Konzertprogramm

Filmmusik aus mehr als 60 Jahren in Christus-König-Kirche

Marius Furche und Luger Morck spielten in der Christus-König-Kirche Filmmusik aus 60 Jahren.

Marius Furche und Luger Morck spielten in der Christus-König-Kirche Filmmusik aus 60 Jahren.

Foto: Ulla Michels

Duisburg-Rheinhausen.   Die Musiker Ludger Morck und Marius Furche begeisterten mit ihrem neuen Programm aus Filmmusik von Highlander über Shrek bis zur „Reifeprüfung“.

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Schon vor zwei Jahren begeisterten der Pianist Marius Furche und Organist Ludger Morck die Zuhörer in der Reihe Freitagsmusik mit Melodien aus Filmen in der Christus-König-Kirche in Bergheim. Jetzt folgte Teil zwei, also Filmmusik 2.0, dieser aus Blockbustern, aber auch dem Programmkino entstammenden Stücke, bei der sich wieder 200 Zuschauer, „trotz, oder wegen der Ferien“, wie es Veranstalter Ludger Morck so schön formulierte, auf eine Reise durch die Filmgeschichte mitnehmen ließen. Während bei dem ersten Programm der beiden Tastenkünstler noch die lauteren Stücke dominierten, hörten die Zuschauer jetzt meist zarte, feinfühlige Filmmelodien.

Grüße von den Blues Brothers

Besonders effektvoll: Die aufgestellte Großleinwand am Altar, auf der man die Musiker sehen konnte, wie sie teilweise auf ihren Bänken mitschwelgten, - hüpften, und – tanzten bei der mitreißenden Interpretation ihrer Melodien oben auf der Orgelbühne. Und geistig lebten auch Bilder aus den jeweiligen Filmen bei den Zuschauern auf, die anfingen mitzuwippen.

Unweigerlich dachten sie an dunkle Sonnenbrillen und schwarze Filzhüte direkt beim treibenden Intro, dem „Peter Gunn Theme“, aus dem Kultfilm „Blues Brothers“ aus den 80er-Jahren. An ein schelmisches, herzhaftes Lachen von Komiker Eddy Murphy erinnerten sie sich beim Hören des markanten Themas „Axel F“ zum 80er-Jahre-Film Beverly Hills Cop.

„Behind Blue Eyes“ von The Who

Und selbst die Rockgruppe The Who bekam noch ihren Auftritt in der Christus-König-Kirche mit der schönen Ballade „Behind Blue Eyes“, die Marius Furche und Ludger Morck im spannenden Wechselspiel von E-Piano und Orgel einfühlsam interpretierten. „Jede schöne Musik hat bestimmt einen Wink von Gott“, sagte Ludger Morck schließlich.

Mit vertrackten rhythmischen Samples arbeiteten die Musiker, Marius Furche hatte ein Smartphone mit dem pochenden Rhythmus zu „No time for caution“ aus dem Film „Interstellar“ programmiert. Und man sah unten auf der Leinwand, wie er oben die Takte an seinen Noten fieberhaft mitzählte, um sich dann ins Stück zu wuseln.

Schlussakkorde mit wehendem Haar

In die Pariser Banlieue verschlug es die 200 Zuhörer bei dem romantisch-traurigem Grundthema „Una Mattina“ aus dem Blockbuster „Ziemlich beste Freunde“, bei dem sich die beiden Musiker gegenseitig die Melodieführung am Piano zur Orgel übergaben. Vor den geistigen Augen schwebte noch das Bild des jungen Dustin Hoffman aus „Die Reifeprüfung“, wahlweise aber auch das der Folkmusiker Simon & Garfunkel bei dem Welthit „Sound of Silence“ in einer ungewohnten Klavier- und Orgelversion.

Natürlich durften Heldenepen wie „1492 – Die Eroberung des Paradieses“ mit Gerard Depardieu und „Highlander“ mit Christopher Lambert nicht fehlen, bei denen Marius Furche mit gewohnt wehendem Haar die Schlussakkorde setzte – dabei anmutete, wie die Hauptfiguren in den Filmen selbst.

Am Ende noch ein Halleluja

Das Konzert gipfelte in einem Thema aus „Zwei glorreiche Halunken“ bei dem die Tastenkünstler gewaltige Akkorde hämmerten. Zum Schluss dirigierte Marius Furche noch das Publikum, das die Zugabe „Halleluja“ von Leonhard Cohen zumindest im Refrain aus Herzenslust mitsang. Zuschauer Andreas Ehrentraut war begeistert: „Super, schade, dass ich das erste Konzert der beiden nicht gesehen habe.“ Warten also auf Filmmusik, die dritte...

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