Sicherheit

Über 5200 Unterschriften für den Erhalt der Homberger Wache

Astrid Block,. Marion Rusch und Karin Schattauer mit den beiden Aktenordnern voller Unterschriftenlisten Foto:

Astrid Block,. Marion Rusch und Karin Schattauer mit den beiden Aktenordnern voller Unterschriftenlisten Foto:

Foto: Schattauer

Duisburg-Homberg.  Karin Schattauer fordert auch die Intensivierung von Sozialarbeit und den Einsatz von Ordnungskräften in Hochheide

Mit einer so großen Resonanz hätten die drei Frauen nicht gerechnet. Inzwischen haben Karin Schattauer, Astrid Block und Marion Rusch schon über 5200 Unterschriften gegen die Schließung der Homberger Polizeiwache gesammelt. Dabei sind noch nicht einmal alle Unterschriftenlisten zurück. Bei einer Veranstaltung des Quartiersbüros haben sich die Frauen kennengelernt und dann nach der Informationsveranstaltung der SPD mit der Polizeipräsidentin Elke Bartels Anfang Dezember mit der Unterschriftensammlung begonnen.

„Es ist ein Selbstläufer“, sagt Karin Schattauer, die seit sieben Jahren gerne im Roten Riesen lebt, aber das Gefühl hat, dass sich die Situation seitdem verschärft hat. „Kaum eine Nacht ohne Bettgeflüster“, sagt sie zu dem abendlichen Theater und nennt Sachbeschädigung, Lärm, Dreck und Brände als störende Begleitumstände. Verantwortlich seien dafür meist Jugendliche mit Frust und Langeweile, um die man sich kümmern müsse, wenn man keine verlorene Generation haben wolle.

Liste der Vorfälle im Bereich Ladenstraße und „Riesen“

Lang bitten oder argumentieren müssen die drei Frauen für Unterschriften nicht. Am 18. Januar stehen sie wieder auf dem Markt. Das Frauentrio möchte die Listen, die inzwischen einen großen und einen kleinen Aktenordner füllen, an Innenminister Herbert Reul und Oberbürgermeister Sören Link überreichen. Für den Innenminister schreiben sie eine Liste, was alles rund um die Ladenstraße und die „Riesen“ passiert sei.

„Die soziale Mischung im Viertel stimmt nicht mehr“

Es geht ihnen auch um die städtische Verantwortung. Die Stadt soll sich nicht nur auf allen Ebenen mit allen Mitteln dafür einsetzen, die Wache im Stadtteil zu halten, sondern die Situation auch durch den Einsatz von Sozialarbeitern und Mitarbeiter des Ordnungsamtes entschärfen. Die Erfahrungen mit dem Ordnungsamt sind gemischt. „Wenn man jemanden braucht, ist kein Mitarbeiter verfügbar und wir werden dann doch an die Polizei verwiesen“, erzählt Schattauer. Die soziale Mischung im Viertel stimme einfach nicht mehr.

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