Tiere

Duisburger Weihnachtsausstellung begeistert Katzenfans

Ob dieser Stubentiger wohl weiß, dass er genau im Trend liegt? Das Britische Kurzhaar ist derzeit eine der beliebtesten Katzenrassen.

Ob dieser Stubentiger wohl weiß, dass er genau im Trend liegt? Das Britische Kurzhaar ist derzeit eine der beliebtesten Katzenrassen.

Foto: Michael Dahlke

Duisburg-Homberg.   Seit 15 Jahren stellen Züchter und Liebhaber kurz vor Weihnachten über 200 Katzen in der Hochheider Glückauf-Halle aus. Aussteller und Gäste kamen aus ganz Europa nach Duisburg, um die verschiedenen Katzenrassen kennenzulernen und sich über die neusten Trends auszutauschen.

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Sie kommen aus ganz Europa nach Homberg-Hochheide. Ob aus Russland, Polen, den Niederlanden, Frankreich, Belgien, Norwegen, Dänemark: Sie alle verbindet eine Leidenschaft. Sie alle lieben ihre Katzen und wollen zeigen, dass sie die schönsten haben. Züchter und Liebhaber gleichermaßen präsentierten ihre Stubentiger bei der alljährlichen, zweitägigen Weihnachtsausstellung in der Glückauf-Halle.

Stoisch und gelassen warten die turniererprobten Vierbeiner auf ihren großen Moment. Dass Kinder mit verzückten Augen in ihre Käfige schauen, kratzt vor allem die alten, wuchtigen Kater nicht. Sie thronen teils auf Samt gebettet in ihren Körben und würdigen ihre Fans nur mit Blicken, wenn ihnen danach ist. Dagegen tollen die putzigen Jungtiere, deren Züchter für sie ein liebevolles Zuhause suchen, noch quietschfidel umher. Sie jagen ihre Geschwister an die Gitterstäbe und schlagen nach bunten Federn, die ihre Frauchen flink bewegen.

Die beste Rasse

Welche Katzenrasse jedoch die beste ist, das ist immer klar: nämlich die eigene. So schwört Nicole Schäfer aus Essen auf Maine Coon, nordamerikanische Waldkatzen. „Ich habe die Rasse kennengelernt und mich sofort verliebt.“ Auch Miriam Ciabattoni aus Gelsenkirchen ist von der Waldkatze überzeugt. „Die Coonies machen süchtig. Sie hat den tollsten Charakter. Sie hat ein geduldiges Gemüt, ist aber trotzdem verspielt und sehr für Kinder geeignet.“

Ausgewachsen sind vor allem die Kater aber ziemliche Brocken: Sie werden bis zu 1,20 Meter lang und wiegen dann rund neun Kilo. Ciabattonis Katze, „Chelsea of Deep Affection“, kurz Chelly, ist für sie ein besonderes Prachtexemplar: „Sie ist ruhig, aber auch ein kleiner Clown, macht gerne Spökes.“ Doch nicht nur ihr Frauchen, auch die Richter sind von Chelsea begeistert. Seitdem sie ein kleines Kätzchen war, holt sie Titel. Jetzt, im Alter von elf Monaten, wird „Internationaler Champion“ dazukommen.

Doch auch Fans vieler anderer Rassen, kommen in der Glückauf-Halle auf ihre Kosten, ob Britisches Kurzhaar, Perser, Sibirische Katzen oder türkische Van, fast jede Vorliebe ist hier vertreten.

Siegertyp dank Prototyp

„Es gibt keine hässlichen Katzen“, sagt Veranstalterin Jutta Beulen. „Aber es gibt grottenschlechte Katzen, die dem Standard nicht entsprechen.“ Wer ein wahrer Siegertyp sein will, der muss dem Prototyp seiner jeweiligen Rasse aber möglichst nahe kommen. Zwar veränderten sich die von den Richtern überprüften Standards mit der Zeit, sagt Beulen, aber längst nicht so rasant wie Schönheitstrends der Menschen. Dralle Rubensfrauen werden also nicht von Magermodels entthront – zumindest nicht, wenn sie Katzen wären.

Dagegen gebe es Trends, welche Rassen gerade angesagt sind. So sind die Coonies und British Kurzhaar derzeit sehr beliebt, Perser sehe man dafür inzwischen weniger. Die Hauptsache sei aber, dass die Katzen von ihren Besitzern geliebt werden. „Katzenzucht sollte nicht als reine Nebeneinkunft verstanden werden. Züchter sollten auch immer Tierschützer sein.“ Daher sahen die Katzen in Hochheide wohl alle rundum zufrieden aus.

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