Festival

Rund 8000 Besucher beim Folkfestival Rheinhausen

Gruß aus Island. Arstidir aus dem hohen Norden traten beim Rheinhauser Folkfestival auf.  Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Gruß aus Island. Arstidir aus dem hohen Norden traten beim Rheinhauser Folkfestival auf. Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Am Samstag pilgerten Fans der Folkmusik zur Bergheimer Mühle nach Duisburg-Rheinhausen. Neun Bands waren dabei. Und sogar das Wetter spielte mit.

Duisburg-Rheinhausen. Singen und tanzen auf der Bühne. Das Publikum macht mit. Sommerliches Flair erfüllt die Luft. Die Sonne strahlt. Es ist ein Woodstock-Festivalhauch, der jedes Jahr in Rheinhausen erwacht. So war es auch am Samstag. Zum 26. Mal fand an der Bergheimer Mühle das Tempel Folkfestival statt. Seit 1993 wird es am Samstag nach Pfingsten gefeiert - organisiert wird das Festival von den ehrenamtlichen Helfern des Jugendzentrums Tempel (JZ). Rund 300 freiwillige Helfer waren auch am Samstag dabei.

Rund 8000 Fans pilgern zum Folkfestival nach Rheinhausen

Festival-Mitbegründer Volker Hanke erinnerte sich an die Anfänge: „Vor 26 Jahren planten wir ein Benefizkonzert für ein Entwicklungshilfeprojekt in Marokko.“ Unter den Jugendlichen gab es schon damals eine große Liebe: „In den 90ern fuhren wir nach Irland und hörten irische Folkmusik.“ Hanke schmunzelte: „1993 haben wir’s versucht – unser erstes Festival, auf dem vier Gruppen auftraten.“

Dass daraus einmal eines der größten Folkfestivals in Nordrhein Westfalen mit 8000 Besuchern erwächst, hätte damals wohl niemand gedacht.

Heute ist es ein handgemachtes Erfolgskonzept, wie sich am Samstag zeigte. Wer auf dem bunten Gelände unterwegs war, den erfüllte Musik. Neun Bands traten auf der Wald- und Mühlenbühne auf.

Sonniger Reggae auf der Mühlenwiese

Aus Island kam die Band Arstidir und hatte Folkmusik im Gepäck. Der australische Singer-Songwriter Jaimi Faulker ließ die Frauenherzen schmelzen. Und der niederländische Mr. Weazley brachte sonnigen Reggae auf die Mühlenwiese.

Die Berliner Gruppe Kuf spielte Keyboard-Sounds und die Amsterdam Klezmer Band präsentierte Experimental-Musik. Mit Sons of the East, St. Beaufort, Kwini und Il Civetto standen weitere Musiker mit großer Fangemeinde auf der Bühne.

Bereits Tradition ist die Eröffnung durchs Kom’ma Theater. Die Nachwuchsschauspieler führten „Frau Holle, Goldmarie und Pechmarie“ auf.

Neben Schallplatten, Kleidung und Schmuck wurden auch Sonnenhüte verkauft

Volker Hanke war glücklich über die Stimmung, als er zu den 20 Ständen blickte. Schallplattenverkäufe und Informationen von verschiedenen Hilfsorganisationen gab es dort ebenso wie Kulinarisches, Kleidung, Schmuck und Sonnenhüte.

Thijs Hindricks war mit seiner Pflege „Quer-Care“ vor Ort. Der Gesundheitsökonom sitzt im Rollstuhl, wird beatmet. Er liebt Musik – besonders Reggae und Hardrock. „Das Folkfestival ist ein Treffpunkt, man sieht Leute aus Jugendzeiten und aus der Friedenskirchengemeinde wieder.“

Diesmal kommen die Festivaleinnahmen dem Verein Anti-Rassismus-Informations-Centrum NRW zugute. Interkulturelle Jugendarbeit, Beratung für Diskriminierte und demokratische Bildung gehören zum Programm. Das JZ Tempel plant, mit dem Aric Projekte an örtlichen Schulen durchzuführen.

chon jetzt ist klar: Das Team des Folkfestivals wählte den Twitter-Hashtag #derschönstetagimjahr perfekt - denn es war ein rundum gelungener Festivaltag.

Mehr Fotos vom Rheinhauser Folkfestival unter www.nrz.de

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