Einweihung

Neue Turnhalle für Rheinhauser Krupp-Gymnasium

Hinein ging es nur mit Schlüppchen über den Schuhen. Straßenschuhe sind in der neuen Sporthalle am Flutweg tabu.

Foto: Volker Herold

Hinein ging es nur mit Schlüppchen über den Schuhen. Straßenschuhe sind in der neuen Sporthalle am Flutweg tabu.

Duisburg-Bergheim.   Peter Jöckel, Leiter des Krupp-Gymnasiums, freut sich über die drei Millionen Euro teure neue Sporthalle, auf die einige seit 35 Jahren warten.

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Die Mädchen und Jungen des Schulchores hatten gestern die Wahl: Schuhe aus oder weiße Schlüppchen über die Straßentreter ziehen. Denn Straßenschuhe sind nämlich in der nagelneuen Sporthalle des Krupp-Gymnasiums tabu. Das Gros des Chores entschied sich fürs Sockenlaufen und stellte die Schuhe in einer der beiden neuen Umkleiden ab. Dann gab der Chor zur offiziellen Einweihung der Zweifachsporthalle ein Ständchen. „Eye of the Tiger“, die Titelmelodie der Box-Klassiker-Reihe „Rocky“ sollte Oberbürgermeister Sören Link (SPD) als Stichwortgeber dienen.

„Sylvester Stallone würde hier sicher auch gerne Sport treiben“, sagte Link. Hell, lichtdurchflutet und gut ausgestattet sei die Halle, die nach knapp einjähriger Bauzeit nun für Schule und Sportvereine zur Verfügung stehe. Einen großen Dank sprach er all denen aus, die viele Jahre für den Neubau gekämpft hätten. Laut Schulleiter Peter Jöckel habe man insgesamt 35 Jahre auf den Bau gewartet. Immer wieder sei dieser aus Kostengründen aufgeschoben worden. „So mancher hat es selbst während der Bauarbeiten nicht glauben wollen, dass die neue Halle kommt.“

Die rund drei Millionen Euro teure und 1550 Quadratmeter große Halle steht nur einen Steinwurf entfernt von der alten Sporthalle des Gymnasiums. In diese regnet es laut Aussage Peter Jöckels an mindestens drei Stellen rein, zudem müssten Sanitäranlagen, das Dach und auch die Kabinen dringend saniert werden. Wann diese, einen sechsstelligen Betrag verschlingende, Auffrischung erfolgt, ist noch nicht klar. So viel: Im Etat der zuständigen Stadt-Tochtergesellschaften ist sie für das laufende Jahr nicht aufgeführt.

„Kurze, verlässliche Bauzeit“, sagt der Schulleiter

Gestern wurde aber erst einmal gefeiert, es habe eine kurze, verlässliche Bauzeit gegeben, so Peter Jöckel, „dies ist eben nicht die Elbphilharmonie, Stuttgart 21 oder der Berliner Flughafen.“ Was mit dem überdimensionalen goldenen Schlüssel passiert, den Jöckel pflichtbewusst seinen Sportlehrern übergab, ist noch nicht klar. Fest steht: Die Stadt nimmt ihn nicht zurück, um ihn womöglich bei einer kommenden Einweihung dem Nächsten in die Hand zu drücken. „Der bleibt schön hier“, so Sören Link.

Was fällt auf an der Ausstattung der Halle? Sie ist behindertengerecht eingerichtet, es gibt rollstuhlgeeignete Toiletten und auch ein Notrufsystem. Eine Reihe Kleiderhaken hängt auf Hüfthöhe. Sie dient dem Komfort der Rollstuhlfahrer, die die üblichen Haken nur schwer erreichen können.

Was fehlt, ist eine Tribüne, die laut Peter Jöckel offenbar Kostengründen zum Opfer gefallen war. „Wir bekommen aber eine mobile Tribüne, die wir bei Veranstaltungen aufstellen können.“ Details, etwa, wo diese gelagert würde, müsse man noch klären. Für das Ehemaligen-Fußballturnier am morgigen Samstag stehe sie aber auf jeden Fall zur Verfügung.

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