Starkes Zeichen für Integration

Das Spaß und Zusammenhalt bisweilen mehr bedeuten können als Erfolg, zeigten die Jungs und Mädels der Sekundarschule Rheinhausen bei der diesjährigen Fußball-Stadtmeisterschaft. Nachdem die Jungenmannschaft der Schule schon im letzten Jahr ein tolles Turnier spielte und unglücklich ausschied, wollte die Schule in diesem Jahr ein weiteres Mal die Hand nach dem Titel ausstrecken.

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Das Spaß und Zusammenhalt bisweilen mehr bedeuten können als Erfolg, zeigten die Jungs und Mädels der Sekundarschule Rheinhausen bei der diesjährigen Fußball-Stadtmeisterschaft. Nachdem die Jungenmannschaft der Schule schon im letzten Jahr ein tolles Turnier spielte und unglücklich ausschied, wollte die Schule in diesem Jahr ein weiteres Mal die Hand nach dem Titel ausstrecken.

Für die Fußball-AG der Sekundarschule fanden sich zwei Trainer, die jeden Dienstag mit den Kindern trainierten. Das Interesse auf Seiten der Schüler war so riesig, dass für die Stadtmeisterschaft gleich vier Mannschaften gemeldet wurden. Neben der bereits bestehenden Jungen-Mannschaft aus der siebten Jahrgangsstufe gab es somit noch Jungen-Teams des fünften und des sechsten Jahrgangs. Und auch eine jahrgangsübergreifende Mädchenmannschaft repräsentierte die Rheinhauser Schule in diesem Jahr.

Da die Turniere bereits früh im Schuljahr stattfanden und kaum Zeit zum Einspielen blieb, stand für die neuformierte Mädchenmannschaft sowie die Jungen des fünften Jahrgangs der Spaß im Vordergrund. Die beiden Teams belegten trotz der schwierigen Ausgangslage den fünften beziehungsweise vierten Platz.

Das Team der sechsten Jahrgangsstufe, das fast ausschließlich aus geflüchteten Schülern besteht, hatte am Tag vor dem Turnier mit vielen Krankheitsfällen zu kämpfen. Um teilnehmen zu können, fehlten Spieler. Statt die Mannschaft zurückzuziehen und verbleibenden Spieler am Schulunterricht teilnehmen zu lassen, wählte die Sekundarschule ihren ganz eigenen Weg. Wohlwissend, dass sich dadurch die Chancen auf den Titel deutlich verringern würden.

Nach kurzem Austausch zwischen Schülern und helfenden Eltern wurden kurzerhand beide Mannschaften zusammengelegt. Ohne Spielpraxis, dafür mit einem umso größeren Zusammengehörigkeitsgefühl. Alle 20 Spieler kamen zum Einsatz und spielten mit einer riesigen Portion Spielfreude auf. Das tröstete letztlich auch schnell darüber hinweg, dass es auch in diesem Jahr nicht zum Gewinn der Stadtmeisterschaft reichen sollte.

Dafür habe man sich als starke Einheit präsentiert, sagte ein Sprecher der Schule. „Hier sieht man mal wieder welchen Beitrag der Sport in unserer Gesellschaft für Integration und Toleranz leisten kann. Wir konnten einmal mehr zeigen, dass sich unsere Schule erfolgreiche Integration auf die Fahne geschrieben hat.“

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