RAG-Stiftung

Die Rheinhauser Sekundarschule freut sich über 50.000 Euro

Monalisa Mazarache, Arpad Dory, Schulleiterin Martina Seifert, Carmen Gheorghe, Nicole Schlette, Schulhund Johnny, Iris Wischermann, Maurice Schmitt, Aydin Assav und Jason Fengler (v.l.) freuen sich riesig über den Geldgewinn. Mit 50.000 Euro kann man eine Menge anfangen!  Foto:

Monalisa Mazarache, Arpad Dory, Schulleiterin Martina Seifert, Carmen Gheorghe, Nicole Schlette, Schulhund Johnny, Iris Wischermann, Maurice Schmitt, Aydin Assav und Jason Fengler (v.l.) freuen sich riesig über den Geldgewinn. Mit 50.000 Euro kann man eine Menge anfangen! Foto:

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Rheinhausen.  Schüler gewannen beim Wettbewerb „Förderturm der Ideen“. Sie riefen Begegnungskreise ins Leben, in denen gespielt, gebastelt und erzählt wird.

Der Wettbewerb „Förderturm der Ideen“ der RAG-Stiftung bescherte der Rheinhauser Sekundarschule am Körnerplatz den Sieg in der Kategorie „Gute Nachbarschaft“. Mona-Lisa, Jason, Maurice und Carmen sind stolz, als sie von ihrem tollen Gewinn berichten. Denn die Schüler der 5. und 6. Klassen haben zusammen mit Projektkoordinatorin Iris Wischermann auch ordentlich geplant, konzipiert und geackert für die üppigen Lorbeeren, die sie jetzt in Form eines Geldgewinns in Höhe von 50.000 Euro ernten durften.

„Förderturm der Ideen“ war die Überschrift des Förderpreises, an dem viele Schulen aus dem ganzen Ruhrgebiet in unterschiedlichen Altersklassen und Kategorien teilnahmen. „Los ging es kurz vor Ostern im vergangenen Jahr. Da haben wir angefangen, uns zu überlegen, was wir zu der Thematik beitragen können“, erzählt Iris Wischermann.

Mitmachen können die Schüler, aber auch die Nachbarn sind eingeladen

Gemeinsam mit den Kids und der tatkräftigen Unterstützung ihres Kollegen Arpad Dory sind sie in der Kategorie „Gute Nachbarschaft“ angetreten. „Wir haben uns Kreise ausgedacht, in denen man verschiedene Sachen machen kann“, erzählt Jason Fengler. Er persönlich findet Geschichten erzählen toll, andere wollen lieber spielen oder basteln. „Die Grundidee hinter den Begegnungskreisen ist die, dass wir zu festen Zeiten in den Kreisen verschiedene Angebote realisieren, die sowohl von den Schülern als auch von den Nachbarn im Stadtteil besucht werden können“, hilft Schulleiterin Martina Seifert erklärungstechnisch nach.

Überzeugend wirkte das Vernetzen und Verankern im Stadtteil

Auch sie ist begeistert von der Auszeichnung, die die Kids ihrer Meinung nach „mehr als verdient“ haben. Schließlich sei der soziale Hintergrund vieler Kinder an der Schule oft schwierig. Dennoch werkeln und basteln alle mit viel Herzblut und opfern auch mal ihre Freizeit, um noch ein paar Hyazinthen zu pflanzen, wie Aydin erzählt. „Für den ersten Kreis brauchten wir noch Blumenerde und die hab’ ich dann mit meinem Papa besorgt. Dann haben wir gemeinsam die Blumen gepflanzt.“

Genau diese Idee des gemeinsamen Verwirklichens, der Vernetzung und Verankerung im Stadtteil hat der Schule den Sieg in der Kategorie eingebracht. Allerdings bekommt sie die 50.000 Euro nicht einfach geschenkt. „Wir mussten schon einen Kostenplan aufstellen und der Stiftung mitteilen, wie wir das Geld in das geplante Projekt investieren wollen, so wir es denn gewinnen“, erzählt Lehrerin Iris Wischermann.

Die Schachfiguren für den Schach-Kreis müssen noch getöpfert werden

Das ist ihr und ihrem Team natürlich nicht schwergefallen. „Wir wollen zum Beispiel einen Brennofen kaufen. Dann können wir an bestimmten Tagen im Begegnungskreis Tonarbeiten anfertigen.“ Der Plan ist, dass sowohl die Schüler, als auch Leute, die Spaß am Töpfern haben, Dienstagvormittag, wenn der Begegnungskreis besetzt ist, vorbeikommen und einfach mitmachen. Während sich die eine Klasse um die Töpferei kümmert, bereitet die Parallelklasse für die kommende Woche einen Geschichtenkreis vor.

Vielleicht freuen sich hier Mütter von kleinen Kindern, die dann den Geschichtenkreis in ihre Einkaufstour einbauten. Weiter angedacht ist auch ein Schach-Kreis, der von einem Vater betreut werden wird. „Hierfür müssen wir die Schachfiguren allerdings noch töpfern“, erzählt Wischermann und zeigt damit die Dynamik auf, die das langfristig angelegte Projekt bekommen kann.

Die jungen Leute der Rheinhauser Sekundarschule erhielten schon mal einen Preis

Weiter plant das Team die Anschaffung eines oder mehrerer Bauwagen, in die man praktischerweise den kleinen „Umsonst-Laden“ integrieren kann, der sich momentan schon großer Beliebtheit erfreut.

Sowohl die Schüler als auch die Nachbarn können sich also nach den Ferien über viele bunte Aktionen vor der Schule freuen, deren Umsetzung sie den kreativen Köpfen der Sekundarschüler zu verdanken haben.

Die sind in puncto Wettbewerb übrigens richtig alte Hasen. „Wir haben mit unserem veganen Konfetti schon einmal 1.000 Euro bekommen“, erzählt Aydin Assav. Mit der Idee der gepressten und gestanzten Blätter hat Aydins und Jasons Klasse einen IHK-Preis abgeräumt. „Davon sind wir dann alle ins Airfly gefahren, das war super“, schwärmt Jason.

Und da nach dem Preis ja bekanntlich vor dem Preis ist, tritt die Schule auch wieder beim Deutschen Schulpreis an. „Im vergangenen Jahr haben wir die Endrunde nur knapp verpasst und sind aufgefordert worden, uns noch einmal zu bewerben“, so Schulleiterin Seifert „Und das machen wir natürlich.“

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