Wandern im Westen

Unterwegs in der Natur zwischen Friemersheim und Uerdingen

An der Kirche St. Matthias in Hohenbudberg kann die Tour alternativ starten. Vorbei geht es auch an der frisch sanierten Friemersheimer Dorfkirche.

An der Kirche St. Matthias in Hohenbudberg kann die Tour alternativ starten. Vorbei geht es auch an der frisch sanierten Friemersheimer Dorfkirche.

Foto: Matthias Berns

Duisburg-Rheinhausen.   Der Blogger Matthias Berns stellt für die Redaktion Wanderrouten zusammen. Die erste bietet Kunst, Kirchen, eine Brennerei und den Rhein.

Bei der heutigen Rundtour handelt es sich um eine Halbtageswanderung von etwa zehn Kilometern Länge, die in drei Stunden gut zu schaffen ist. Es sind keine größeren Steigungen und Anforderungen zu bewältigen, dadurch wird es eine (ent-)spannende Tour für alle Familienmitglieder. Einige kulturelle sowie kulinarische Highlights runden diese Rundtour ab, so dass bei schönem Wetter ein Urlaubstag vor der Haustüre beginnen kann. Da es eine Rundtour ist, ist es egal, wo wir starten. Ich bin vom Marktplatz in Uerdingen (Am Markt,platz, 47829 Krefeld) losgelaufen, dort ist das Parken am Sonntag kostenfrei.

Los geht es Am Rheintor

Los geht’s. Wir schlendern die Straße „Am Rheintor“ hinunter. Vorbei an historischen Fassaden, die die Zerstörungen des 2. Weltkrieges überstanden haben, kommen wir in den Uerdinger Rheinpark. Zu unserer Rechten sehen wir das Casino, in dem sich der seit vielen Jahren etablierte und ausgezeichnete Franzose Yves Chopelin befindet. Wir wenden uns auf dem Deich nach links und erreichen nach einigen Minuten die Rhine Side Gallery. Hier heißt es für Fotografen die Augen aufzuhalten, denn es gibt sehr schöne und vielseitige Street Art zu bestaunen.

Nun müssen wir den Komplex des Chemparks Uerdingen durchlaufen, um am anderen Ende bei St. Matthias (alternativer Startpunkt, Adresse: Kirchstraße, 47829 Krefeld) in die Rheinauen zu gelangen. Dazu folgen wir der Kennzeichnung des Rundwanderweges „Rund um Duisburg“, ein weißes DU auf schwarzem Quadrat mit weißem Kreis. So gelangen wir über die Dujardinstraße direkt zum nächsten Highlight, der Dujardin Brennerei mit Restaurant, Küferei genannt, nebst Biergarten und Museum. Dujardin ist die größte Weinbrennerei Deutschlands - kurioserweise wird dafür französischer Wein verwendet. Gleichzeitig ist sie die älteste Wacholderbrennerei am Niederrhein. Am Ende der Straße biegen wir rechts ab und laufen somit zwischen den Werken und dem Rhein in Richtung St. Matthias, einer alten Kirche aus dem 13. Jahrhundert.

Picknicken am Rheinstrand

Jetzt wird es „grün“. Wir folgen dem Rheindeich mit Kennzeichen „DU“ immer geradeaus und laufen ihn etwa einen Kilometer entlang, bis dieser sich in einer Y-Gabelung verzweigt. Wir bleiben geradeaus und laufen parallel zum Rhein, bis wir die Furt erreichen, die den Altrheinarm „Roos“ vom Rhein abgeschnitten hat und danach trocken gefallen ist. Hier ist der schönste Picknickplatz der Wanderung - ein kleiner Rheinstrand.

Nach der Durchquerung der Furt halten wir uns erneut rechts auf geschotterten Wanderwegen. So wandern wir zwischen Rheinwiesen und Rhein einige Zeit geradeaus, bis wir kurz vor Stromkilometer 769,7 links abbiegen und dem Wanderweg folgen. Wir erreichen den „Werthschenhof“, den wir links herum durch Streuobstwiesen umlaufen. Von links mündet der Weg „Am Kälberpesch“ ein und wir halten uns rechts.

Friemersheims malerischer Dorfkern

Wir erblicken den Deich und die Dorfkirche, deren Renovierung pünktlich zum 500. Jahrestag der Reformation abgeschlossen sein soll. Das Baugerüst ist bereits weg. Wir lassen unseren Blick schweifen und sehen beim Erreichen des Platzes die alte Volksschule im Lehrerhaus, heute Schulmuseum, daneben die aktuell allerdings geschlossene Restauration Schumachers mit von alten Bäumen bestandenem Biergarten, und das Pfarrhaus und die Kirche. Der malerische Dorfkern Friemersheim lädt zur Pause ein.

Der Rückweg verläuft über den Philosophenweg, der im Frühjahr zur Obstbaumblüte prächtig erscheint. So gelangen wir wieder an die „Roos“, halten uns hier aber jetzt rechts und wandeln durch einen tunnelartigen Waldweg. Dort, wo wir die Sperrung erreichen, geht es nun rechts und im weiteren Verlauf links und wieder links über den Deich, bis wir die Y-Gabelung vom Hinweg erreichen. Ab hier ist der Rückweg mit dem Hinweg identisch, und in Kürze sind wir zurück am Marktplatz in Uerdingen.

>>> Zur Person: Matthias Berns <<<


Der gebürtige Rheinhauser Matthias Berns (50), im Hauptberuf ist er für eine Monheimer Hausverwaltung tätig, ist passionierter Wanderer und Wohnmobilist.

Er hat seine Erlebnisse rund um das Wandern und Campen in einem Blog niedergeschrieben, auf www.reiseblog-nrw.de gibt es auch eine detailliertere Version der oben beschriebenen Tour, die er für die Redaktion ausgearbeitet hat. Als nächstes folgt eine weitere Wanderung, die in Baerl startet.

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