Stadtteilentwicklung

Neue Macher beim Homberger Werbering

Neu beim Homberger Werbering: Axel Beck (l.) und Mario Mikesic.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Neu beim Homberger Werbering: Axel Beck (l.) und Mario Mikesic. Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Duisburg-Homberg.   Mario Mikešić und Axel Beck wollen mit dem Werbering in ganz Alt-Homberg präsent sein, ihre Vision: „Irgendwann ein richtiger Bürgerverein sein“.

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Sie wollen Alt-Homberg beleben, dafür engagieren sich Mario Mikešić und Axel Beck jetzt als neugewählter Vorstand des Werberings. „Bislang war er immer eine Interessenvertretung für die Augustastraße. Aber ich sehe Homberg als Ganzes“, sagt der neue Vorsitzende Mikešić mit Naturheilpraxis an der Johannisstraße. Die Einkaufsmeile sei schließlich nur das vermeintliche Zentrum des Stadtteils. Den frischen Wind der Neuwahl möchte er jetzt nutzen, um zunächst den Werbering zu vergrößern und zu modernisieren. Von einst gut über 50 beteiligten Geschäftsleuten sei er über die Jahre auf knapp 20 geschrumpft – und längst nicht jedes Mitglied sei aktiv.

Mikešić und sein Kassierer Axel Beck, ein Versanddienstleister mit Laden an der Paßstraße, wollen daher zunächst ihr örtliches Netzwerk vergrößern, das sie sich bereits mit ihrem allmonatlichen Unternehmerstammtisch aufgebaut haben. „Es gibt viele Leute, die hier etwas bewirken wollen und die wissen, was hier fehlt“, sagt Beck. Das Duo ist sich jedoch einig, dass der Werbering nicht länger nur ein Club für Ladenbesitzer sein kann. Sie wollen auch andere Geschäftsleute stärker einbeziehen, die im Stadtteil arbeiten, wohnen oder sich ihm aus anderen Gründen verbunden fühlen.

Auch Vereine sollen mitmachen

Darüber hinaus möchten sie den Werbering sowie den Stammtisch weiter öffnen und auch Vereine für die Stadtteilarbeit gewinnen. „Jeder wurschtelt für sich“, sagt Mikešić, und das will er künftig ändern. Gute Zusammenarbeit sei nötig, um Alt-Homberg neues Leben einzuhauchen. Denn die Ladenbesitzer allein könnten das nicht schaffen, dazu brauche es auch die übrigen Geschäftsleute, die Vereine und auch die Bürger.

Ohnehin habe man selbst als Werbering nur geringen Einfluss, um bestimmte Missstände zu beheben. Dazu zählen Mikešić und Beck die vielen Leerstände und die Mietpreise, die vielfach für kleine Existenzgründer nicht zu stemmen seien. So habe erst kürzlich das Sozialkaufhaus an der Augustastraße – das frühere Kaiser’s – geschlossen; ein Nachmieter sei nicht in Sicht, wenngleich durchaus Ideen für die Räume diskutiert würden.

Axel Beck ist überzeugt, dass der Stadtteil das Potenzial hat, neue Unternehmer anzuziehen, doch vor allem müssten mehr Leute vor Ort einkaufen, und das nicht nur in den Lebensmitteldiscountern. So habe bereits unter den Homberger Kaufleuten eine Initiative begonnen, sich gegenseitig auch als Kunden zu unterstützen. „Ein gutes Netzwerk hat großen Wert“, so Beck, denn es helfe ein Vertrauensverhältnis zwischen Händlern und Kunden aufzubauen, „und nur so können wir uns gegen die Internetkonkurrenz durchsetzen“. Ein wichtiger Schritt dahin sei, darüber zu informieren, welche Geschäfte es überhaupt alles in Alt-Homberg gibt. Das sei leider nicht annähernd bekannt.

Lehrstellenbörse und Wettbewerbe

Dem Werbering gehe es jedoch nicht nur um Umsatz, betont Mario Mikešić, sondern auch darum, Homberg attraktiver zu machen. Denn beides sei miteinander verknüpft. Man werde natürlich am Brunnenfest, dem beliebten Stadtteilfest, festhalten. Dort sollen sich allerdings künftig die örtlichen Vereine präsentieren und vernetzen, ähnlich wie beim Tag der Vereine. Zudem soll der Werbering nicht nur Organisator im Hintergrund sein, sondern mit einem eigenen Stand für alle Homberger ansprechbar sein.

Noch viele weitere Ideen haben die beiden für Alt-Homberg, darunter eine Lehrstellenbörse mit örtlichen Firmen oder Wettbewerbe für Nachwuchsbands. Die beiden Vorstandsmitglieder wollen jedoch keine allzu großen Erwartungen wecken, denn zunächst sind sie nur für zwei Jahre gewählt und nicht alle Ideen werden sich in dieser Zeit umsetzen lassen. Doch sie spüren eine Aufbruchsstimmung. Zudem hat der Vorsitzender Mario Mikešić eine ambitionierte Vision: „Vielleicht entwickelt sich aus dem Werbering in einigen Jahren ja sogar ein richtiger Bürgerverein.“

>>>Der Werbering: Termine und Kontakt>>>

Der nächste Unternehmerstammtisch findet statt am Donnerstag, 5. April, 19 Uhr, im Restaurant La Vespa, Moerser Straße 40. Der Hollandmarkt beginnt am Sonntag, 10. Juni, um 11 Uhr, das dreitägige Brunnenfest steigt vom 24. bis 26. August.
Weitere Informationen
zum Homberger Werbering gibt es im Internet unter www.diehomberger.de.

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