Bildung

Spende für die Rheinhauser Lise-Meitner-Gesamtschule

Über die neue Technik freuen sich Verantwortliche von Schule, Stadt, Sparkassen-Stiftung und auch vom Sponsor selbst.

Über die neue Technik freuen sich Verantwortliche von Schule, Stadt, Sparkassen-Stiftung und auch vom Sponsor selbst.

Foto: Volker Herold

Duisburg-Rheinhausen.   Sparkassen-Stiftung spendet der Lise-Meitner-Gesamtschule fast 20.000 Euro für das Projet „Lernen der Zukunft – digitales Lernen“.

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Ein klassisches Musikstück erklingt. Die Noten des Werkes werden über das Smartphone des Musiklehrers an den neuen Beamer weitergeleitet, der sie als Bild an die Leinwand projiziert. Diese befindet sich oberhalb der Tafel, auf der er zuvor einzelne Stichpunkte notierte, nachdem er das Stück mit den Schülern besprach. In Gruppenarbeit erarbeiten die Schüler dann mit ihren eigenen Smartphones Aufgaben dazu, die anschließend auch direkt auf der Leinwand erscheinen, um besprochen zu werden. So und noch viel vielfältiger und individueller kann bald der Unterricht an der Lise-Meitner-Gesamtschule aussehen.

„Wir sind der Stiftung ‚Unsere Kinder – unsere Zukunft‘ der Sparkasse sehr dankbar, dass sie uns die großzügige Spende von 19.335 Euro für die neuen acht Beamer und damit den digitalen Ausbau an unserer Schule zur Verfügung stellte, um uns in unserem Konzept zu unterstützen“, sagt Schulleiter Klaus Stephan.

Neue Hardware, neue Arbeitsformen

„Die neue Hardware ermöglicht andere Arbeitsformen im Unterricht, der so passgenauer für die Schüler gestaltet wird.“ Im Rahmen des Projektes „Lernen der Zukunft – digitales Lernen“ hatte der Förderverein der Schule einen entsprechenden Antrag an die Sparkassen-Stiftung gestellt, die das Geld daraufhin gerne bereitstellte.

„Das ist eine faszinierende Technik, die künftig auch schnelleres Lernen sowie den Zugang zu noch mehr Themen für die Schüler ermöglicht“, findet Joachim Bonn, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse. Gemeinsam mit Michael Groß, dem Geschäftsführer der Sparkassen-Stiftung, besuchte er die Schule, um sich die neuen Beamer samt Einsatzmöglichkeiten vorführen zu lassen.

Auch die Schüler seien von der neuen Technik begeistert, sagt die stellvertretende Schulleiterin Sandra Kupfer: „Sobald sie mit ihrem Handy arbeiten können, sind sie ganz anders motiviert.“ Aber auch die Lehrer-Kollegen schätzten die zusätzlichen Möglichkeiten, die der Unterricht mit Smartphone und Beamer nun biete, sagt sie.

Für sie ist die neue Technik aber nicht nur sinnvoll, sondern auch nötig: „In einer Oberstufen-Biologie-Klausur ging es kürzlich um den ‚Fischlaich‘. Einige Schüler machten ‚Fischleichen‘ daraus, weil sie mit dem Begriff nichts anfangen konnten. In einer anderen Stunde fragte ein Schüler, wie denn eine Süßkirsche aussehe, als wir davon sprachen. Die Schüler sind mittlerweile weiter weg von manchen Themen, als wir denken. Mit der neuen Technik kann ich mal eben ein Bild aufrufen und ihnen direkt zeigen, worüber wir sprechen.“

Eines fehlt noch: WLAN

Nur eine wichtige Voraussetzung für den weiteren digitalen Ausbau fehlt der Schule noch: WLAN. Doch Schuldezernent Thomas Krützberg, der ebenfalls gestern vor Ort war, machte Hoffnung: „Insgesamt 4,5 Millionen Euro will die Stadt in den kommenden drei Jahren in den WLAN-Ausbau an den Schulen investieren. Hinzu kommen weitere 100 Millionen Euro, die das Land beisteuern will.“ Die Lise-Meitner-Gesamtschule, die seit Jahren um einen digitalen Ausbau bemüht sei, könnte daher zu einer der ersten Schulen in Duisburg mit WLAN gehören, so Krützberg.

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