Kultur

Rumeln feiert Ruhrpott-Abend standesgemäß mit Currywurst

Alles für den Ruhrpott, alles für die Currywurst: Künstler auf der Bühne des Kulturspielhauses.

Alles für den Ruhrpott, alles für die Currywurst: Künstler auf der Bühne des Kulturspielhauses.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Rumeln-Kaldenhausen.  Mit einem ruhrpott-Special präsentierte sich jetzt der „Verein Kulturtreff Alter Dorfschule“. Currywurst und auch zwei Niederrheiner inklusive.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Kommse vonne Schicht, etwas bessres gibbet nich als wie Currywurst“, dichtete einst der Bochumer Barde Herbert Grönemeyer – und setzte der Ruhrpott-Spezialität Nr. 1 ein musikalisches Denkmal. Im Zeichen dieses beliebten Imbissgerichts und der Eigenheiten der Ruhrpöttler stand der Kulturabend „Hömma 2.0 – Musik, Geschichten und Currywurscht“ im Kulturspielhaus.

Hintergrund für dieses Event war es den „Verein Kulturtreff Alte Dorfschule“ einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Seit 2003 besteht dieser Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat das Kulturspielhaus mit Programm zu betreiben. „Wir haben seit Errichtung des Kulturspielhauses 2012 unseren Spielplan von zwölf auf 40 Events im Jahr erhöht“, sagt der 64 -jährige Betreiber der Musikschule, Ingo Pügner, der seit 1996 Veranstaltungen in der Alten Dorfschule nebenan durchführte. 23 Mitglieder wirken in dem Verein mit. „Karten und Flyer machen wir bis heute in Eigenregie“, erklärt Pügner.

„Wir hatten schon Gäste aus Frankfurt oder Leer hier, die extra wegen ihrer Lieblingskünstler zu uns gereist sind.“

Auch der frühere Planer der Veranstaltungen in der Alten Dorfschule, Peter Lufen, ist anwesend. Der ehemalige Leiter der Bezirksbibliothek Rheinhausen sagt: „Ich war hier mitverantwortlich für die Events von 1996 bis 2004, unsere Zusammenarbeit begann aber schon 1993 als Ingo Pügner seine Musikschüler bei unseren Vernissagen in der Bibliothek spielen ließ“, so der 82-Jährige.


Aus der Feder von Hennes Bender

Musik aus dem Pott gibt es vom „Kulturtreff-Ensemble“ für die etwa 100 Gäste. Natürlich darf der Song „Currywurst“ nicht fehlen, den Ingo Pügner im Walzertakt einsingt, und in der Pause bekommen alle Gäste die Ruhrpottspezialität draußen frisch vom Grill. Zünftig: Rot-Weiß. Aber auch Instrumentalversionen von Marius Müller-Westernhagens „Freiheit“, „Es geht mir gut“ und „Lass uns leben“ spielt die Band in der Besetzung mit Eddy Mioska an der Klarinette, Lisa Pügner-Wagner am Saxophon, Delia Rosenberger-Pügner am Klavier und dem Schlagzeuger Christian Schages. Witzige Texte liest Ingo Pügner dazu, meist aus der Feder von Hennes Bender.

Unter anderem auch den, in dem der Komiker aus dem Ruhrpott das Lied „Bochum“ bis aufs Mark seziert. „In dem ständigen Geknödel und Genöle von Grönemeyer klingt die Stelle „Auf Glück auf Glück auf“ etwa wie „Afrika““, erläutert Pügner am Songbeispiel und die Gäste lachen herzhaft.

Als Special Guest sind die Niederrheinischen Kabarettisten aus den „Kleinen Welten“, Christian Behrens und Thomas Hunsmann, geladen: „Wir haben auch Lieder dem Ruhrpott gewidmet – genauer gesagt eins“, scherzt Behrens, der in Wattenscheid geboren wurde. Diesen Song präsentieren die beiden und 100 Gäste singen den Refrain schunkelnd mit: „Einst in Bochum-Wattenscheid hatten wir ne schöne Zeit“, wobei Behrens vom gemeinschaftlichen Kohleschippen aus Erinnerungen seiner Kindheit singt.

Nachdem Pügner als gebürtiger Bremer die Ruhrpottsprache auf ihre „Datts“ und „Watts“ und „Hömmas“ und „Kommse“ untersucht hatte, spielt die Band schließlich den Steigermarsch, und manches Feuerzeug oder Handy wedelt im Kulturspielhaus dazu.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben