Bildung

Haniel-Gymnasium punktet beim Bundeswettbewerb Finanzen

Anja Oppermann-Gruber und (v.l.), Nils, Marta, Luk, Leoni und Norbert Thummes nehmen die Urkunde von Katrin Gerleigner entgegen.

Anja Oppermann-Gruber und (v.l.), Nils, Marta, Luk, Leoni und Norbert Thummes nehmen die Urkunde von Katrin Gerleigner entgegen.

Foto: Zoltan Leskovar / FUNKE Foto Ser

Duisburg-rheinhausen.  Schüler des Franz-Haniel-Gymnasiums entwickelten für den Bundeswettbewerb Finanzen eine „Givebox“ und bekamen dafür den Publikumspreis.

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Sie haben recherchiert, gerechnet, überlegt und umgesetzt: Die Schüler des Franz-Haniel-Gymnasiums (FHG) hatten in den vergangenen Monaten einiges zu tun. Neben dem Schulstoff haben sie an einem besonderen Projekt gearbeitet. Das Homberger Gymnasium nahm zum wiederholten Mal am Bundeswettbewerb Finanzen teil.

Allein das wäre schon eine schöne Nachricht gewesen. Aber es kam noch besser: Schulleiter Norbert Thummes hat Grund zur doppelten Freude und verkündetet jetzt gemeinsam mit Lehrerin Anja Oppermann-Gruber und den Schülern, dass das FHG beim „Publikumsvoting“ auf den ersten Platz gewählt wurde.

Damit haben sich die Schüler aus der Klasse 7c bundesweit gegen 40 andere Beiträge durchgesetzt. Mit großem Abstand zum Zweitplatzierten liegt das Gymnasium auf dem ersten Platz. Aber nicht nur das: Drei weiteren Teams des Franz-Haniel-Gymnasiums haben sich für das Finale in Berlin qualifiziert. Aus 1600 teilnehmenden Jugendlichen setzten sich die Teams der Klasse 7d und 6b durch. Betreut wurden sie von den Lehrerinnen Oppermann-Gruber und Ann-Katrin Schmidt. „Nur elf Teams aus ganz Deutschland werden zum Finale eingeladen. Es ist einfach klasse, dass wir dabei sind“, so Schulleiter Thummes. „Unsere Schule ist deutschlandweit die einzige Schule, die seit sieben Jahren in Folge mit mehreren Teams ein Preisgeld gewonnen hat und im Finale vertreten war.

Die Idee mit der „Givebox“

Die Macher des Bundeswettbewerbs Finanzen, Katrin Gerleigner und Christof Fraunhofer von der „My Finance Coach Stiftung“, überzeugten sich vom Engagement und gratulierten zum Mehrfachsieg. Von den Schülern ließen sie sich zeigen, woran die vier Teams aus den Jahrgangsstufen 6 und 7 in den letzten Monaten gearbeitet haben. Die Wettbewerbsaufgabe bestand darin, sich mit einem Neugestaltungsprojekt an der eigenen Schule auseinanderzusetzen. Das Budget von 500 Euro sollte effektiv und nutzbringend eingesetzt werden.

Das klingt nach viel Mathematik: „Wir haben uns dem Thema erstmal thematisch genähert. Die Schüler haben überlegt, welche Projekte realisierbar sind“, erklärte Lehrerin Oppermann-Gruber. Sie betreute neben den erfolgreichen Teams aus der 7d auch das Team „NULMS“ der Klasse 7c. Die „NULMS“-Mitglieder? Nils Reihofer (13), Luk Lange (12) genannt Böhmer, Leonie Berger (12) und Marta Schettel (13).

„Wir haben erstmal recherchiert, was man überhaupt an der Schule neugestalten kann“, sagt Marta. Im Geografieunterricht gab es erste Impulse: Was ist umweltfreundlich, nachhaltig und effektiv? Schnell kam den Schülern die Idee: „Etwas zu tauschen, zurückzugeben und nicht einfach wegzuwerfen war unser erster Gedanke“, so Leonie.

Nils suchte im Internet nach Möglichkeiten, Dinge zum Tausch aufzubewahren. Die Schüler erstellten eine Tabelle mit Kostenkalkulation und Zeitplan. Der Plan: Eine „Give-Box“ bauen. „Wir haben uns auch außerhalb der Schulzeit für das Projekt getroffen“, erzählt Nils.

Die Mühe hat sich gelohnt: Die prämierte Box steht nun auf dem Schulhof. „Wer gut erhaltene Bücher oder Spiele nicht mehr benötigt, kann sie in die Box stellen“, erklärten die Schüler das Konzept, über das sie ein Video drehten und so beim Online-Publikumsvoting den ersten Platz erreichten.

Auf geht’s nach Berlin

Bald folgt das nächste Abenteuer: Vom 21. bis zum 23. Juni fahren zwölf Schüler nach Berlin. Das Finale des Bundeswettbewerbs Finanzen steht an.

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