Heimat shoppen

Gelungene Picknick-Premiere in Friemersheim

Die Bänke beim Picknick waren am Samstag rasch gefüllt. Weitere Sitzgelegenheiten mussten herbeigeschafft werden. Foto:

Die Bänke beim Picknick waren am Samstag rasch gefüllt. Weitere Sitzgelegenheiten mussten herbeigeschafft werden. Foto:

Foto: Christian Creon / FUNKE Foto Services

Rheinhausen.  Erstmals lud die Interessengemeinschaft der Kaufleute zum Imbiss auf den Geestschulplatz. Das kam gut an. Der Platz soll Lieblingsort werden

Heimat shoppen – so heißt eine deutschlandweite Aktion, deren Ziel es ist, wieder Leben in die Innenstädte und Ortskerne zu bringen, deren Vitalität durch Online-Shopping einerseits und große Shoppingmalls und Fachmarktzentren auf der grünen Wiese andererseits gelitten hat.

Wie viel Friemersheim zu bieten hat, konnte man am Freitag und Samstag erleben. Die Interessensgemeinschaft der Friemersheimer Kaufleute (IGF) gestaltete gleich mehrere Aktionen. Wer am Freitag die Geschäfte an der Kaiserstraße besuchte, konnte schon an den Eingangstüren den Duft von Kaffee und Kuchen vernehmen. „Unsere Mitglieder haben ganz fleißig gebacken“, sagte Sabine Beranek von der IGF. Sie selbst ist Inhaberin des Modegeschäftes Mini und Maxi Mode an der Kaiserstraße. „Wir möchten zeigen, wie schön ein Bummel in der Innenstadt sein kann. In Zeiten von Online-Käufen vergessen viele, dass es vor Ort ein gut sortiertes Angebot gibt“, ergänzt IGF-Mitglied Claudia Kerz. Beranek und Kerz sind selbst gebürtige Friemersheimerinnen.

Weil ihnen der Stadtteil am Herzen liegt

Weil ihnen der Stadtteil am Herzen liegt, engagieren sie sich mit den 60 weiteren IGF-Mitgliedern für ein lebendiges Friemersheim. Das Osterfeuer, das Anbringen der Weihnachtsbeleuchtungen und die Versorgung der Bepflanzung vor den innerstädtischen Geschäften sind nur einige der vielen Aufgaben der Interessengemeinschaft.

Neu ist die Organisation eines Picknicks. Am Samstag veranstaltete die IGF das Picknick zum ersten Mal.

Fünf Wochen Vorbereitung

Auf dem Geestschulplatz, „dem neuen Lieblingsplatz Ortes“, standen liebevoll dekorierte Tische, Bänke und Stühle. Fünf Wochen haben die örtlichen Händler das Fest geplant, Flyer und Plakate erstellt, Luftballons besorgt und Live-Musik für eine angenehmere Atmosphäre organisiert. Die Idee des Picknicks: Menschen an einen Tisch bringen, das Wir-Gefühl stärken und die Gemeinde beleben. Essen, Trinken und vor allem gute Laune sollten die Gäste selbst mitbringen. Das gelang perfekt, denn auch das Wetter war ein idealer Partner, die Sonne strahlte prächtig. Da nascht man schon mal gern aus Nachbars Schüssel.

Schon am frühen Nachmittag war der Platz gefüllt. Viele Nachbarn kamen mit dem Rad und zu Fuß zum Geestschulplatz. Einige Bänke und Stühle mussten sogar hinzugestellt werden, weil die Nachfrage so groß war. Geschäftsleute, Nachbarn und Interessierte saßen zusammen und kamen ins Gespräch. Alle genossen die Musik der Deutsch-Rock-Band Monotyp, dicht gefolgt vom Akustik-Musiker und Gitarristen Noah Warwel aus Moers. An den Ständen bedienten die IGF-Mitglieder, servierten zusätzliche Getränke und kulinarische Köstlichkeiten.

Geestschulplatz soll Lieblingsort werden

„Der Erlös des heutigen Picknicks fließt komplett ins Friemersheimer Stadtleben“, sagte Beranek. Ganz konkret soll der Geestschulplatz mit Sitzbänken bestückt werden, zudem soll eine Sommerbepflanzung auf dem Platz und in den Blumenrädern mit bunten Stauden und Blumen realisiert werden – eben ganz entsprechend des Heimat-Shoppen-Mottos „Machen Sie Ihren Ort zu Ihrem Lieblingsplatz“. Wer selbst Friemersheim gestalten will, ist in der IGF richtig. „Aktuell suchen wir passive Mitglieder, also Friemersheimer Geschäftsleute, die uns kennenlernen und finanziell unterstützen möchten“, so Kerz. Infos und Kontakt: www.ig-friemersheim.de.

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