alleine angelaufen ist.

20 Kilometer pro Woche

Nur seinen siebenjährigen Sohn hatte er bislang als Begleiter an seiner Seite. Da für den Jungen momentan das Fußballtraining beim TuS Baerl ausfällt, fährt er gelegentlich mit dem Fahrrad neben seinem Vater, um auch etwas Bewegung zu haben. Marcus Zurhorst, der als Jugendlicher Mountainbike-Rennen gefahren ist und vier Jahre Klettersport betrieb, hat inzwischen der Ehrgeiz im Laufen gepackt. Durchschnittlich trainiert er drei Mal in der Woche, im Winter war er viel abends und nachts mit der Stirnleuchte unterwegs. Er versucht, etwa 20 Kilometer pro Woche zu laufen und will in diesem Jahr sein großes Ziel von insgesamt 1000 gelaufenen Kilometern erreichen.

Abwechslungsreich sind seine Strecken. Er wählt meistens einen Radius von ungefähr zehn Kilometern. Der Weg führt ihn zum Beispiel ins Binsheimer Feld, über den Rheindeich in Richtung Homberg, zum Uettelsheimer See, in Richtung Orsoy oder zum Baerler Waldsee. „Ich laufe jedes Mal spontan kreuz und quer“, erzählt der Hobbysportler. Einen Marathon hat er vorerst ausgeschlossen, allenfalls vielleicht einen Halbmarathon: „Ich will mich nicht unter Druck setzen.“

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