Herbstprogramm

Eine Wanderung von Baerl bis nach Orsoy und zurück

Unterwegs gibt es eine herrliche Aussicht über den Loheidesee.    

Unterwegs gibt es eine herrliche Aussicht über den Loheidesee.    

Foto: Matthias Berns

Duisburg-Baerl/Rheinberg.   Der Weg führt am Loheidesee vorbei bis nach Rheinberg. Zurück geht es teilweise am Rhein entlang. Die Tour ist in rund vier Stunden zu schaffen.

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Für heute habe ich eine schöne Tageswanderung von insgesamt 16 Kilometern Länge vorbereitet. Sie führt von Baerl - dem nördlichsten linksrheinischen Stadtteil Duisburgs - über den Loheidesee bis nach Orsoy und dann teilweise am Rhein entlang zurück nach Baerl. Die Strecke ist ohne besondere Anforderungen in vier Stunden zu schaffen. Natürlich habe ich auch wieder eine Abkürzung mit eingebaut nach der Hälfte der Strecke, so dass hier auch eine gemütliche Halbtageswanderung gestaltet werden kann. In diesem Fall wandern wir wie beschrieben nach Orsoy (gut acht Kilometer) und nehmen dort ab Rathaus Orsoy die Buslinie 913, die uns zurück zum Ausgangspunkt (Haltestelle Liesen) bringt.

Die Strecke startet am Ristorante Bellini. Wir wenden uns mit der Wegekennzeichnung des Duisburger Rundwanderweges in die Hubertusstraße und folgen dieser zuverlässigen Beschilderung (DU im Kreis) bis nach Orsoy. Nach wenigen hundert Metern gelangen wir so in den Baerler Busch.

Nicht immer war es so friedlich hier: davon zeugen bis heute die halbkreisförmigen Vertiefungen im Waldboden rechts und links des Wanderweges. Dabei handelt es sich um Bombentrichter vom Jahresende 1944, als die amerikanische Luftwaffe mit 2 500 Bombern einen Luftangriff auf Duisburg flog. Im Baerler Busch waren Munitionsdepots der Deutschen Wehrmacht versteckt, um den Feind am Übertreten des Rheins zu hindern.

Wasser, Weiden, Pferdekoppeln

Wir erreichen den Loheidesee. Der See gibt eine herrliche Aussicht über das Wasser, unsere Blicke schweifen über die glitzernde Oberfläche. Mehrere Ruhebänke und Wiesen künden vom regen Picknick- und Badebetrieb in den Sommermonaten. Zwei Drittel des Sees umrunden wir im Uhrzeigersinn. Schöne Spazierwege führen zwischen Wasser, Weiden und Pferdekoppeln mit einigen Waldabschnitten zu einem Birkenwald, der bis an das Wasser reicht. Unvermittelt fühlen wir uns an Finnland erinnert - und das im Ruhrgebiet.

Dort, wo der Wanderweg auf Asphalt trifft, müssen wir in einem Bogen ein Privatgrundstück umwandern. Deswegen folgen wir dem neu geteerten Weg einige Meter eine kleine Anhöhe hinauf. Nach etwa 200 Metern bei der ersten Möglichkeit biegen wir rechts ab und finden das DU im Kreis sofort wieder. Es bringt uns am Ende des Grundstückes wieder nach rechts zum See zurück und dort nach links, so dass wir den See wieder zu unserer Rechten haben.

Blick auf den Rhein und Walsums Industriekulisse

Nach dem See laufen wir ein kurzes Stück entlang der L10, einer Landstraße, dann durch ein Wohngebiet, bis wir einen Pfad erreichen, der uns hinunter zur Bahnlinie bringt. Parallel zur Bahnlinie vorbei an Orsoyerberg gelangen wir so bis nach Orsoy. Wir erklimmen den Rheindeich. Von hier haben wir einen schönen Blick auf den Rhein und die Industriekulisse in Duisburg Walsum.

Wenn wir Orsoy nach gut 2 Stunden erreicht haben, ist die Hälfte der Tour bereits geschafft.

Orsoy als alte Zollfeste bietet sich natürlich für eine kurze Stadt-Erkundung an: Wir schlendern einige Schritte zum Café Hagemann. Hier gibt es leckeren Kaffee und Kuchen. Wer es lieber herzhaft mag, findet im Postgrill direkt gegenüber einen guten Imbiss. Wer die Wanderung ab Orsoy abkürzen möchte, steigt am Rathaus in die Buslinie 913 und fährt zurück nach Baerl bis zur Haltestelle Liesen.

Wir steigen jedoch beim Rheintor wieder auf den Rheindamm und nehmen den Damm nach rechts, über den gleichen Weg, den wir hergekommen sind. Nach dem Überqueren der Straße folgen wir nun aber nicht mehr dem Kennzeichen DU im Kreis sondern dem weißen Winkel auf (meist) schwarzem Grund, der uns die nächsten circa acht Kilometer zuverlässig zum Ausgangspunkt zurückführen wird.

Am Ende ein schöner Sonnenuntergang

Wir wandern durch die Binsheimer Felder mit Blick auf Duisburg. Nach einer guten Stunde erreichen wir die historische Deichanlage am Rhein und folgen danach dem alten Leinpfad direkt am Rhein bis zum Restaurant Rheinblick (knapp zwei Stunden). Ab dort nehmen wir die Zufahrtsstraße, die uns zum Ausgangspunkt unserer Wanderung (zehn Minuten) zurückführt, nicht ohne auf der schönen Terrasse des Rheinblick den Sonnenuntergang bei einem Bierchen genossen zu haben.

Mitarbeit: Stephan Sadowski

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