Osttangente Rheinhausen

Politik will wieder über die Verlängerung reden

Dieses Foto am Kreisverkehr an der Brücke der Solidarität zeigt es sehr gut: Der Lkw wird Richtung bestehende Osttangente gelenkt, die rechts von ihm beginnt. Links beginnt das Rheinvorland, der von hier aus geografisch kürzeste Weg zur A40.

Dieses Foto am Kreisverkehr an der Brücke der Solidarität zeigt es sehr gut: Der Lkw wird Richtung bestehende Osttangente gelenkt, die rechts von ihm beginnt. Links beginnt das Rheinvorland, der von hier aus geografisch kürzeste Weg zur A40.

Foto: HEROLD, Volker

Duisburg-West/Hochfeld.   Politiker der Bürgerlich-Liberalen möchten über die Verlängerung der Osttangente neu diskutieren. Vorab gelte es, Schwerlastverkehr zu ermitteln.

Einer der drei Männer, die vor fast zehn Jahren die Rheinhauser Osttangente eingeweiht haben, ist noch heute im Amt: Erich Staake, Chef der Duisburger Hafen AG. Ihm zur Seite standen damals Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) und Landes Verkehrsminister Oliver Wittke (CDU). Der wurde inzwischen durch Hendrik Wüst ersetzt, Sauerland durch Sören Link. Damals, beim Banddurchschneiden, war die Idee, diese Osttangente entlang des Rheins bis zur Homberger Auffahrt der A40 zu verlängern, noch allgegenwärtig. Sie sollte, hört man sich in der Politik um, letztlich an der Gegenwehr von Grünen und Umweltverbänden scheitern. Jetzt kramt der Rheinhauser Ratsherr Karsten Vüllings (Bürgerlich-Liberale, BL), diese Idee wieder aus der Schublade.

„Wir sprechen uns für eine Wiederaufnahme der politischen Diskussion um eine Verlängerung der Osttangente bis zur A 40 aus. Hintergrund ist die ,fühlbar monatlich’ zunehmende Belastung insbesondere der Stadtteile Hochemmerich, Bergheim, Friemersheim und Hochfeld sowie Teilen der Innenstadt durch Schwerlastverkehr.“

Weichen für die Zukunft stellen

Vüllings spricht davon, dass die Planungen vor rund zehn Jahren politischen Ideologien zum Opfer gefallen seien. Seither habe der Schwerlastverkehr um ein Vielfaches zugenommen. Eine Verlängerung der sogenannten „Osttangente“ vom Kreisel an der Brücke der Solidarität entlang des Rheins Richtung Autobahnanschluss A 40 müsse zumindest ergebnisoffen neu diskutiert werden, wolle man die mit den Lkw einhergehenden Belastungen nicht kurz- oder mittelfristig, aber zumindest für die Zukunft in den Griff kriegen.

Erster Schritt Richtung einer solchen Diskussion wäre laut BL-Bezirksvertreterin Angelika Röder eine aktuelle Erfassung der Quell- und Zielverkehre des Schwerlastverkehrs durch die Stadt Duisburg. „Dadurch würden wir wichtige Erkenntnisse gewinnen, ob- und in welchem Umfang eine Trasse am Rande des Rheinvorlands die zunehmend verstopften innerstädtischen Straßen entlasten könnte“, so Röder, die dafür in der Bezirksvertretung Rheinhausen um die Zustimmung der Kooperationspartner werben will, „zumal ich mir sicher sein kann dass unzählige Anwohner der Hauptverkehrsadern hinter mir stehen“.

Zielgerichtete Verkehrszählung gefordert

Vüllings ergänzt: „Würde das Ergebnis einer zielgerichteten Verkehrszählung die Erkenntnis bringen, dass die Verlängerung der Osttangente zu keinen nennenswerten Entlastungen führen würde, können wir das Thema zu den Akten legen.“ Angesichts der drastisch veränderten Gemengelage zu Ungunsten der betroffenen Bürger sollte man aber nichts unversucht lassen, für die Zukunft die Weichen in Sachen Schwerlastverkehr in die richtige Richtung zu stellen.

Leserkommentare (2) Kommentar schreiben