Verkehr

Polizei kontrolliert 207 Lkw zwischen Duisburg und Krefeld

Das Hauptaugenmerk der Beamten galt dem Gewicht der Laster, die mobile Waage stammt von der Polizei Duisburg.

Das Hauptaugenmerk der Beamten galt dem Gewicht der Laster, die mobile Waage stammt von der Polizei Duisburg.

Foto: Arnulf Stoffel

Duisburg-Rheinhausen/Krefeld.   Zusammen mit den Krefelder Kollegen hat die Duisburger Polizei an einer Verbindungsstraße im Westen kontrolliert. Hier die Bilanz.

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Donnerstag, 25. Oktober, irgendwann zwischen 7 und 11.30 Uhr. Für den Besitzer eines Opel Corsa sollte es ein eher unerfreulicher Morgen werden. Für den Fahrer eines mit einem Bagger beladenen Sattelschleppers sollte sich dieser Tag dagegen zum Besten wenden. Beide Männer waren auf dem Charlottering, das ist die Verbindungsstraße von Krefeld nach Rheinhausen (L473n) in eine groß angelegte Polizeiaktion geraten.

„Von 7 bis 15 Uhr kontrollieren wir zusammen mit den Duisburger Kollegen Lkw“, erklärt Daniel Uebber, Sprecher der Krefelder Polizei. 34 Beamte waren insgesamt im Einsatz, um neben Gewicht und Ladung der Laster auch stichprobenartig die Lenkzeiten der Fahrer zu checken. Dabei hatten sich einige Beamte bereits am Grünstreifen unweit der Autobahn postiert, um mögliche Kandidaten für eine Überprüfung zu sichten. Per Funk kam die Mitteilung an die Mannschaft, die dann den entsprechenden Brummi rausfischte.

So auch den Laster mit dem Bagger darauf. Ergebnis: Bis zu 61 Tonnen durfte der Lkw laden, der Bagger wog keine 50 Tonnen. Was fehlte, war allerdings die entsprechende Genehmigung. „Da unsere mobile Waage nicht rechtssicher ist, haben wir den Laster in den Chempark auf eine fest installierte Waage begleitet“, erzählt der Duisburger Beamte Jürgen Kalde. Wie es der Zufall wollte, war genau dort der Zielort des Baggers. Kalde: „Der kam dort dann mit Polizeibegleitung an.“ Glück gehabt.

Glück für den Mann im getunten Corsa

Das hatte im Prinzip auch der junge Mann mit dem getunten Corsa. Die Mängelliste hätte ihm auch durchaus die Weiterfahrt versagen können. Die Beamten ließen den Krefelder eine letzte Tour nach Hause machen. Dann geht es aber samt umfangreicher Mängelkarte ab zu Prüfung. An dem Auto ist vieles zu machen. So dürfen Luftfilter und Sportauspuff des 1990-er-Jahre Opel nicht gemeinsam verbaut sein, eines davon muss wieder raus. Zudem sind die Reifen zu breit und drohen, an den Kotflügel zu schrammen. Dazu kommt eine nur notdürftig geflickte Frontschürze.

Der Opel-Fan zeigte sich einsichtig, will seinen 150-PS-GSI schnell wieder straßentauglich machen. Er war mit seinem tiefergelegten Uralt-Flitzer noch nicht ganz raus aus der Polizeisperre, da stoppte ihn der nächste Beamte. „Er ist schon kontrolliert, darf weiterfahren“, vernahm der Polizist übers Funkgerät und machte den Weg frei.

Verstöße gegen die Ruhezeiten

Bei diesem Autofahrer, den ein Bußgeld erwartet, handelt es sich eher um „Beifang“, vielmehr wollten die Beamte überladene oder unsichere Lkw und fahruntaugliche Trucker aus dem Verkehr ziehen (Bilanz, siehe Kasten). „Einen Lkw-Fahrer mit Drogen im Blut hatten die Kollegen früh am Morgen erwischt, ihm die Weiterfahrt untersagt“, berichtet Daniel Uebber. Weiterer negativer Höhepunkt: Der Fahrtenschreiber eines Mannes wies in den vergangenen 28 Tagen satte 30 Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten auf.

Zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten hatten sich die Polizisten zusammengetan, um Lkw zu kontrollieren. Zuletzt versammelten sie sich zwischen Uerdingen und dem Duisburger Süden, überprüften 155 Lkw. Fortsetzung folgt, an einer anderen Stelle zwischen Duisburg und Krefeld.

Bilanz nach acht Stunden Kontrolle

Die Bilanz: Insgesamt 207 Fahrer wurden einer genaueren Kontrolle unterzogen. Mit einer mobilen Waage kontrollierten die Beamten 35 Lkw. Darunter war auch ein Lkw mit Anhänger, der über zehn Tonnen zu schwer unterwegs war. Insgesamt sechs Mal mussten die Beamten die Weiterfahrt untersagen. Bei zwei Fahrern stellten die Polizisten den Konsum von Betäubungsmitteln fest - sie mussten eine Blutprobe abgeben. Ein Verkehrsteilnehmer war ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs. 18 Lkw-Fahrer hielten sich nicht an die vorgeschriebenen Ruhezeiten.

Des Weiteren stellten Mitarbeiter der Bezirksregierung Düsseldorf bei fünf Lkw-Fahrern, die Gefahrgut transportiert hatten, fest, dass die Kennzeichnung ihrer Fracht nicht ordnungsgemäß war. Auf die Fahrer wartet nun eine Ordnungswidrigkeitenanzeige.

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