Infrastruktur

Homberger KFZ wird endlich saniert – Kosten: 479.000 Euro

Das Haus Augustastraße 48 stammt aus dem Jahr 1905 und war früher von der „Gesellschaft Erholung“ als Treff für Gutbetuchte betrieben worden.

Das Haus Augustastraße 48 stammt aus dem Jahr 1905 und war früher von der „Gesellschaft Erholung“ als Treff für Gutbetuchte betrieben worden.

Foto: Arnulf Stoffel

Duisburg-Homberg.   Nach mehr als sechsjähriger Verzögerung soll das KFZ im kommenden Jahr für 479.000 Euro saniert werden. Einziehen VHS und Musik- und Kunstschule.

„Die Kultur im Zentrum“, mit dieser Überschrift betitelte diese Zeitung einen Text über die Sanierung des Kultur- und Freizeitzentrums (KFZ) Augustastraße. Der riesige Bau von Anfang des vorigen Jahrhunderts sollte für VHS und Musik- und Kunstschule aufwändig hergerichtet werden. Unser Artikel erschien im Sommer 2013, passiert ist seither nichts.

Überlegungen, die genannten städtischen Institutionen aus teuren Mietobjekten in das stadteigene Gebäude zu holen, sind gar noch älter. Jetzt aber, verspricht die Stadt, geht es los. „Die Umsetzung der Maßnahme hat sich aufgrund fehlender personeller Kapazitäten verzögert, wird aber im kommenden Jahr endlich erfolgen, der Umfang der Maßnahme liegt bei 479.000 Euro“, beantwortet die Stadt eine bereits vor zwei Wochen an das zuständige Immobilienmanagement (IMD) gestellte Anfrage der Redaktion.

In der Historie der Verzögerungen ist mit dem personellen Engpass nun bereits ein dritter Grund genannt. Zunächst hatte es ein Veto der Bezirksregierung im Zuge der Haushaltssperre gegeben, danach waren laut Aussage der Stadt Um- und Ausbauten von Schulen und Kindertagesstätten schlicht wichtiger. Nun will man ran ans KFZ, wobei aktuellste Beschlussvorlage auch schon wieder zwei Jahre alt ist.

die frühere Kneipe wird abgerissen

Für 479.000 Euro sollen jetzt vorhandene Einbauten, unter anderem die ehemalige Kneipe im Untergeschoss, abgerissen werden. Die veraltete Elektroinstallation wird modernisiert, ebenso gibt es neue sanitäre Anlagen. Einige Fenster erhalten eine denkmalgerechte Restaurierung, andere werden ersetzt, die Holzhaustüranlage zur Augustastraße wird neu angefertigt, alte Parkettfußböden werden repariert und restauriert.

Wenn denn alles glatt geht, könnten VHS und Co. Ende 2019/Anfang 2020 einziehen. Auch wenn Besitzer und Nutzer quasi beide die Stadt sind, ist für die Nutzung Miete fällig. Insgesamt fallen für das vierstöckige Haus pro Monat 4504,14 Euro Kaltmiete und 2001,94 Euro Betriebskosten an, jährlich sind das 78.071,76 Euro.

Freundeskreis will Museum erweitern

Einer der aktuellen und auch künftigen Nutzer ist der Freundeskreis Historisches Homberg (FHH), der bekanntlich im Obergeschoss das Homberger Heimatmuseum betreibt. Gerne möchte der Verein seine Ausstellungsfläche um etwa ein Drittel erweitern, dafür in Eigenleistung die leerstehende ehemalige Hausmeisterwohnung (ca. 50 Quadratmeter) umbauen.

FHH-Vorsitz Udo Vohl und seine Mitstreiter vom Förderkreis wollen bereits seit inzwischen neun Jahren mit der mit rund 20.000 Euro veranschlagten Erweiterung beginnen, wurden aber durch die lahmende Gesamtmaßnahme immer wieder gebremst. Motto: Im Zuge von Brandschutz und Fluchtwegkonzept sei der Museums-Umbau während der Gesamtmaßnahme am sinnvollsten. Vohl will die IMD-Spitze jetzt ins Museum einladen. „Wir würden gerne wissen, womit wir wann beginnen können.“

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