Lampen, Laser oder Pyrotechnik

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Eine besondere Art der Fotografie haben André Henneberg und Klaus Schwinges aus Rumeln-Kaldenhausen für sich entdeckt. Beide sind langjährige Mitglieder im Foto-Film-Club Bayer Uerdingen und arbeiten im Team an der „Lichtmalerei“. Sie nennen ihr Projekt „World of LightPainting“.

Fertigstellung dauert Wochen

Ihre Bilder entstehen grundsätzlich in der Dunkelheit. Vor laufender Kamera wird mit künstlichen Lichtquellen wie verschiedene Lampen, Laser oder auch Pyrotechnik gearbeitet - sei es zur interessanten Ausleuchtung des Umfeldes oder zur Erschaffung passender Lichtfiguren. Die Fotos wollen eine Geschichte erzählen, die der Betrachter im Kopf entwickelt. „Spuren aus Feuer und Licht“ stellen also die „World of LightPainting“ dar.

Henneberg und Schwinges entdecken ihre Motive vorwiegend in näherer Umgebung. Einige ihrer Bilder zeigen Kunstwerke auf Halden wie „Das Geleucht“ und „Tiger & Turtle“. Oder ein Stahlwerk und der Rhein geben einen wunderbaren Hintergrund für eine Bildidee.

Von der Idee bis zur Fertigstellung vergehen oft Wochen. Sollen die Bilder Lichtfiguren beinhalten, müssen diese im Studio vorab geübt werden. Manche Fotos zeigen unterschiedliche Lichtelemente in einem Bild. Alle müssen bei geöffnetem Kameraverschluss nacheinander reibungslos ablaufen. Da dauert ein Bild auch schon mal mehrere Nächte – und viele Tassen Kaffee.

Abschließend werden alle Elemente vor laufender Kamera aneinander gereiht und in einem einzigen Schuss festgehalten. Bei einigen Werken besteht die Aktion vor der Kamera aus mehr als zehn einzelnen, komplizierten Schritten. Die dabei erreichten Öffnungszeiten des Verschlusses können 20 Minuten überschreiten. Da ist es verständlich, dass die komplette Performance oft mehrfach wiederholt werden muss, bis alles stimmt.

World of LightPainting erzielte schon Erfolge bei zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben. Einer der Höhepunkte war die Hängung von „Working Hard“ auf der Hannover Messe. Henneberg und Schwinges präsentieren ihre Bilder auch im Internet unter www.wolp.eu. Großformatige Prints zeigen sie in Ausstellungen. Ab Dienstag, 29. September, sind sie in Gummersbach in den Räumen der Theodor-Heuss-Akademie zu sehen.

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